Friedensfonds

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2232.0
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Timor-Leste

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Maßnahmen qualifizierter Jugendförderungsinstitutionen befähigen Jugendliche zur gewaltfreien Konliktbearbeitung.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für soziale Solidarität

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:6 400 151 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2017.2160.4

    Förderung von Jugendlichen zur sozialen Kohäsion

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    19.08.2013 - 12.06.2023
  • Aktuelles Projekt:01.01.2014 - 31.12.2018

Sonstige Beteiligte

  • Arge AMBERO / IP

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitehttp://peacefund-timorleste.org

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15220 Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Timor-Leste ist ein Postkonfliktland mit einer der jüngsten Bevölkerungen weltweit. Angesichts hoher Jugendarbeitslosigkeit, fehlender Beschäftigungsmöglichkeiten sowie unzureichender formaler und non-formaler Bildungsangebote haben Jugendliche nur wenig Aussicht auf sozialen Aufstieg. Die Konfrontation mit Gewalt im öffentlichen und privaten Raum erhöht die Gewalttoleranz und suggeriert, Gewalt sei eine Lösung im Umgang mit Konflikten und Frustration. Die institutionellen Strukturen der Jugendarbeit sind bisher schwach verankert, wenig vernetzt und erreichen Jugendliche in den ländlichen Gebieten kaum. Zudem gibt es zu wenige Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten für Akteure in der Jugendförderung. Programme zur Unterstützung gewaltfreier Konfliktbearbeitung werden lediglich eingeschränkt angeboten.

Ziel

Maßnahmen qualifizierter Jugendförderungsinstitutionen befähigen Jugendliche, Konflikte gewaltfrei zu bearbeiten.

Vorgehensweise

Gemeinsam mit dem Staatssekretariat für Jugend und Sport sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren und Organisationen unterstützt das Vorhaben die Leistungsfähigkeit staatlicher und nichtstaatlicher Partner im Jugendsektor, vor allem bei der gewaltfreien Konfliktbearbeitung. Staatliche und nichtstaatliche Jugendarbeiter werden in einem nationalen Fortbildungsprogramm zur konflikt- und gendersensiblen Jugendarbeit sowie zur Planung und Durchführung jugendbezogener Projekte fortgebildet. Die Konzeption und erste Trainingsangebote werden vom Consultingunternehmen AMBERO-IP durchgeführt.

Jugendakteure in Dili sowie in den Distrikten Ermera, Aileu und Manatuto werden miteinander vernetzt. Sie ermitteln gemeinsam Jugendbedarfe und erarbeiten passende Fördermaßnahmen, die sie als Netzwerke umsetzen. Erfahrungen und Ergebnisse der Arbeit werden, mit Blick auf eine Ausweitung der Aktivitäten, zusammen mit dem politischen Partner ausgewertet und aufbereitet.

In Anlehnung an das Vorgängerprojekt werden weiterhin jährlich 10 lokale Initiativen und Nichtregierungsorgansationen (NRO) vom Friedensfonds gefördert. Sie erhalten finanzielle Unterstützung und Beratung durch das Projektteam, um selbstständig geplante jugend- und friedensfördernde Maßnahmen umzusetzen.

Parallel findet ein Wissenstransfer vom derzeit durch die GIZ verwalteten Friedensfonds auf stattliche Jugendförderungsmechanismen statt. Eine CIM-Fachkraft berät das Staatssekretariat für Jugend und Sport zu wichtigen Jugendthemen und zur Ausweitung der Teilhabe junger Timoresen an politischen Entscheidungsprozessen. Eine weitere CIM-Fachkraft unterstützt in der Antikorruptionskommission die Organisationsentwicklung sowie die Ausarbeitung von Policies und Standards. Sie trägt zur Verankerung von Korruptionsprävention in der Jugendarbeit bei.

Wirkungen

Für das berufsbegleitende nationale Fortbildungsprogramm wurde ein Curriculum entwickelt. 47 staatliche und nichtstaatliche Jugendarbeiter aus 4 verschiedenen Distrikten haben die Pilotphase des modularen Trainings erfolgreich abgeschlossen. Zu verschiedenen Anlässen, beispielsweise in Jugendcamps oder Schulen, sind die Trainings auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

Zunächst in 3 Distrikten wurden Jugendnetzwerke aufgebaut. Bei Präsentationen und Ausstellungen wurden die in Jugenddialogen ermittelten Bedarfe der Jugendlichen mit Vertretern des Staatssekretariats für Jugend und Sport diskutiert. Auf dieser Grundlage wurden, zusammen mit dem Vorhaben, Initiativen ermittelt, die gefördert und durch die zugehörigen Jugendzentren koordiniert werden.

