Offener Regionalfonds Energieeffizienz
Projektdetails
- Projektnummer:2012.2483.1
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Westbalkan/Östliche Partnerschaft n.a., Albanien, Bosnien und Herzegovina, Kroatien, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, Kosovo
Zusammenfassung
- Ziele:
Regionale Netzwerke energierelevanter Institutionen sind in Südosteuropa als Innovationsmotor etabliert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Sekretariat des Regionalen Kooperationsrats
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:7 079 130 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 1 579 130Euro
Vorgänger-Projekt
2008.2016.7
Offener Regionalfonds Energieeffizienz
Nachfolger-Projekt
2017.2026.7
Offener Regionalfonds für Südosteuropa - Energieeffizienz (ORF-EE)
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 16.06.2008 - 30.09.2025 - Aktuelles Projekt:18.09.2012 - 31.12.2018
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
23110 Energiepolitik und -verwaltung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Energie wird in den Ländern Südosteuropas (SOE) in großem Maße verschwendet. Dies beeinträchtigt die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, die soziale Stabilität und die Umwelt. Die Länder Südosteuropas erkennen aber mehr und mehr die Bedeutung des Themas Energieeffizienz für ihre Zukunftsfähigkeit. Mit dem angestrebten Beitritt zur Europäischen Union haben sich die Staaten zudem die Ziele der europäischen Energie- und Klimaschutzpolitik zu eigen gemacht. Sie übernehmen schrittweise den EU-Gesetzesbestand in diesem Bereich.
Ziel
Die vom Offenen Regionalfonds Energieeffizienz (ORF-EE) unterstützten regionalen Netzwerke tauschen sich eigenständig zu Erfahrungen bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen aus und bearbeiten Themen von gemeinsamem Interesse. Damit tragen sie zu einer effektiveren Umsetzung von Energieeffizienzpolitiken in ihren jeweiligen Ländern bei.
Vorgehensweise
Der ORF-EE fördert die regionale Kooperation von Akteuren, die Reformprozesse im Themenbereich „Nachhaltige Energie" voranbringen können. Dazu unterstützt der ORF-EE diese Institutionen dabei, Netzwerke zu bilden sowie Dialogveranstaltungen und Trainingsmaßnahmen durchzuführen und bietet Fachberatung und finanzielle Zuschüsse.
Um das Thema Energieeffizienz von der Politikgestaltung über die Umsetzung der Politik bis hin zur Prüfung ihrer Wirksamkeit in den Ländern zu verankern, führt der ORF-EE Projekte in unterschiedlichen Themenfeldern durch.
Zur Verbesserung der Energieeffizienz auf kommunaler Ebene arbeitet der ORF-EE – zusammen mit dem ORF Kommunale Dienste – mit den Gemeindeverbänden aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien (ejR), Montenegro und Serbien zusammen. Außerdem unterstützt das ORF-EE das Netzwerk energieeffizienter Hauptstädte in Südosteuropa, mit den Städten Podgorica, Sarajewo, Skopje, Tirana und Zagreb.
Bei der Gestaltung und dem Monitoring von nationalen Energieeffizienzpolitiken arbeitet das Projekt mit den in einer Energiegemeinschaft zusammengeschlossenen Energieministerien aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien (ejR), Montenegro und Serbien zusammen.
Auch die Zivilgesellschaft steht im Fokus des Projektes. Das unter der Schirmherrschaft des Europarats stehende Netzwerk der Schulen für Politische Studien in Südosteuropa ist hier der Kooperationspartner.
Wirkungen
Mit Unterstützung des ORF-EE wurde das Netzwerk der energieeffizienten Hauptstädte Südosteuropas, mit Zagreb, Sarajewo, Podgorica, Skopje und Tirana, etabliert. Die deutsche Modellstadt Freiburg im Breisgau unterstützt das Netzwerk. Alle Partnerstädte sind der EU-Initiative „Konvent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister" beigetreten und haben sich verpflichtet, bis 2020 ihre CO2-Emissionen um mindestens 20 Prozent zu reduzieren. Sie haben Energiemanagementstrukturen aufgebaut und Aktionspläne für nachhaltige Energie erarbeitet, die sich in Umsetzung befinden.
