Good Governance in Urban Areas

Good Governance in Urban Areas

Project details

  • Project number:2012.2269.4
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 2B00 Asien II
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: Bangladesh

Summary

  • Objectives:

    The urban population has access to a demand-oriented and effective range of public services based on transparent municipal decision-making machanisms.

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ministry of Local Government, Rural Development and Cooperatives

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:5 477 371 Euro

Cofinancing

  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), bis 31.12.2011: 2 477 371Euro

 

Previous project

  • not available

Follow-on project

  • not available

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    11.06.2012 - 14.08.2016
  • Actual project implementation phase:11.06.2012 - 14.08.2016

other participants

  • not available

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Gender Equality

    Significant (secondary) policy objective

CRS code

    43030 Urban development and management

Evaluation

not available

 

Project description (DE)

Ausgangssituation
Überall auf der Welt ziehen Menschen auf die Suche nach besseren Lebensbedingungen in die Städte. Bangladesch ist hier keine Ausnahme. Die Städte des Landes wachsen jedes Jahr um 3,3 Prozent und gehören damit zu den am schnellsten wachsenden Ballungsräumen der Welt. Prognosen der Weltbank zufolge werden 2030 etwa 100 Millionen Menschen, die Hälfte der Gesamtbevölkerung, in den urbanen Zentren Landes leben. Die meisten Zuwanderer werden das Heer der städtischen Armen noch vergrößern.
Die Städte Bangladeschs entwickeln sich immer mehr zum wichtigsten Motor für die Wirtschaft des Landes. So werden inzwischen beinahe 40 Prozent des Bruttoinlandprodukts in den großen Ballungsräumen erwirtschaftet. Obwohl die Armutsquote landesweit zurückgeht, sind Armut und die extrem schlechten Lebensbedingungen in den städtischen Elendsvierteln enorme entwicklungspolitische Herausforderungen für die Lokalregierungen aller Städte des Landes. Der fehlende Zugang zu grundlegenden kommunalen Dienstleistungen, beispielsweise sauberes Trinkwasser oder eine effektive Abwasser- und Abfallentsorgung, birgt für einen großen Teil der Bevölkerung erhebliche Gesundheitsrisiken. Die größer werdende sozioökonomische Kluft zwischen Reichen und Armen, die insbesondere in den Städten deutlich zu Tage tritt, erhöht die Gefahr von sozialen und politischen Unruhen. Zur Förderung eines ausgewogenen Wachstums der Städte in Bangladesch und zur Minderung des Drucks, der auf den Ressourcen und der Infrastruktur der großen Zentren lastet, muss die Entwicklung der weniger bedeutenden Städte unbedingt verstärkt gefördert werden, damit diese lebenswerter werden.
Ziel
Durch transparente Entscheidungsmechanismen auf kommunaler Ebene erhält die Stadtbevölkerung Zugang zu leistungsfähigen und bedarfsgerechten öffentlichen Dienstleistungen.
Vorgehensweise
Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) leistet die GIZ der Regierung Bangladeschs bei zwei Projekten technische Unterstützung:
Zweites Projekt zur Verbesserung städtischer Regierungsführung und Infrastruktur (UGIIP 2). Das Projekt wird gemeinsam von der Regierung Bangladeschs und den Kommunen, Pourashavas genannt, sowie von der Asiatischen Entwicklungsbank und der KfW Entwicklungsbank finanziert. Das Programm wird von der Technischen Abteilung für Lokalregierungen des Ministeriums für Lokalregierungen, ländliche Entwicklung und Kooperativen (MLGRD) durchgeführt. Im Rahmen des Projekts sollen 47 Kommunen Mittel zur Entwicklung der Infrastruktur erhalten, sofern sie bestimmte Kriterien erfüllen, die eine Verbesserung der Regierungsführung belegen. Zu diesen Kriterien gehören die verstärkte Integration von Frauen und armen Bevölkerungsgruppen, die Erfüllung bestimmter Standards im Hinblick auf finanzbezogene Rechenschaftspflichten sowie die Fertigstellung der Pourashava-Entwicklungspläne, die die Grundlage für eine partizipatorische Stadtplanung bilden.
Projekt zur Verbesserung städtischer Regierungsführung (EUG). Das Projekt wird vom Referat für Lokalregierungen des MLGRD umgesetzt und baut auf UGIIP 2 auf. Mit dem Projekt soll eine bessere Regierungsführung realisiert und gleichzeitig den Städten geholfen werden, ihre eigenen Entwicklungsziele zu erreichen, damit sie bei städtischer Regierungsführung und in der Leistungserbringung Fortschritte machen. Außerdem fördert das Projekt Peer-to-Peer-Lerninitiativen sowie den Austausch über Erfolgsmethoden, der zwischen den 16 Städten der Bezirke Rajshahi und Chapai Nawabganj stattfinden soll. Die technische Unterstützung, die die GIZ für das EUG-Projekt leistet, wird von der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) kofinanziert.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Die kommunalen Behörden arbeiten transparenter und kommen ihrer Rechenschaftspflicht umfassender nach, indem sie die Öffentlichkeit verstärkt in Entscheidungsprozesse einbinden und die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen verbessern. In vielen Fällen ging dies mit einem Anstieg der kommunalen Einnahmen einher. So stiegen die Grundsteuereinnahmen in der Stadt Sreepur zwischen 2010 und 2011 von 40 Prozent auf 60 Prozent des gesamten Einnahmenpotenzials.
In der Stadt Jamalpur wurde im Rahmen eines Pilotprojekts erstmals erfolgreich eine neue Strategie zur Armutsminderung umgesetzt, bei der wesentlich mehr als fünf Prozent des kommunalen Budgets (Mindestanteil) für die Armutsbekämpfung aufgewendet werden. Diese Strategie umfasst auch Maßnahmen, die über die herkömmliche Infrastrukturentwicklung hinausgehen. Außerdem hat Jamalpur die Qualität der städtischen Dienstleistungen verbessert und die kommunalen Einnahmen gesteigert. Dies gelang durch die Einführung einer Website sowie eines Service-Centers als zentrale Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger. In einer Umfrage zeigten sich 84 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sehr zufrieden mit den Leistungen des Service-Centers.
 