Das Vorhaben hat die Ausarbeitung der nationalen Jugendstrategie beraten, die auf den Prinzipien der allgemeinen Menschenrechts- und Kinderrechtsabkommen basiert. Wichtige Neuerungen sind die Ausweitung der politischen Teilhabe von Jugendlichen sowie die Abstimmung von Jugendthemen mit weiteren Schlüsselministerien unter Federführung des Staatssekretariats für Jugend und Sport. Marginalisierte, auf dem Land lebende Jugendliche sollen intensiv gefördert und dezentrale Jugendstrukturen gestärkt werden. Die nationale Jugendstrategie wurde am 2. Februar 2016 vom Ministerrat verabschiedet.

Unter Mitarbeit der CIM-Fachkraft wurde eine Strategie zur Weiterentwicklung der Antikorruptionsbehörde erarbeitet. Zentrale Bausteine, wie ein neues Organigramm und die Formalisierung von Positionen und Laufbahnen, wurden vom Ministerrat verabschiedet.
Ausgangssituation

Timor-Leste ist ein Postkonfliktland mit einer der jüngsten Bevölkerungen weltweit. Angesichts hoher Jugendarbeitslosigkeit, fehlender Beschäftigungsmöglichkeiten sowie unzureichender formaler und non-formaler Bildungsangebote haben Jugendliche nur wenig Aussicht auf sozialen Aufstieg. Die Konfrontation mit Gewalt im öffentlichen und privaten Raum erhöht die Gewalttoleranz und suggeriert, Gewalt sei eine Lösung im Umgang mit Konflikten und Frustration. Die institutionellen Strukturen der Jugendarbeit sind bisher schwach verankert, wenig vernetzt und erreichen Jugendliche in den ländlichen Gebieten kaum. Zudem gibt es zu wenige Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten für Akteure in der Jugendförderung. Programme zur Unterstützung gewaltfreier Konfliktbearbeitung werden lediglich eingeschränkt angeboten.

Ziel

Maßnahmen qualifizierter Jugendförderungsinstitutionen befähigen Jugendliche, Konflikte gewaltfrei zu bearbeiten.

Vorgehensweise

Gemeinsam mit dem Staatssekretariat für Jugend und Sport sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren und Organisationen unterstützt das Vorhaben die Leistungsfähigkeit staatlicher und nichtstaatlicher Partner im Jugendsektor, vor allem bei der gewaltfreien Konfliktbearbeitung. Staatliche und nichtstaatliche Jugendarbeiter werden in einem nationalen Fortbildungsprogramm zur konflikt- und gendersensiblen Jugendarbeit sowie zur Planung und Durchführung jugendbezogener Projekte fortgebildet. Die Konzeption und erste Trainingsangebote werden vom Consultingunternehmen AMBERO-IP durchgeführt.

Jugendakteure in Dili sowie in den Distrikten Ermera, Aileu und Manatuto werden miteinander vernetzt. Sie ermitteln gemeinsam Jugendbedarfe und erarbeiten passende Fördermaßnahmen, die sie als Netzwerke umsetzen. Erfahrungen und Ergebnisse der Arbeit werden, mit Blick auf eine Ausweitung der Aktivitäten, zusammen mit dem politischen Partner ausgewertet und aufbereitet.

In Anlehnung an das Vorgängerprojekt werden weiterhin jährlich 10 lokale Initiativen und Nichtregierungsorgansationen (NRO) vom Friedensfonds gefördert. Sie erhalten finanzielle Unterstützung und Beratung durch das Projektteam, um selbstständig geplante jugend- und friedensfördernde Maßnahmen umzusetzen.

Parallel findet ein Wissenstransfer vom derzeit durch die GIZ verwalteten Friedensfonds auf stattliche Jugendförderungsmechanismen statt. Eine CIM-Fachkraft berät das Staatssekretariat für Jugend und Sport zu wichtigen Jugendthemen und zur Ausweitung der Teilhabe junger Timoresen an politischen Entscheidungsprozessen. Eine weitere CIM-Fachkraft unterstützt in der Antikorruptionskommission die Organisationsentwicklung sowie die Ausarbeitung von Policies und Standards. Sie trägt zur Verankerung von Korruptionsprävention in der Jugendarbeit bei.

Wirkungen

Für das berufsbegleitende nationale Fortbildungsprogramm wurde ein Curriculum entwickelt. 47 staatliche und nichtstaatliche Jugendarbeiter aus 4 verschiedenen Distrikten haben die Pilotphase des modularen Trainings erfolgreich abgeschlossen. Zu verschiedenen Anlässen, beispielsweise in Jugendcamps oder Schulen, sind die Trainings auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

Zunächst in 3 Distrikten wurden Jugendnetzwerke aufgebaut. Bei Präsentationen und Ausstellungen wurden die in Jugenddialogen ermittelten Bedarfe der Jugendlichen mit Vertretern des Staatssekretariats für Jugend und Sport diskutiert. Auf dieser Grundlage wurden, zusammen mit dem Vorhaben, Initiativen ermittelt, die gefördert und durch die zugehörigen Jugendzentren koordiniert werden.

