Positive Umweltauswirkungen des Mahatma Gandhi National Rural Employment Guarantee Act (MGNREGA)
Projektdetails
- Projektnummer:2012.2528.3
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2B00 Asien II
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Indien
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Arbeiten des Mahatma Gandhi National Rural Employment Guarantee Act (MGNREGA) werden unter Berücksichtigung von Umweltaspekten in guter Qualität umgesetzt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Rural Development
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 000 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2018.2052.1
Wassersicherheit und Klimaanpassung im ländlichen Indien
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 17.04.2013 - 30.04.2023 - Aktuelles Projekt:01.04.2013 - 31.03.2019
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Desertifikationsbekämpfung
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Hauptziel
CRS-Schlüssel
43040 Ländliche Entwicklung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Das Nationale Mahatma Gandhi Beschäftigungsgarantieprogramm für die ländliche Bevölkerung (Mahatma Gandhi National Rural Employment Guarantee Act, MGNREGA) ist ein Schlüsselelement der indischen Sozialpolitik. Das Programm wurde 2006 begonnen. Der auf Menschenrechten basierende Ansatz garantiert bis zu 50 Millionen Familien von unterbeschäftigten Landarbeitern ein Grundeinkommen. Erreicht wird dies durch mindestens 100 Tage bezahlter Arbeit pro Jahr. Fast die Hälfte der Leistungsempfänger sind Frauen.
Ein Kernziel des Programms und des zugrundeliegenden Gesetzes ist es, dazu beizutragen, dass natürliche Ressourcen in ihrer Bedeutung für das Ökosystem und die Landwirtschaft nachhaltig genutzt und erhalten bleiben. So werden langfristig die Lebensgrundlagen der ländlichen Bevölkerung gegen die Folgen des Klimawandels abgesichert.
Die Arbeiten von MGNREGA werden jedoch häufig nicht ausreichend technisch geplant und durchgeführt. So mangelt es ihnen oftmals an Dauerhaftigkeit. Wasserrückhaltebecken verlieren beispielsweise ihre Speicherkapazität durch natürliche Ablagerungen (Sedimentation) oft in nur einer Regenzeit. Aufforstungsmaßnahmen schlagen wegen mangelnder Wasserversorgung für die Bäume fehl und junge Vegetation wird von grasenden Tieren zerstört. Häufig werden die Anlagen nicht instand gehalten, da die Besitzverhältnisse unklar sind und Anreize fehlen.
Ziel
Dorfräte (Gram Panchayats) implementieren MGNREGA-Maßnahmen in guter Qualität und mit nachhaltiger Wirkung.
Vorgehensweise
Die GIZ unterstützt das indische Ministerium für ländliche Entwicklung und die Regierungen der Bundesstaaten Andhra Pradesh, Chhattisgarh und Rajasthan dabei, das enorme Potenzial der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zum Nutzen für die Umwelt und zur Absicherung gegen Folgen des Klimawandels freizusetzen sowie die technische Qualität der Arbeiten und ihre Instandhaltung zu verbessern. Das Vorhaben zielt auf die drei Dimensionen der natürlichen Ressourcen: Wasser, Boden und Vegetation. Damit unterstützt es die indische Regierung dabei, Umweltaspekte in Planung und Auswahl der Arbeiten zu integrieren, sie umzusetzen und instand zu halten. Außerdem soll das MGNREGA-Managementinformationssystem verbessert werden. Die Maßnahmen beteiligen die lokalen Verwaltungen, die Regierungen der beteiligten Bundesstaaten und die Zentralregierung sowie andere staatliche Institutionen und zivilgesellschaftliche Organisationen.
Die GIZ, gemeinsam mit ihren Partnern;
- fördert den Wissensstand und die Sensibilisierung über mögliche Umweltauswirkungen von MGNREGA,
- entwickelt das technische Design und die Richtlinien weiter,
- verbessert die Organisation der Instandhaltung von MGNREGA-Arbeiten,
- integriert die Überwachung von Umwelt- und Genderaspekten in das Managementinformationssystem des Programms,
- schult die Hauptakteure.
Das Programm testet Neuerungen für verbesserte technische Entwürfe, Richtlinien und Auswahlkriterien in ländlichen Gebieten der beteiligten Bundesstaaten.