 

Project description (EN)

Context
Around the world people are migrating to cities in search of better lives, and Bangladesh is no exception. Bangladesh’s cities are growing by 3.3% a year – one of the fastest urban growth rates in the world. According to World Bank projections, by 2030 approximately 100 million people (50% of the total population) will be living in Bangladesh’s urban areas. Most of the migrants will join the ranks of the urban poor.
Cities are now the driving force for the economy of Bangladesh, with urban agglomerations accounting for nearly 40% of the country’s GDP. But although national poverty rates are falling, urban poverty and the appalling living conditions in urban slums present the local governments of all Bangladesh’s cities with an enormous development challenge. The lack of access to essential municipal services, such as a clean water supply, sanitation and waste collection leaves a large proportion of the population exposed to serious environmental health hazards. The widening socioeconomic gap between rich and poor, which is particularly evident in cities, greatly increases the potential for social and political unrest. In order to promote balanced urban growth in Bangladesh and to ease the pressure on resources and infrastructure in the major cities, it is essential to promote the stronger development of the secondary cities, and to make them better places to live.
Objective
Transparent decision-making mechanisms at the municipal level ensure that urban populations gain the effective public services they need.
Approach
On behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), GIZ is providing technical support for two projects of the Bangladesh Government – the Second Urban Governance and Infrastructure Improvement (Sector) Project (UGIIP 2) and the Enhancing Urban Governance (EUG) project.
UGIIP2 is funded collectively by the Government of Bangladesh and the municipalities (known as pourashavas), as well as the Asian Development Bank and Germany’s KfW Development Bank. It is being implemented by the Local Government Engineering Department of the Ministry of Local Governments and Rural Development & Cooperatives. Under the project, some 47 municipalities are expected to meet specific criteria of improved governance as a condition for accessing infrastructure development funds. These criteria include the integration of women and poor people, the achievement of financial accountability standards, and the completion of ‘pourashava development plans’ that underpin participatory urban planning.
The EUG project is being implemented by the Local Government Division of the same ministry, and it builds on UGIIP 2. It aims to achieve enhanced governance performance while at the same time helping the municipalities to meet their own capacity development objectives in the context of urban governance and service delivery. It also encourages horizontal learning initiatives and exchanges of good practices among 16 municipalities in Rajshahi and Chapai Nawabganj districts. The technical cooperation provided by GIZ for the EUG project is co-financed by the Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC).
Results achieved so far
Municipal authorities have significantly improved their transparency and accountability by introducing public participation and raising the efficiency of their service delivery. In many cases, this has gone hand-in-hand with increases in municipal revenue. For example, between 2010 and 2011, property tax revenues in Sreepur rose from about 40% to 60% of the total potential income.
Meanwhile, Jamalpur municipality has successfully piloted a new approach to poverty reduction in which the budgetary allocation for poverty reduction measures far exceeds the five per cent minimum. This includes activities outside conventional infrastructure development. Jamalpur has also significantly improved its service delivery and revenues by introducing a website and a one-stop service centre as an entry point for citizens. According to a customer survey, some 84% of citizens consider themselves highly satisfied with the services they have received from the service centre.