Stärkung der Menschenrechte

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2203.1
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Uganda

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Ausgewählte Schlüsselakteure (NPA, EOC, UHRC) sowie weitere staatliche Einrichtungen und ausgewählte zivilgesellschaftliche Akteure sind in der Lage, die Menschenrechte, insbesondere diejenigen besonders vulnerabler Gruppen, in ihren jeweiligen Aufgabenfeldern zu stärken.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    National Planning Authority (NPA)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 600 759 Euro

Kombifinanzierung

  • Danish International Development Agency (DANIDA): 879 922Euro

  • Democratic Governance Facility, Kampala: 120 837Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2010.2196.3

    Stärkung der Menschenrechte

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    31.10.2011 - 31.03.2017
  • Aktuelles Projekt:01.01.2014 - 31.03.2017

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    15160 Menschenrechte

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation:
Uganda hat die neun Kernverträge des UN-Menschenrechtssystems und wesentliche afrikanische menschenrechtlichen Abkommen und Konventionen ratifiziert, setzt diese auf nationaler Ebene aber nur unzureichend um. Es fehlt an einer systematischen Integration des Menschenrechtsansatzes in der Politikgestaltung, der Implementierung, der Rechenschaftslegung und der Überwachung durch unabhängige öffentliche Institutionen und informierte Bürger/innen. Die Verwirklichung ihrer Rechte bleibt vielen Menschen und insbesondere Frauen, Menschen mit Behinderungen sowie ethnischen, religiösen und sexuellen Minderheiten verwehrt. Die Arbeit von Menschenrechtsverteidiger/innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für die Rechte benachteiligter Bevölkerungsgruppen einsetzen oder über Menschrechtsverletzungen berichten, wird oftmals behindert.
Nichtregierungsorganisationen und Medien sind derzeit noch nicht in der Lage, frei und adäquat über Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen zu berichten und die Bevölkerung auf Möglichkeiten, sich zu schützen und ihre Rechte einzufordern, zu informieren. Die Leitung der Nationalen Planungsbehörde (NPA) drängt darauf, die u. a. auch im African Peer Review Mechanism Bericht dargelegten Defizite im Bereich Good Governance und Menschenrechte zu beheben. Dazu fehlt es ihr ebenso wie den beiden unabhängigen Menschenrechtskommissionen, der UHRC und der EOC, aber auch zivilgesellschaftlichen Akteuren und Organisationen inklusive den Medien an den notwendigen Kapazitäten.

Ziel:
Ausgewählte Schlüsselakteure (NPA, EOC, UHRC) sowie weitere staatliche Einrichtungen und ausgewählte zivilgesellschaftliche Akteure sind in der Lage, die Menschenrechte in ihren jeweiligen Aufgabenfeldern zu stärken.

Vorgehensweise:
Um dies zu erreichen verfolgt das Vorhaben einen Mehrebenenansatz bestehend aus der Stärkung der nationalen Rahmenbedingungen unter Mitwirkung ausgewählter staatlicher Pflichtenträger/innen und nichtstaatlicher Menschenrechtsorganisationen, Stärkung der beiden unabhängigen Menschenrechtskommissionen UNHRC und EOC und Sensibilisierung und Unterstützung der Rechtsinhaber/innen und zivilgesellschaftlicher Akteure und Organisationen inklusive unabhängiger Medien. Capacity Development ist integraler Bestandteil der Maßnahmen in allen drei Handlungsfeldern. Die im Vorgängervorhaben begonnene Kombifinanzierung durch die DGF zur Unterstützung der EOC wird fortgesetzt.

