Integrierter Erosionsschutz in Gebirgslagen

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2143.9
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3900 Deutschland, Europa, Südkaukasus
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Region Kaukasus NA, Armenien, Aserbaidschan, Georgien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Konzepte zu integriertem Erosionsschutz werden bei der Umsetzung nationaler Regelungen zur nachhaltigen Landnutzung und Sicherung der Biodiversität berücksichtigt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Umweltministerien von Georgien und Aserbaidschan, Ministerium für territoriale Verwaltung in Armenien

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:3 395 320 Euro

Kombifinanzierung

  • Austrian Development Agency: 1 551 763Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2015.2101.2

    Integriertes Biodiversitätsmanagement

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    24.10.2013 - 30.12.2019
  • Aktuelles Projekt:24.10.2013 - 31.12.2017

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Hauptziel

  • Desertifikationsbekämpfung

    Signifikantes Nebenziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    41030 Biodiversität

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
In den Gebirgslagen des Kaukasus sind Siedlungen und Dörfer vor allem dort entstanden, wo Wälder einen gewissen Schutz gegen Lawinen, Steinschläge, Erdrutsche und ähnliche Erosionsereignisse boten. Überweidung und Übernutzung der Gebirgswälder (Schafweide, Brennholzbedarf) führen zur Degradierung der Biodiversität. Sie hat sich, angesichts der zunehmend auftretenden Witterungsextreme als erste Auswirkungen des Klimawandels, zu einem existenziellen Problem für die Bevölkerung im Gebirge ausgewachsen.
Die Bedeutung von Wäldern und intakten alpinen Graslandschaften für den Boden- und Erosionsschutz sowie den Erhalt eines für die Landwirtschaft günstigen Kleinklimas ist erkannt. Konzepte zum Erosionsschutz wurden jedoch bislang weder erstellt noch umgesetzt.
Ziel
Konzepte zu integriertem Erosionsschutz werden in nationalen Regelungen zur nachhaltigen Landnutzung und Sicherung der Biodiversität berücksichtigt.
Vorgehensweise
Das Vorhaben verbindet einen gemeindebasierten Ansatz mit dem Ansatz der ökosystembasierten Anpassung. In den Pilotgebieten werden Erosion und Weidezustand erfasst und kartiert, um auf dieser Grundlage geeignete Erosionsschutzmaßnahmen zu identifizieren. Neben gezielten kleinflächigen Aufforstungen, kommunaler Waldwirtschaft und ingenieursbiologischen Erosionsschutzmaßnahmen gehört zum integrierten Erosionsschutz auch nachhaltiges Weidemanagement, mit unterschiedlicher Ausprägung in den drei Ländern.
Begleitend werden Anreizinstrumente entwickelt, zum Beispiel Verbesserung der Weidequalität, Anpassung von Pachtverträgen oder Ausbau und Entwicklung von Wertschöpfungsketten. Capacity Development und Umweltsensibilisierung sind Querschnittsthemen. Ein regionaler Austausch zum integrierten Erosionsschutz wird mithilfe des Regionalen Umweltzentrums für den Kaukasus (RECC) eingerichtet.
In Georgien ist das Vorhaben hauptsächlich in der Region Tuschetien tätig, in Armenien in den Provinzen Aragatsotn und Shirak sowie in Aserbaidschan in der Region Ismayilli.
Die Maßnahmen in Armenien finanziert die Austrian Development Agency.

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Most settlements and villages in the mountainous regions of the Caucasus have been built in places where forests offered a certain level of protection against avalanches, rockfalls, landslides and similar erosion-related occurrences. Biodiversity has suffered in the wake of overgrazing and over-exploitation of mountain forests for fuelwood and pasture for sheep. In view of the increasing frequency of extreme weather events due to climate change, the impacts of erosion are threatening the existence of the population of mountainous regions.
The significance of forests and intact alpine grasslands for soil and erosion protection and for the preservation of a microclimate favorable to agriculture has been recognized. However, to date no concepts have been drawn up or implemented to control erosion.
Objective
Concepts for integrated erosion control are included in national regulations for sustainable land use and safeguarding biodiversity.
Approach
The project combines a community-based approach with ecosystem-based adaptation measures. Erosion and the condition of pasture land are assessed and mapped in the pilot regions as a basis for identifying suitable erosion control measures. Apart from the targeted reforestation of small areas, community forest management and mechanical and biological erosion protection measures, integrated erosion control includes sustainable pasture management. This takes different forms in the three countries concerned.
Parallel to these activities, incentive instruments are being developed, for example, improving pasture quality, adapting lease agreements and establishing and developing value chains. Capacity development and promoting environmental awareness are cross-cutting issues. A regional exchange on integrated erosion control is being set up with the assistance of the Regional Environmental Centre for the Caucasus (RECC).
The project is operating primarily in the Tushetia region of Georgia, in the Aragatsotn and Shirak provinces of Armenia and the Ismayilli region of Azerbaijan.
Financial support for the measures in Armenia is being provided by the Austrian Development Agency.