Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit und EU-Kompatibilität serbischer KMU

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2190.0
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Serbien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Voraussetzungen für eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit serbischer kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) auf regionalen Märkten und dem EU-Binnenmarkt sind verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Wirtschaftsministerium der Republik Serbien

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:3 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2010.2098.1

    Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit und EU-Kompatibilität serbischer KMU

Nachfolger-Projekt

  • 2016.2022.8

    Privatwirtschaftsförderung in benachteiligten Regionen Serbiens

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    15.12.2010 - 31.05.2025
  • Aktuelles Projekt:01.01.2014 - 03.10.2017

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Handelsentwicklung

    Hauptziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    25010 Geschäftspolitik und -verwaltung

 

Projektbeschreibung (DE)

Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit und EU-Kompatibilität serbischer KMU

Ausgangssituation

Nach vielen Jahren staatswirtschaftlicher Prägung fehlen in Serbien privatwirtschaftliche Impulse, international wettbewerbsfähige Unternehmen, eine moderne Industriestruktur und Innovationskraft. Das Land ist seit 2012 Beitrittskandidat der Europäischen Union (EU). 2014 werden die Verhandlungen zu den einzelnen Kapiteln des Acquis communautaire, der Gesamtheit des EU-Rechts, aufgenommen.

Von der EU-Annäherung und der späteren Integration erhofft sich Serbien eine wirtschaftliche Belebung, vor allem um die prekäre Beschäftigungssituation zu entschärfen. Wirtschaftliche Dynamik entsteht durch die Transformation und Reformen im Rahmen der EU-Assoziierung, exportorientierte Sektoren, beispielsweise die IT-Branche, und die organische Landwirtschaft.
Ziel
Die Rahmenbedingungen für eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit serbischer KMU in ausgewählten Sektoren auf nationalen, regionalen und EU-Märkten sind verbessert.

Vorgehensweise
Um sein Ziel zu erreichen, agiert das Vorhaben in drei Handlungsfeldern:
1. Politik- und Strategieberatung zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
2. Verbesserung der nationalen Qualitätsinfrastruktur, in enger Kooperation mit dem Vorhaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB)
3. Verbesserung des Dienstleistungsangebotes für KMU bei Qualitätsinfrastruktur und Schlüsseltechnologien
Die Interventionen konzentrieren sich auf Informationstechnologie und nachhaltige Agrarwirtschaft, beispielsweise Ökolandbau und genfreie Agrarerzeugnisse. Potenzialbranche sind Energieeffizienz-Technologien und -Dienstleistungen.

Wirkungen
• Mit Unterstützung des Vorhabens wurden bislang folgende Ergebnisse erreicht:
• 3 nationale Strategien und Aktionspläne, für IT, Biolandwirtschaft und Qualitätsinfrastruktur, wurden entwickelt und Umsetzungsschritte durchgeführt.
• 3 neue Existenzgründungsinitiativen werden gefördert, 700 Unternehmer sind in Maßnahmen einbezogen, daraus gingen 35 Start-Up-Neugründungen hervor, mit über 1 Million Euro Kapitalzufuhr aus internationalem Venture Capital.
• Serbische Konformitätsbewertungsstellen zur Zertifizierung serbischer Hersteller wurden von der EU anerkannt. Alle serbischen Zertifikate werden künftig in der EU akzeptiert. Möglich wurde dies durch die Unterzeichnung des Multi-Lateral-Agreement zwischen der Akkreditierungsstelle Serbiens (ATS) und dem European Accreditation (EA).
• Mit der EU-Anerkennung der serbischen Biokontrollstelle (Organic Control System, OCS) können Hersteller von Bioagrarprodukten ohne Einzelberechtigungen auf den EU-Markt exportieren.
• 94 Prozent (Mai 2014) aller harmonisierten europäischen Normen wurden vom serbischen Standardinstitut übernommen und stehen der serbischen (Privat-)Wirtschaft zur Verfügung.
• In Kragujevac wurde, in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Koblenz, eine Business-Akademie gegründet.
• Die Stärkung der Absorptionskapazität von EU-Mitteln bei Partnerorganisationen führte zu mehr als 30 Anträgen, von denen 14 mit über 260.000 Euro an Fördermitteln erfolgreich waren.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Assistance to competitiveness and compatibility with the EU of Serbian SMEs
Context
Following many years with a largely state-controlled economy, Serbia lacks private enterprise, internationally competitive companies, a modern industrial structure and innovative thrust. The country has been a candidate for EU accession since 2012, and in 2014 negotiations will start on the individual chapters of the acquis communautaire, the body of laws, rules and policies with which all EU Member States must comply.
Serbia is hoping that its convergence with and subsequent integration into the EU will lead to an economic upturn, thereby alleviating above all the precarious employment situation. Economic momentum will come from the transformations and reforms carried out as part of the country’s association with the EU, and from export-oriented sectors such as IT and organic farming.
Objective
It has become easier for Serbian SMEs in selected sectors to be more competitive in domestic, regional and EU markets.

Approach
The programme is concentrating on three areas in order to achieve its objective:
1. Providing policy and strategy consultancy to improve economic frameworks
2. Improving the country’s quality infrastructure in close cooperation with the project run by Germany’s Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
3. Improving the services available to SMEs with regard to quality infrastructure and key technologies
Activities are focusing on information technology and sustainable agriculture, such as organic farming and non-genetically modified agricultural products. Sectors that show good potential include energy-efficiency technologies and services.

Results achieved so far
The following results have been achieved so far with the support of the programme:
• Three national strategies and action plans for IT, organic farming and quality infrastructure have been developed, and the first steps have been taken towards implementing them.
• Three new business start-up initiatives are being supported. 700 entrepreneurs have so far taken part, leading to the launch of 35 new start-ups following a capital injection of over EUR one million provided by international venture capital.
• The EU has recognised the conformity assessment bodies in Serbia that certify Serbian manufacturers. In future, all Serbian certificates will be accepted in the EU. This became possible as a result of a multilateral agreement signed between the Accreditation Body of Serbia (ATS) and European Accreditation (EA).
• Now that the Serbian Organic Control System (OCS) has been recognised by the EU, producers of organic agricultural products can export to the EU without requiring specific authorisation.
• 94 per cent (May 2014) of all harmonised European standards have been adopted by the Institute for Standardization of Serbia and made available to Serbian (private-sector) businesses.
• A business academy has been founded in Kragujevac in collaboration with the Koblenz Chamber of Crafts.
• With partner organisations now better able to qualify for EU funding, there have been more than 30 applications, of which 14 have successfully led to funding of over EUR 260,000 being awarded.