ORF Außenwirtschaftsberatung SOE
Projektdetails
- Projektnummer:2012.2466.6
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Westbalkan/Östliche Partnerschaft n.a., Albanien, Bosnien und Herzegovina, Bulgarien, Kroatien, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, Kosovo
Zusammenfassung
- Ziele:
Regionale Kooperation wird in den Ländern Südosteuropas von wirtschafts- und handelsrelevanten Institutionen als Instrument zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Wettbewerbsfähigkeit und freien Handel erfolgreich genutzt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Sekretariat des Regionalen Kooperationsrats
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 022 427 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2006.2077.3
Offener Regionalfonds Außenwirtschaftsberatung SOE
Nachfolger-Projekt
2016.2171.3
Offener Regionalfonds SOE - Außenwirtschaftsberatung
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 23.10.2006 - 30.04.2025 - Aktuelles Projekt:29.01.2013 - 27.12.2017
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
nicht verfügbar
CRS-Schlüssel
33120 Handelserleichterung
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Länder Südosteuropas konnten in den vergangenen zwei Jahrzehnten große Fortschritte bei der wirtschaftlichen und politischen Transformation, der Integration in die Weltwirtschaft und der EU-Annäherung erzielen. Trotz der unbestreitbaren Fortschritte steht die Region jedoch weiterhin vor großen Herausforderungen. Wirtschaftlich bleibt sie weit hinter den Ländern Kern-Europas zurück. Regionale Zusammenarbeit bietet erhebliches Potenzial, die wirtschaftlichen Herausforderungen zu überwinden. Der Abschluss des Zentraleuropäischen Freihandelsabkommens CEFTA 2006 war ein wichtiger Schritt Richtung regionaler wirtschaftlicher Zusammenarbeit und EU-Annäherung. Diesen Weg gilt es weiterzugehen. Allerdings behindert, trotz merklicher Fortschritte in der Umsetzung der Freihandelszone, weiterhin eine Vielzahl von Barrieren den Handel in der Region und mit der EU und wirkt sich negativ auf Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung aus. Bestehende Handelsbarrieren weiter abzubauen und den Handel zu erleichten, bleibt damit eine Herausforderung für die regionale Zusammenarbeit. Insgesamt wird das Potenzial regionaler Zusammenarbeit zur Verbesserung von Rahmenbedingungen für Handel und Wettbewerbsfähigkeit in der Region noch nicht ausreichend genutzt.
Ziel
Regionale Kooperation wird in den Ländern Südosteuropas von wirtschafts- und handelsrelevanten Institutionen als Instrument zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Wettbewerbsfähigkeit und freien Handel erfolgreich genutzt.
Vorgehensweise
Der Offene Regionalfonds (ORF) Außenwirtschaftsberatung unterstützt regionale Kooperationsprojekte, die darauf abzielen, die Voraussetzungen für freien Handel und Wettbewerbsfähigkeit in der Region zu verbessern. Die geförderten Projekte umfassen jeweils Partner aus mindestens drei Ländern der Region, mit denen die Projekte gemeinsam geplant und umgesetzt werden. Die Projekte vernetzen die beteiligten Partner und bauen bei den beteiligten Institutionen und Individuen die erforderlichen Fähigkeiten und Kompetenzen auf, um gemeinsam den Abbau von Handelsbarrieren voranzutreiben und den Handel in der Region sowie mit der EU zu erleichtern. Erfolgreiche Ansätze aus Südosteuropa und der EU werden über die regionale Zusammenarbeit verbreitet, um Verbesserungen auf Länderebene zu erreichen. Zu den Partnern zählen an erster Stelle die für Handel und das Freihandelsabkommen zuständigen staatlichen Stellen, Organisationen der Privatwirtschaft sowie regionale Netzwerke staatlicher wie privater Institutionen.