Das Netzwerk der Schulen für Politische Studien in Südosteuropa trägt mit der Initiative des „Öffentlich-politischen Dialogs" zu nachhaltiger Energie dazu bei, den politischen Willensbildungsprozess für Reformprozesse im Energiesektor zu unterstützen: Beispielsweise haben mit Unterstützung des ORF-EE in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien (ejR), Montenegro und Serbien erstmals öffentliche Anhörungen der für Energieeffizienz zuständigen parlamentarischen Ausschüsse stattgefunden – die politische und die öffentliche Diskussion gewinnt an Substanz.
Der ORF-EE berät auch die nationalen Ministerien der SOE-Region, die in der Energieeffizienz-Koordinierungsgruppe der Energiegemeinschaft vertreten sind. Das regionale Projekt unterstützt das Gremium dabei, ein IT-System zum Monitoring von Energieeffizienz-Aktionsplänen aufzubauen. Dafür wurde eine Systematik erarbeitet, mit der die Staaten die Wirksamkeit einzelner Politikmaßnahmen besser erfassen und beurteilen können. Kroatien hat diese Monitoringplattform als verbindliches Instrument in nationalen Verordnungen festgelegt.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Although energy is a highly valued commodity worldwide, it is often wasted in the countries of South-East Europe. This impairs the ability of these countries to compete economically and also has a negative impact on social stability and the environment. However, they are increasingly recognising the importance of energy efficiency to their national sustainability. With the aim of acceding to the European Union, the countries of South-East Europe have also embraced the goals of European energy and climate change mitigation policies. They are gradually adopting the acquis communautaire in this field.
Objective
The regional networks supported by the Open Regional Fund – Energy Efficiency (ORF-EE) independently share their experiences of implementing energy efficiency measures and address issues of common interest. In so doing, they contribute towards the more effective implementation of energy efficiency policies in their respective countries.
Approach
ORF-EE supports regional cooperation among stakeholders who are capable of driving forward processes of reform in the area of sustainable energy. To this end, ORF-EE helps these institutions to build networks, stage dialogue events and conduct training measures, and also offers specialist advisory services and financial grants.
In order to mainstream the concept of energy efficiency in these countries – from policy-making and implementation through to assessing the effectiveness of policies – ORF-EE supports projects in a range of different topic areas.
In conjunction with the Open Regional Fund – Municipal Services, ORF-EE works with local associations from Bosnia and Herzegovina, Kosovo, Montenegro, FYR Macedonia and Serbia to improve energy efficiency at municipal level. It also supports the Network of Energy Efficient Capital Cities in South-East Europe, which comprises the cities of Podgorica, Sarajevo, Skopje, Tirana and Zagreb.
To promote both policy-making and the monitoring of national energy efficiency policies, ORF-EE collaborates with national energy ministries from Albania, Bosnia and Herzegovina, Kosovo, Montenegro, FYR Macedonia and Serbia, which have joined forces to create the Energy Community.
The project also focuses on civil society. The cooperation partner here is the Network of Schools for Political Studies in South-East Europe, which operates under the auspices of the Council of Europe.
Results
The Network of Energy Efficient Capital Cities in South-East Europe, comprising Zagreb, Sarajevo, Podgorica, Skopje and Tirana, was established with support from ORF-EE. Further support comes from the German city of Freiburg im Breisgau, which serves as a role model. All of the partner cities have signed up to the European Covenant of Mayors initiative and are committed to cutting their CO2 emissions by a minimum of 20 per cent by 2020. They have put in place energy management structures and drawn up sustainable energy action plans which are currently being implemented.
With a public political dialogue on the sustainable use of energy, the Network of Schools for Political Studies in South-East Europe is helping to strengthen the political will for reform processes in the energy sector. For example, the first public consultations of the parliamentary committees responsible for energy efficiency have been held with the support of ORF-EE in Kosovo, FYR Macedonia, Montenegro and Serbia. Both political and public debates are gaining strength.
ORF-EE advises the national ministries in the region that are represented in the Energy Community’s Energy Efficiency Coordination Group. It supports this body in developing an IT system for monitoring energy efficiency action plans. A monitoring system was devised for this purpose which the countries can use to better record and assess the effectiveness of individual policy measures.