Trägerförderung "Netzwerk der Gemeindeverbände SOE" (NALAS)

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2170.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Westbalkan/Östliche Partnerschaft n.a., Albanien, Bosnien und Herzegovina, Bulgarien, Kroatien, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Rumänien, Serbien, Slowenien, Türkei, Kosovo

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Stärkung des Netzwerkes südosteuropäischer Kommunalverbände.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Netzwerk der Gemeindeverbände in Südost Europa (Network of Associations of Local Authorities of South East Europe)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:2 003 376 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2009.2264.1

    Trägerförderung "Netzwerk der Gemeindeverbände SOE" (NALAS)

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    26.10.2009 - 20.08.2018
  • Aktuelles Projekt:09.07.2013 - 20.08.2018

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Kommunale Selbstverwaltung ist in Südosteuropa noch ein neues Thema. Die Länder des Westbalkans stehen bei der Dezentralisierung vor gemeinsamen Herausforderungen, um die lokale Demokratie zu stärken und die Voraussetzungen für eine weitere EU-Annäherung zu erfüllen: stärkere Bürgerorientierung der Gemeinden, bessere Ausstattung der Kommunen mit rechtlichen Kompetenzen und finanziellen Ressourcen sowie Stärkung der Gemeindeverbände, um ihren Mitgliedsgemeinden angemessene Beratungsleistungen anzubieten und ihre Interessen gegenüber den Regierungen zu vertreten.

Die Gründung des Netzwerks der Gemeindeverbände Südosteuropas NALAS 2001 war eine Antwort auf diese Herausforderungen und sollte gleichzeitig zur Friedens- und Stabilitätsförderung beitragen. Aufgabe des Netzwerks ist es, den Prozess regionaler Kooperation zwischen 16 Gemeindeverbänden aus den Ländern der Region zu fördern, Kompetenzen, Ressourcen und institutionelle Leistungsfähigkeit (Capacity Development) zur weiteren Dezentralisierung aufzubauen und die Gemeinden und ihre Verbände bei der Interessenvertretung zu unterstützen.

Ziel
NALAS hat sich zum nachhaltigen Netzwerk entwickelt, das die Kommunalentwicklung in den Herkunftsländern seiner Mitgliedsverbände effektiv fördert.

Vorgehensweise
Das Vorhaben orientiert sich eng an der aktuellen NALAS-Strategie, ihren Zielen und Handlungsfeldern:

Stärkung der Mitgliedsverbände beim Dezentralisierungsprozess in den Ländern der Region
Stärkung der Interessenvertretung südosteuropäischer Gemeinden gegenüber der Europäischen Union und dem Europarat
Institutionelle und finanzielle Nachhaltigkeit von NALAS
Stärkung der lokalen Selbstverwaltung bei der Erbringung bürgerfreundlicher Dienstleistungen



Das Vorhaben unterstützt NALAS durch regionale und internationale Experten. Taskforces, die gute Erfahrungen aus der Region aufarbeiten und den Verbänden zur Verfügung stellen, ermöglichen gemeinsames Lernen. Die Verbände können sich mit kommunalpolitischen Anfragen an das Netzwerk wenden, die innerhalb einer Woche von den Mitgliedsverbänden beantwortet werden (Quick Response Programme). Ein direkter Austausch einzelner Verbände wird durch gegenseitige Besuche ermöglicht (Shadowing Programme).

Neue Kooperationen und verbesserte Sichtbarkeit tragen zur stärkeren internationalen Positionierung bei und machen NALAS über die Region hinaus zu einem verlässlichen und geschätzten Partner.

Institutionell ist NALAS inzwischen ein gut etabliertes Netzwerk. Die Experten unterstützen die Schaffung effizienter Kooperationsstrukturen, die Weiterentwicklung und Umsetzung der NALAS-Strategie und die Anpassung von Prozessen, sodass Informationen und Wissen besser erschlossen und verbreitet werden können. Auch die politische Dimension von NALAS, als Netzwerk von Verbänden aus 12 verschiedenen Ländern, muss berücksichtigt und dieses Potenzial bestmöglich genutzt werden. Zur Sicherung der finanziellen Nachhaltigkeit des Netzwerks entwickelt das Vorhaben gemeinsam mit NALAS mehrere strategische Optionen.

Von 2011 bis 2013 wurde das Vorhaben von der Consultingfirma PEM GmbH, Düsseldorf, durchgeführt.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde
NALAS arbeitet in sechs thematischen Taskforces zu Stadtplanung, Finanzdezentralisierung, Energieeffizienz, nachhaltigem Tourismus, Organisationsentwicklung sowie Abfall- und Wassermanagement. Das Netzwerk konnte so Zusammenarbeit und Wissensaustausch zwischen seinen Mitgliedsverbänden ausbauen sowie mehrere Publikationen erarbeiten und unter anderem auf der NALAS-Webseite verfügbar machen. Quick-Response- und Shadowing-Programme haben sich zu etablierten, vielfach nachgefragten Instrumenten entwickelt.