Wirkungen: (kann bei gerade begonnenen Projekten zunächst entfallen)

Gleichberechtigung der Geschlechter:
Der geförderte Menschenrechtsansatz stützt sich auf die von Uganda ratifizierten international und regional anerkannten UN-Konventionen und berücksichtigt insbesondere die Vorgaben der UN-Frauenrechtskonvention und das Protocol to the African Charter on Human and Peoples' Rights on the Rights of Women in Africa. Geschlechtsspezifische Diskriminierungen werden in allen drei Handlungsfeldern bearbeitet. Durch die Stärkung des Menschenrechtsansatzes in Planungsprozessen wird die politische Teilhabe von Frauen und eine geschlechtersensible Ausdifferenzierung der nationalen und sektorspezifischen Entwicklungspläne gezielt gefördert.

Partizipative Entwicklung und Gute Regierungsführung:
Durch die systematischere Berücksichtigung menschenrechtlicher Standards und Prinzipien in Planungsprozessen und die Stärkung zentraler Menschenrechtsakteure werden Achtung, Schutz und Gewährleistung der Menschenrechte in Uganda gefördert. Das Vorhaben trägt auf der Ebene der indirekten Wirkungen zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie bei.

Sozioökonomische Wirkungen:
Durch eine effiziente, transparente, zielorientierte und harmonisierte Entwicklungsplanung und die Stärkung der menschenrechtlichen Beschwerdemechanismen auf nationaler und sub-nationaler Ebene ist mit langfristigen positiven indirekten Wirkungen auch auf die Situation armer, von Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen betroffenen Bevölkerungsgruppen zu rechnen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Point of Departure:
Uganda ratified nine core treaties of the UN human rights system as well as the substantial African human rights treaties and conventions, but has so far only inadequately implemented them. A systematic integration of the human rights based approach in policy development, implementation, accountability and the monitoring by independant public institutions and informed citizens is still absent. Many people and especially women, people living with disabilities and ethnic, religious and sexual minorities are denied the realization of their rights. The work of human rights defenders and civil society organizations, that advocate for the rights of disadvantaged groups of the society or report about human rights violations, is often constrained.
Non-governmental organizations and the media are neither able to report freely and adeqautely on discrimination and human rights violations, nor able to inform the citizens about ways to protect themselves and to claim their rights. The management of the National Planning Authority is committed to eliminate the shortcomings in the area of good governance and human rights which were mentioned in the African Peer Review Mechanism Report. However, it is still missing necessary capacities just like the two independent human rights commissions, UHRC and EOC, as well as the civil society actors and organizations.

Outcome:
Selected key stakeholders (NPA, EOC, UHRC), as well as other government institutions and selected civil society stakeholders, are in position to strengthen the human rights in their respective fields of work.

Strategic Approach:
To achieve this, the project pursues a multi-level approach consisting of strengthening the national framework, composed of selected state duty-bearers and non-governmental human rights organizations, strengthening of the two independent human rights commissions UHRC and EOC, and sensitization and support of the legal owners and civil society actors and organizations including independent media. Capacity development is an integral part of the action in all three fields of activity. A combined financing by DGF, which begun in the previous project, will be continued to support the EOC.

Impact: (can be neglected for projects that started recently)

Gender Equality:
The supported human rights approach is based on the international UN-Conventions that Uganda ratified and that are accepted in the region. It considers particularly the undertaking of the UN Convention on Women’s Rights and the protocol to the African Charter on Human and People’s Rights on the Rights of Women in Africa. Gender related discrimination is dealt with in all three fields of activities. The political participation of women and a gender sensitive differentiation of the national and sector specific development plans are specifically supported by strengthening the human rights based approach within the planning processes.

Participatory Development and Good Governance:
As a result of the systematic consideration of human rights standards and principles in the planning process and the strengthening of essential human rights actors, the respect, protection and guarantee of human rights in Uganda are supported. The project contributes to the promotion of the rule of law and democracy on the level of indirect impact.

Socio-economic Impact:
It can be expected that an efficient, transparent, aim-oriented and harmonized development planning and the strengthening of human rights complaint mechanisms on national and sub-national level can cause a positive long-term indirect impact, also on the situation of the poor that are affected by discrimination and human rights violations.