Wirkungen
Durch die Arbeit des ORFs werden Wirtschaftsministerien und Behörden in die Lage versetzt, Handelsbarrieren besser zu priorisieren und abzubauen. Beispielsweise wurde gemeinsam mit den Wirtschaftsministerien der Länder ein Meldesystem etabliert, über das die Länder Handelsbarrieren melden und nachverfolgen können. Dies steigert die Transparenz und schafft Druck auf Seiten der Regierungen, die Barrieren zu beseitigen. Verbesserte Dienstleistungen für handelnde Unternehmen sind ein weiteres Resultat der Arbeit des ORFs. So bietet das mit ORF-Unterstützung aufgebaute CEFTA-Handelsportal mit ein paar Klicks Unternehmen Zugang zu allen für die Warenein- und -ausfuhr relevanten Informationen – dies spart den Unternehmen Zeit und Kosten. Nicht zuletzt wird regionale Kooperation als erfolgreiches Instrument zur Verfolgung gemeinsamer Interessen etabliert. So kooperieren beispielsweise IT-Verbände der Region und vermarkten gemeinsam ihre Produkte auf europäischen Zielmärkten. Die genannten Beispiele veranschaulichen, wie durch die Arbeit des ORFs einerseits Voraussetzungen für Handel und Wettbewerbsfähigkeit verbessert und andererseits Fortschritte im Hinblick auf die EU-Annäherung erzielt wurden.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The countries of South-East Europe have made great strides over the past 20 years, not only in terms of their economic and political transformation, but also as regards their integration into the global economy and harmonisation with the European Union (EU). However, despite this indisputable progress, the region continues to face major challenges. Economically, it lags far behind the countries of ‘core Europe’. Regional cooperation offers considerable potential for overcoming the economic challenges. The signing of the Central European Free Trade Agreement (CEFTA) in 2006 marked a significant step towards regional economic cooperation and harmonisation with the EU. The region now needs to continue along this path. Although tangible progress has been made in implementing the free trade zone, there remain a great number of barriers to trade in the region and with the EU, which in turn are detrimental to competitiveness, growth and employment. Regional cooperation therefore needs to focus on further dismantling existing trade barriers and facilitating trade. Overall, the potential of regional cooperation to improve the conditions for trade and competition within the region has not yet been fully exploited.
Objective
Regional cooperation is being used successfully by the relevant business and trade institutions in the countries of South-East Europe as an instrument to improve the conditions for competitiveness and free trade.
Approach
The Open Regional Fund (ORF) for Foreign Trade Promotion promotes regional cooperation projects aimed at improving the conditions for free trade and competitiveness in the region. Each of the supported projects involves partners from at least three countries in the region. The ORF then works with these partners to plan and implement the projects. In addition to networking the partners involved, the projects build the capacities and skills of the participating institutions and individuals to enable them to press ahead together with dismantling trade barriers and facilitating trade within the region as well as with the EU. Cooperation at regional level enables the dissemination of successful approaches from South-East Europe and the EU, which leads to improvements at country level. The partners are mainly state authorities responsible for trade and the free trade agreement, private sector organisations and regional networks of public and private sector institutions.
Results
Thanks to the work of the ORF, ministries of economic affairs and authorities are now in a position to better prioritise and dismantle barriers to trade. For example, in cooperation with the national ministries of economic affairs, the project has established a reporting system which allows the countries to report and monitor barriers to trade. This increases transparency and puts pressure on governments to remove the barriers. The ORF has also helped to improve services for trading companies. With just a few clicks of the mouse on the CEFTA Trade Portal, which was set up with the support of the ORF, businesses can access all information relevant to the import and export of goods, saving them both time and money. In addition, regional cooperation is being established as a successful tool with which to pursue common interests. Regional IT associations, for instance, are now cooperating with one another and marketing their products jointly on target markets in Europe. These examples illustrate how the work of the ORF has improved the conditions for trade and competition on the one hand, while contributing to the countries’ harmonisation with the EU on the other.