NALAS hat sich international positioniert. Für den Regionalen Kooperationsrat (RCC) koordiniert NALAS mittlerweile die Aktivitäten zur guten Regierungsführung im Rahmen der neuen Regionalstrategie SEE 2020. Die internationale Sichtbarkeit ist durch die Kommunalmesse NEXPO erhöht worden. Die erste NEXPO fand 2011 in Sarajevo statt. Mehr als 2.000 Besucher und zahlreiche Arbeitsgruppen förderten den Zusammenhalt unter den kommunalpolitischen Akteuren der Region. Die NEXPO 2013 in Rijeka und Opatija hat darüber hinaus den direkten Dialog über Entwicklungsprojekte zwischen Gemeinden und Privatwirtschaft ermöglicht.

Neue Planungsinstrumente und Verwaltungsverfahren wurden eingeführt, gute Erfahrungen der Mitgliedsverbände an Kommunen in der Region weitergegeben. Die Erbringung kommunaler Dienstleistungen unter Beteiligung der Bevölkerung sowie die Verbesserung der Verhandlungsposition nationaler Gemeindeverbände gegenüber ihren Regierungen sind Themen, die in den Taskforces fortlaufend bearbeitet werden und so zur Stärkung der Kommunen beitragen. Mit der „Sofia Erklärung zur politischen Neutralität und der Unabhängigkeit von Gemeindeverbänden" (2010) und der gemeinsamen Erklärung „Local Governments Facing the Future" setzen sich NALAS und seine Mitglieder weiter erfolgreich für lokale Demokratie und Dezentralisierung ein.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Local self-government is still a new topic in South-East Europe. As the Western Balkan states move towards decentralisation, they face common challenges in strengthening local democracy and satisfying the requirements for bringing them closer to the EU. The challenges exist at various levels: making local authorities more responsive to the needs of citizens, improving the municipalities’ legal competencies and financial resources, and building capacities in the local government associations so that they can offer their members tailored advice and promote their interests when dealing with central government.

The Network of Associations of Local Authorities in South-East Europe (NALAS) was founded in 2001 in response to these challenges and with the aim of promoting peace and stability. The network has the task of promoting regional cooperation between 16 local authority associations from the countries in the region, and developing their competencies, resources and institutional capacities for further decentralisation. It also helps local authorities and their associations with advocacy and lobbying.

Objective
NALAS has developed into a sustainable network that effectively promotes municipal development in the home countries of its member associations.

Approach
The programme is closely geared to the current NALAS strategy, its objectives and areas of activity:
strengthening the member associations in the context of decentralisation in the countries of the region
promoting the interests of local authorities in South-East Europe within the European Union and the Council of Europe
institutional and financial sustainability of NALAS
strengthening local self-government and the provision of citizen-focused services.

The programme supports NALAS by deploying regional and international experts. Task forces facilitate collaborative learning by analysing best practices from the region and making them available to the associations. The associations are able to approach the network with enquiries about municipal policy, and receive responses from the member associations within one week (Quick Response Programme). Direct exchange between individual associations is enabled through exchange visits (Shadowing Programme).

New cooperative projects and greater visibility enhance NALAS’ international position and make it a reliable and respected partner, within the region and beyond.

As an institution, NALAS is a well-established network. The experts help to create efficient structures for cooperation, to develop and implement NALAS’ strategy, and to adapt processes so that information and knowledge can be accessed and disseminated more effectively. Furthermore, as a network of associations from 12 different countries, NALAS’ political dimension must also be taken into account and its potential tapped. The programme is developing several strategic options in cooperation with NALAS to ensure its financial sustainability.

From 2011 to 2013 the programme was implemented by the consulting firm PEM GmbH in Düsseldorf.

Results
NALAS has six thematic task forces dedicated to urban planning, fiscal decentralisation, energy efficiency, sustainable tourism, organisational development and solid waste and water management. This has enabled the network to expand cooperation and exchange of knowledge between its member associations, and to put together several publications and make them available on the NALAS website and elsewhere. The Quick Response and Shadowing Programmes have developed into established instruments and are in great demand.

NALAS has strengthened its international position. On behalf of the Regional Cooperation Council (RCC), it now coordinates activities intended to promote good governance as part of the new SEE 2020 regional strategy. International visibility has been enhanced by the municipal fair NEXPO. The first NEXPO was held in Sarajevo in 2011. With more than 2,000 visitors and numerous working groups at the fair, cohesion grew between local government actors in the region. NEXPO 2013 in Rijeka and Opatija also provided an opportunity for local authorities and private industry to engage in direct dialogue on development projects.

New planning tools and administrative procedures have been introduced, and best practices from the member associations have been shared with municipalities in the region. The task forces are helping build local authority capacities through their work in areas such as involving local people in service delivery and improving the negotiating positions of local government associations vis-à-vis central government. With the ‘Sofia Declaration on Enforcing the political neutrality and independence of Local Government Associations’ (of 2010) and the joint declaration entitled ‘Local Governments Facing the Future’, NALAS and its members are continuing to successfully promote local democracy and decentralisation.