Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigungsförderung
Private Sector Development Programme
Projektdetails
- Projektnummer:2013.2274.2
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3A00 Naher und Mittlerer Osten 2
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Palästinensische Gebiete
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen in ausgewählten Regionen und Sektoren ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of National Economy (MNE)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:7 800 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2009.2267.4
Programm Förderung der Privatwirtschaft
Nachfolger-Projekt
2017.2198.4
Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigungsförderung
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 10.01.2007 - 30.11.2026 - Aktuelles Projekt:01.01.2014 - 31.12.2018
Sonstige Beteiligte
- GOPA Consultants GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Hauptziel
CRS-Schlüssel
25010 Geschäftspolitik und -verwaltung
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Zu den wirtschaftlichen Folgen der Krisen und Konflikte in den Palästinensischen Gebieten zählen die Schwächung und Schließung zahlreicher Unternehmen, zunehmende Arbeitslosigkeit und steigende Armutsraten.
Die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten sind durch die politisch instabile Situation stark beeinträchtigt. Einerseits sorgt das Risiko eines jederzeit wiederaufflammenden Konfliktes für ein unsicheres Verhalten hinsichtlich Investitionen und Kreditvergaben, andererseits ist die Mobilität von Personen und Waren im Gazastreifen und im Westjordanland stark eingeschränkt. Des Weiteren sind die Rahmenbedingungen, die im Einflussbereich der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und der verfassten Wirtschaft liegen, unzureichend und beschränken die Entwicklungsmöglichkeiten von Unternehmen.
Der palästinensische Privatsektor, mit über 90 Prozent kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), erweist sich insbesondere für den lokalen Bedarf, wie Bau, Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungen, als relativ robust. Der exportorientierten Wirtschaft gelingt es bislang jedoch nur in wenigen Einzelfällen, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis zu stellen.
Ziel
Der palästinensische KMU-Sektor ist durch verbesserte Rahmenbedingungen nachhaltig gestärkt. Vorhandene Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten sind mittelfristig gesichert, neue generiert worden.
Vorgehensweise
Das Programm trägt den vielschichtigen Problemen von KMU auf nationaler und lokaler Ebene Rechnung und orientiert sich an den Entwicklungsplänen der Palästinensischen Autonomiebehörde. Durch einen Mehrebenenansatz sollen das Selbsthilfepotenzial und die Wettbewerbsfähigkeit des Privatsektors (Unternehmen und ihre Verbände) gestärkt werden, insbesondere auch die Lobbying- und Dialogfähigkeit. Außerdem sollen regulatorische, administrative und institutionelle Rahmenbedingungen auf nationaler und lokaler Ebene verbessert werden.
Um die Förderstrukturen für KMU zu stärken, fördert das Programm die Leistungsfähigkeit von Wirtschaftsministerium und verfasster Wirtschaft. Wissenstransfer und internationale Wettbewerbsfähigkeit der palästinensischen Privatwirtschaft werden mit einer Pilotmaßnahme zum Ausbau der deutsch-palästinensischen Unternehmensbeziehungen gezielt gefördert (B2B).
In Gaza konzentriert sich das Programm auf kurzfristig wirksame Initiativen, da eine mittel- oder langfristige Planung aufgrund der instabilen politischen Lage kaum möglich ist.
Das Projekt wird durch die Canadian International Development Agency (CIDA) kofinanziert.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Die Dienstleistungen der Handelskammern wurden harmonisiert und durch ein zentrales digitales Workflow-System in den regionalen Kammern eingeführt. Die Organisationsstruktur des Dachverbandes der palästinensischen Kammern wurde gestärkt und trägt zu einer effektiveren Arbeitsweise des Verbandes bei.
Das palästinensische Wirtschaftsministerium hat sich durch die Eröffnung regionaler Zweigstellen auf seine Kunden zubewegt und Bearbeitungszeiten deutlich verkürzt. Ermöglicht wurde dies durch Implementierung eines zentralen Datenbank- und Archivierungssystems, mit dem die Zweigstellen jederzeit Zugriff auf den Datenbestand haben. Ein standardisiertes Prozesshandbuch für Dienstleistungen des Ministeriums an die Privatwirtschaft wurde publiziert.
In der Region Bethlehem wurde ein Modell zur lokalen Wirtschaftsförderung entwickelt, in dessen Rahmen Vertreter des Wirtschaftsministeriums mit Vertretern der Stadt- und Provinzverwaltung sowie Handelskammern und Wirtschaftsverbänden gemeinsame Initiativen zur Entwicklung des Standortes planen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The economic consequences of the crises and conflicts in the Palestinian territories include the weakening and closure of numerous enterprises, growing unemployment and rising poverty.
Options for economic development are severely curtailed due to the political instability in the country. For one thing, the risk of a conflict that can reignite at any time creates nervousness among those who would invest or lend money; for another, the mobility of people and goods is highly restricted in the Gaza Strip and the West Bank. In addition, development opportunities for enterprises are hampered by the poor business environment in the area controlled by the Palestinian Authority and within the formal economy.
The Palestinian private sector, more than 90% of which consists of small and medium-sized enterprises (SMEs), has proven to be fairly robust, especially when meeting local needs for construction, agriculture, trade, services and such like. So far, however, only a few solitary export-oriented businesses have managed to demonstrate their international competitiveness.
Objective
The Palestinian SME sector has been strengthened sustainably through improvements to the business environment. Existing income and employment opportunities have been secured for the medium term, while new ones have also been created.
Approach
The programme takes account of the complex problems facing SMEs at both national and local levels, and operates in accordance with the Palestinian Authority’s own development plans. It uses a multi-level approach to strengthen the self-help potential and competitiveness of the private sector (companies and their associations), particularly in terms of their lobbying and dialogue skills. It also works towards improving the regulatory, administrative and institutional conditions at both national and local levels.
To enhance support structures for SMEs, the programme is contributing to capacity development in the Ministry of National Economy and within the formal economy. In a pilot measure for the extension of German-Palestinian business relations (B2B), the programme uses targeted approaches to effect knowledge transfer and raise the international competitiveness of the Palestinian private sector.
In Gaza, the programme concentrates on initiatives with short-term impacts as the unstable political situation makes medium or long-term planning very difficult.
The project is co-financed by the Canadian International Development Agency (CIDA).
Results achieved so far
Services provided by the chambers of commerce have been harmonised, and are being introduced to the regional chambers of commerce through a centralised digital workflow system. The umbrella association of Palestinian chambers of commerce has been strengthened in its organisational structure, which is helping the association to work more effectively.
By opening regional branches, the Palestinian Ministry of National Economy has been able to move closer to its customers and significantly reduce processing times. This has been made possible by implementing a central database and archiving system that gives the branches permanent access to the database. A standardised manual of procedures has been published which addresses the provision of services by the Ministry to the private sector.
In the Bethlehem area a model for promoting local business has been developed by which initiatives designed to strengthen the region are jointly planned by representatives from the Ministry of National Economy, municipal and provincial councils, chambers of commerce and trade associations.