Programm zur Unterstützung der ökologischen Modernisierung der ukrainischen Wirtschaft
Projektdetails
- Projektnummer:2013.2204.9
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3900 Deutschland, Europa, Südkaukasus
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Ukraine
Zusammenfassung
- Ziele:
Staatliche Institutionen, Kleine und mittlere Unternehmen und Wirtschaftsverbände nutzen vertiefte Kenntnisse und neue Instrumente für eine ökologische Wirtschaftsentwicklung.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Entwicklung der Gemeinden und Territorien der Ukraine (MinRegion)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 000 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 25.09.2013 - 31.12.2018 - Aktuelles Projekt:01.02.2014 - 31.12.2018
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
32110 Industriepolitik und -verwaltung
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Ukraine befindet sich in einer wirtschaftlich und finanziell sehr schwierigen Lage. Eine vorrangige Aufgabe der am 25.5.2014 gewählten neuen Regierung und des am 26.11.2014 gewählten Parlaments wird es sein, das Land wirtschaftlich zu stabilisieren. Zukünftig wird es darum gehen, den Umbau des Wirtschaftssystems zu einer ökologischen und diversifizierten Wirtschaft einzuleiten, um wettbewerbsfähig zu werden.
Ökologisches Wirtschaften ist in der Ukraine ein neues Thema. Mit der Ratifizierung des Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union am 16. September 2014 durch das ukrainische und das europäische Parlament, hat sich die Ukraine verpflichtet, in einer Übergangshase von zehn Jahren weitgehend technische Standards und Regularien der EU, etwa im Bereich der öffentlichen Auftragsvergabe, bei der Hygiene, bei Herkunftsbezeichnungen oder beim Schutz des geistigen Eigentums zu übernehmen. Mit dem Beitritt der Ukraine zur Europäischen Energiegemeinschaft 2011 hat sich das Land verpflichtet, die EU-Energiegesetzgebung umzusetzen. Die notwendigen Anpassungen an die EU-Gesetzgebung haben noch nicht zu einer soliden und transparenten Energiemarktstruktur geführt. Ansätze für die Förderung von erneuerbaren Energien, darunter vor allem der Windenergie, sind von der Regierung umgesetzt worden. Im „State Program Energy Efficiency 2015" wird eine Reduktion der Produktionskosten um 10 Prozent angestrebt.
Das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel der Ukraine hat die Notwendigkeit eines wirtschaftlichen Strukturwandels erkannt. Es hat das unter ihrer Leitung stehende Wirtschaftsinstitut beauftragt, ein Konzept für die Entwicklung einer Strategie für ökologisches Wirtschaften zu erarbeiten. Damit soll der notwendige wirtschaftliche Strukturwandel im Sinne einer energieeffizienteren und umweltschonenderen Produktion gefördert werden.
Ziel
Staatliche Institutionen, KMU und Wirtschaftsverbände nutzen vertiefte Kenntnisse und neue Instrumente für eine ökologische Wirtschaftsentwicklung.
Vorgehensweise
Die GIZ unterstützt die ukrainische Regierung dabei, die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern. Durch neue und bedarfsgerechte Unternehmensdienstleistungen können Unternehmen ihre Verfahrens-, Produkt- und Produktionsstandards an die Erfordernisse internationaler Märkte anpassen.
Die GIZ setzt hierzu auf drei Interventionsebenen an. Dabei berät sie die Ministerien, moderiert Dialogprozesse und verbessert das unternehmensförderliche Umfeld mit wichtigen Modell- und Demonstrationsmaßnahmen auf lokaler und Unternehmensebene. Zudem greift sie Reformbestrebungen der Partner auf, die Wirtschaft ökologisch zu modernisieren, die Energieeffizienz zu steigern und die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern. Sie ruft darüber hinaus zum verstärkten öffentlich-privaten Dialog auf.
• Auf nationaler Ebene berät die GIZ dabei, eine nationale Strategie für ökologisches Wirtschaften zu formulieren, abzustimmen und umzusetzen. Damit werden die Rahmenbedingungen, die stärker auf Wettbewerb, Innovation, Ressourceneffizienz und Export zielen, verbessert. Qualifizierungsmaßnahmen zur ökologischen Modernisierung, wie Einführung der ökologischen Steuerreform, ökologische Beschaffung und ökologische Innovationsstrategien, vertiefen das Wissen und die Handlungspotenziale der Fach- und Führungskräfte unterschiedlicher Ressorts zu zentralen Elementen einer Strategie zur ökologischen Modernisierung der Wirtschaft.