Wirkungen
Die Arbeiten bewirken, dass Grundwasserspiegel langsam ansteigen und Landbau ermöglichen. Landschaftsgestaltende Maßnahmen und neue Vegetationsflächen verringern die Bodenerosion. Die Bodenfruchtbarkeit erhöht sich indem organische Materie eingebracht wird. Das ermöglicht es den Menschen, in ihren Ursprungsregionen zu bleiben und nicht in die Megastädte abwandern zu müssen.
Die GIZ schloss die Bestandsaufnahme der Ausgangssituation im September 2014 in allen drei Bundesstaaten ab. Sie unterstützt ihre Partner bei weiterführenden Arbeiten in folgenden Bereichen:
-Schulung von Dorfbewohnern, Mitarbeitern nichtstaatlicher Organisationen und Beamten im Schutz natürlicher Ressourcen
- Kategorisierung, Planung und Umsetzung von durch MGNREGA geförderten Maßnahmen und ihre Wirkungen auf natürliche Ressourcen
- Erstellung von aussagekräftigem Kartenmaterial in den Pilotregionen
- Förderung der Informationsvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit zu MGNREGA und dessen Umweltwirkungen
Projektbeschreibung (EN)
Context
The Mahatma Gandhi National Rural Employment Guarantee Act (MGNREGA), as the legal basis for a large-scale employment programme for the rural population, is a key element of India's social policy. The programme began in 2006. With a human rights-based approach, it guarantees a secure livelihood for up to 50 million families of underemployed agricultural workers by providing them with a basic income. The beneficiaries of the act are guaranteed at least 100 days of paid work per year. Almost half of those supported in this way are women.
A key goal of the programme is to protect natural resources. It is important that these resources are used in a sustainable manner because of their relevance for ecosystems and agriculture. In the long term this will secure livelihoods for rural people, protecting them against the severe consequences of climate change.
Works currently performed under the MGNREGA often suffer from inadequate technical planning and implementation, with measures often proving unsustainable. For instance, reservoirs have been built which lose their water storage capacity due to natural sedimentation, often after just one rainy season. Afforestation measures fail due to insufficient water supply, and grazing animals destroy young vegetation. In many cases, new facilities are not maintained because their ownership is unclear or there is a lack of incentives.
Objective
Village councils (Gram Panchayats) implement MGNREGA measures in good quality and with a lasting impact.
Approach
GIZ is supporting the Indian Ministry of Rural Development and the three state governments of Andhra Pradesh, Chhattisgarh and Rajasthan in exploiting the enormous potential of their job creation schemes in terms of environmental benefits and protection from the consequences of climate change. It is also looking for ways of improving the technical standard of the works completed, and ensuring they are well maintained.
The project addresses measures related to the three main categories of natural resources: water, soil and vegetation. In so doing, it promotes the inclusion by the Government of India of environmental issues in the selection, planning, implementation and maintenance of works performed under the job creation schemes. At the same time, the project is also contributing to improvements in the MGNREGA management information system. The measures involve the local administrations, the governments of the participating states, the central government and other public institutions and civil society bodies.
Together with its partners, GIZ is:
- promoting knowledge and awareness of the possible environmental impacts of MGNREGA
- developing technical designs and guidelines
- improving the maintenance of MGNREGA works
- integrating the monitoring of environmental and gender aspects in the programme’s management
- information system
- building the capacities of the main actors
- testing new concepts for improved technical designs, guidelines and selection criteria.
Results
The works completed to date have led to a gradual rise in the water tables, thereby enabling people to practise farming. Landscaping measures and new areas of vegetation have contributed to a reduction in soil erosion, while soil fertility has increased thanks to the addition of organic matter. This means that rural people can now stay in their home regions without the need to migrate to the cities.
GIZ completed baseline studies in all three states in September 2014. It is now supporting its partners by providing support in the following areas:
- Provision of training to villagers, employees of NGOs and government officials, in protecting natural resources
- Categorising, planning and implementation of the MGNREGA-funded works and their effects on natural resources
- Development of natural resource maps in the pilot areas
- Support for educational and communication activities related to MGNREGA and its environmental benefits