Das Vorhaben hat die Ausarbeitung der nationalen Jugendstrategie beraten, die auf den Prinzipien der allgemeinen Menschenrechts- und Kinderrechtsabkommen basiert. Wichtige Neuerungen sind die Ausweitung der politischen Teilhabe von Jugendlichen sowie die Abstimmung von Jugendthemen mit weiteren Schlüsselministerien unter Federführung des Staatssekretariats für Jugend und Sport. Marginalisierte, auf dem Land lebende Jugendliche sollen intensiv gefördert und dezentrale Jugendstrukturen gestärkt werden. Die nationale Jugendstrategie wurde am 2. Februar 2016 vom Ministerrat verabschiedet.

Unter Mitarbeit der CIM-Fachkraft wurde eine Strategie zur Weiterentwicklung der Antikorruptionsbehörde erarbeitet. Zentrale Bausteine, wie ein neues Organigramm und die Formalisierung von Positionen und Laufbahnen, wurden vom Ministerrat verabschiedet.

Die ersten 10 vom Friedensfonds geförderten Nichtregierungsorgansationen haben ihre Aktivitäten zur Verbreitung von gewaltfreiem Konfliktmanagement, zu Geschlechtergleichberechtigung sowie zur Förderung von Menschen- und Kinderrechten beendet. Die Erfahrungen werden derzeit aufgearbeitet, mit den NRO diskutiert und der timoresischen Öffentlichkeitzugänglich gemacht. Seit Frühjahr 2016 werden weitere 10 Initiativen und NRO gefördert. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Timor-Leste is a post-conflict country with one of the youngest populations in the world. High levels of youth unemployment, the lack of job opportunities, and insufficient education options in both the formal and informal sectors leave young people with little prospect of social advancement. Encounters with violence in the public and private spheres increase their tolerance of violence and suggest that violence is a solution when dealing with conflicts and frustration. The institutional structures for youth work are not well established or connected and have difficulty reaching young people in rural areas. Furthermore, there are too few training options for those involved in youth promotion. Not many programmes are available that support non-violent conflict resolution.

Objective

Measures initiated by qualified institutions for empowering young people enable them to manage conflict in a non-violent manner.

Approach

The project works with the State Secretariat for Youth and Sports and with civil society players and organisations to develop the capacity of state and non-state partners working with young people, especially in the field of non-violent conflict resolution. A national training programme provides state and non-state youth workers with training in conflict-sensitive and gender-sensitive youth work and in planning and implementing youth projects. The project concept and initial training courses are supplied by the consulting firm AMBERO-IP.

Actors in youth work in Dili and in the districts of Ermera, Aileu and Manatuto are being networked. They work together to identify young people’s needs and to develop suitable support measures, which they implement in their networks. In cooperation with the political partner, the experience and results of this work are evaluated and then used to expand the activities.

Following on from the previous project, the Peace Fund continues to promote ten local initiatives and non-governmental organisations (NGOs) every year. They receive financial support and advice from the project team, enabling them to realise their planned youth and peace-building measures independently.

At the same time, know-how is transferred from the Peace Fund (currently managed by GIZ) to state youth promotion mechanisms. A CIM expert advises the State Secretariat for Youth and Sports on important youth-related topics and on encouraging young Timorese to participate in political decision-making processes. Another CIM expert supports organisational development and the elaboration of policies and standards in the Anti-Corruption Commission and helps establish corruption prevention in youth work.

Results

A curriculum has been developed for the in-service national training programme, and 47 state and non-state youth workers from four different districts have successfully completed the pilot phase of the modular training. The training seminars are also open to a broader public at various locations, for example in youth camps and schools.

Youth networks have initially been established in three districts. The needs identified during dialogues between young people and representatives of the State Secretariat for Youth and Sports have been discussed at presentations and exhibitions. On this basis, initiatives have been developed together with the project and are being supported and coordinated by the relevant youth centres.

The project has provided advice on the elaboration of the National Youth Policy, which is based on the principles of the universal conventions on human rights and the rights of the child. Important new developments include greater political participation by young people and the coordination of youth-related topics with additional key ministries under the aegis of the State Secretariat for Youth and Sports. Marginalised young people living in rural areas are to receive intensive support, and decentralised youth structures are to be strengthened. The National Youth Policy was adopted by the Council of Ministers on 2 February 2016.

A strategy for the further development of the Anti-Corruption Commission has been prepared with input from the CIM expert. The Council of Ministers has approved its main components, such as a new organisation chart and the formalisation of positions and career paths.

The first ten NGOs supported by the Peace Fund have finished their activities on disseminating non-violent conflict management, on gender equality and on promoting human rights and children’s rights. Experience is currently being collated, discussed with the NGOs and made available to the general public in Timor-Leste. The project has been supporting another ten initiatives and NGOs since early 2016.