• Auf regionaler Ebene wird die Gründung von Plattformen für ökologisches Wirtschaften unterstützt. Damit soll ein strukturierter Dialog zwischen staatlichen Institutionen, Kammern und Verbänden, ausgewählten Großunternehmen, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie zivilgesellschaftlichen Vertretern zu einer energie- und ressourcenschonenden Unternehmensführung gefördert werden. Durch die Plattformen werden gemeinsames Lernen, sowie bezirksübergreifende Netzwerke und Partnerschaften gefördert. Weiterhin werden Beratungsinstitutionen, wie Kammern und Verbände, darin gestärkt, ihr Angebot im Bereich energie- und ressourceneffizienter Dienstleistungen zu verbessern und es damit für Unternehmen attraktiver zu machen. Ein Erfahrungsaustausch der deutschen Wirtschaft zu ressourceneffizientem Wirtschaften sowie ökologischer und sozialer Verantwortung der Unternehmen wird organisiert.
• Auf der Unternehmensebene werden unternehmensnahe Dienstleister durch Qualifizierungsmaßnahmen und fachliche Beratung begleitet. Sie sollen dadurch ihr Beratungs- und Dienstleistungsangebot für energie- und ressourcenschonende Technologien erweitern und qualitativ verbessern.
Die Erfahrungen auf Unternehmensebene fließen in den Politikdialog auf nationaler Ebene ein, indem sie für die Strategiebildung aufgearbeitet und dem Ministerium präsentiert werden.
Das ukrainische Alumni-Netzwerk des Managerfortbildungsprogramms, das seit mehr als zehn Jahren vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wird, spielt in den drei Handlungsfeldern eine wichtige Vermittler- und Multiplikatorenrolle. Ziel der Ausbildung ist der Aufbau von Managementkompetenzen und Wirtschaftskontakten.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Ukraine is currently in a very difficult economic and financial position. One of the foremost tasks of the government elected on 25 May 2014 and the parliament elected on 26 November 2014 will be to achieve economic stability for the country. In future, Ukraine will need to begin transforming its economic system into a green, diversified economy in order to become competitive.
Green economy is a new topic in Ukraine. As a result of ratification of the Ukraine–European Union Association Agreement on 16 September 2014 by the Ukrainian and the European Parliament, Ukraine undertook to adopt to a large extent EU technical standards and regulations over a transition period of 10 years. These pertain, for example, to public procurement, hygiene, designations of origin and the protection of intellectual property. By joining the Energy Community in 2011, Ukraine has undertaken to implement EU legislation on energy. The necessary changes to bring the country's laws into line with EU legislation have not yet led to sound, transparent structures in the energy market. The Ukrainian Government has implemented approaches to promote renewable energies, primarily wind energy. The State Energy Efficiency Programme 2015 aims to reduce production costs by ten per cent.
The Ukrainian Ministry of Economic Development and Trade has recognised the need for economic structural change. It has commissioned the Economic Research Institute, for which it is responsible, to devise a concept for a green economy strategy. The intention is to promote the necessary economic structural changes to move towards more energy-efficient and environmentally sound production.
Objective
Government institutions, small and medium-sized enterprises (SMEs) and business associations draw on in-depth knowledge and new instruments for green economic development.
Approach
GIZ is supporting the Ukrainian Government in improving the overall business environment. Using the new and needs-oriented business services available to them, companies can adapt their process, product and production standards to the requirements of international markets.
GIZ operates at three different levels in this context. It advises the ministries, facilitates dialogue processes and improves the direct business environment by implementing key pilot and demonstration measures at local and corporate level. In addition, it supports reform efforts by the partners to foster ecological modernization of the economy, enhance energy efficiency and reduce dependency on energy imports. Moreover, it encourages greater dialogue between the public and private sector.
• At national level, GIZ is providing advisory services on how to draft, agree on and implement a national green economy strategy. This will improve the framework for competition, innovation, resource efficiency and exports. Training activities on ecological modernisation, such as the introduction of an ecological tax reform, green procurement and green innovation strategies, enhance the knowledge and scope for action of professionals and managers in different departments on key elements of a strategy for ecological modernisation of the economy.
• At regional level, support is provided to set up green economy platforms. The aim is to promote a structured dialogue between government institutions, chambers and associations, selected large companies, SMEs and civil society representatives on energy-saving and resource-saving business management. The platforms encourage joint learning and cross-district networks and partnerships. In addition, advisory institutions such as chambers and associations are assisted in improving their services in the field of energy and resource efficiency, hence making them more attractive for companies. The programme organises the exchange of experience with the German private sector on resource-efficient business management and corporate ecological and social responsibility.
• At corporate level, business service providers are supported in their work through training and technical consultancy. This is designed to extend the range and improve the quality of their advice and services in the field of energy-saving and resource-saving technologies.
Experience at corporate level is analyzed for strategy development, presented to the Ministry and thus fed into policy dialogue at national level.
The Ukrainian alumni network of the manager training programme that has been promoted by the German Federal Ministry for Economic Affairs and Energy for more than ten years plays a key role as an intermediary and multiplier in the three areas of action. The aim of the training is to build management skills and establish business contacts.