Reform der beruflichen Bildung
Projektdetails
- Projektnummer:2012.2226.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Serbien
Zusammenfassung
- Ziele:
Voraussetzungen für eine bedarfsorientierte kooperative Ausbildung in gewerblich-technischen Berufen sind geschaffen.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologische Entwicklung (MoESTD)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:2 439 308 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2008.2153.8
Reform der beruflichen Bildung
Nachfolger-Projekt
2015.2108.7
Reform der Beruflichen Bildung in Serbien
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 03.12.2002 - 31.12.2026 - Aktuelles Projekt:15.03.2013 - 31.03.2016
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
11330 Berufliche Bildung
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Umbruchprozesse und die Weltwirtschaftskrise haben in Serbien zu einer hohen Arbeitslosenquote geführt. Sie liegt zurzeit bei etwa 25 Prozent. Besonders betroffen sind junge Menschen: Etwa 51 Prozent aller Jugendlichen sind ohne Beschäftigung oder Ausbildung. Trotz dieser Situation bleiben freie gewerblich-technische Stellen unbesetzt, da die Arbeitgeber keine qualifizierten Fachkräfte finden können.
Die derzeitigen dreijährigen gewerblich-technischen Ausbildungsgänge sind theorielastig und entsprechen nicht dem Bedarf der Wirtschaft an qualifizierten Facharbeitern. Obwohl die Unternehmen mangelnde praktische Kenntnissen bei den Schulabsolventen kritisieren, bieten sie kaum Ausbildungsmöglichkeiten.
Die schlechte berufliche Perspektive hat die dreijährigen Ausbildungsgänge für Jugendliche und ihre Eltern relativ unattraktiv gemacht. Es bedarf einer bedarfsorientierten Bildungsreform, in die alle ausbildungsrelevanten Akteure einbezogen sind, allen voran die Unternehmen, deren Leistungsfähigkeit ausgebaut werden muss.
Ziel
Die Voraussetzungen für eine kooperative gewerblich-technische Ausbildung mit dem Fokus auf die Bedürfnisse des Marktes sind geschaffen.
Vorgehensweise
Im Zentrum des Projekts zur Berufsbildungsreform steht die Einführung eines kooperativen Ausbildungsmodells. Dabei werden Elemente dualer Ausbildung angewendet. Insbesondere der Anteil des Trainings in den Unternehmen wird ausgebaut und verbessert. Die Beschäftigungsaussichten für Schulabsolventen sollen so verbessert und ein direkter Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften für Arbeitgeber erreicht werden.
Im Rahmen der Gestaltung und Umsetzung des neuen Ausbildungsmodells initiiert und moderiert das Projekt Dialoge zwischen den maßgeblichen Akteuren. Die Führung übernimmt dabei der Projektpartner, das serbische Ministerium für Bildung, Wissenschaft und technologische Entwicklung. Wer welche Rolle und Verantwortung übernimmt, wird gemeinsam festgelegt, auch die Kooperationsabkommen werden gemeinsam gestaltet.
Für drei ausgewählte gewerblich-technische Ausbildungsgänge werden die Curricula aktualisiert, um den Anteil der Praktika in Ausbildungsbetrieben zu erhöhen. Um die modernisierten Unterrichts- und Lerninhalte umsetzen zu können, werden Lehrer und Schulleiter ebenso wie die Ausbilder in den Ausbildungsbetrieben umfassend fortgebildet.
Berufsorientierungsprogramme, Marketingmaßnahmen und Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft sollen das neue Modell der kooperativen gewerblich-technischen Ausbildung bekannt machen und das Interesse der Jugendlichen und ihrer Eltern wecken. Bei Unternehmen wird für die Beteiligung am kooperativen Ausbildungssystem geworben.
Wirkung
• Ausbildungsgänge mit hohem Beschäftigungspotenzial wurden ermittelt. Dabei wurden Ausbildungsprofile zusammengelegt und modernisiert. Ab September 2014 werden Schlosser, Elektriker und Industriemechaniker in reformierten Ausbildungsgängen ausgebildet.
• Für die Umsetzung neuer Ausbildungsgänge wurden 8 berufliche Schulen ausgewählt.
• Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (EPW) wurden aufgebaut. Mit Bosch, Siemens und zwei lokalen Firmen besteht eine enge Zusammenarbeit im Sinne einer marktgerechten dual aufgebauten Berufsausbildung.
• Eine nationale Konferenz über die Entwicklungsmöglichkeiten beruflicher Bildung wurde initiiert. Aufgrund ihres Erfolges findet die Konferenz nun regelmäßig alle 2 Jahre statt. Ziel ist es, den gesellschaftlichen Stellenwert beruflicher Bildung weiter zu verbessern.
• Umfangreiche Marketingmaßnahmen zur Förderung der beruflichen Bildung wurden durchgeführt. Vor allem angehende Lehrlinge, deren Eltern sowie auszubildende Betriebe wurden angesprochen. Mittler sind Schulen, Jugendbüros und Kammern.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Political upheaval and the global economic crisis have led to high unemployment in Serbia. The unemployment rate currently stands at around 25 per cent, with young people being disproportionately affected. Around 51 per cent of all young people have no job or training prospects. Despite this situation, many technical positions remain unfilled because employers cannot find qualified staff.
The three-year technical vocational training programmes currently on offer are theoretical and do not meet industrial demand for qualified skilled labour. While companies criticise the insufficient practical knowledge of school leavers, they offer very few training opportunities themselves.
As a result of poor job prospects, these three-year training programmes are relatively unappealing to young people and their parents. Training needs to be reformed to reflect actual requirements, with the involvement of all stakeholders in the training process, but first and foremost the companies, which require assistance in building their own training capacities.
Objective
The prerequisites for cooperative technical vocational training focusing on market requirements are met.
Approach
Aimed at reforming vocational education, the project focuses on introducing a cooperative training system that draws on elements of the dual education model. In particular, the proportion of training activities conducted at companies is being increased and improved to enhance the employment prospects of school leavers and give employers direct access to qualified staff.
As part of the development and implementation of the new training model, the project initiates and facilitates dialogue between key actors. The project partner, the Serbian Ministry of Education, Science and Technological Development, oversees the process. Roles and responsibilities are defined jointly and cooperation agreements are also developed jointly.
The content of three selected technical vocational training programmes is being updated to increase the percentage of practical experience at training companies. To implement the updated teaching and learning content, training is being provided for teachers, headmasters and training instructors at companies.
Career guidance programmes, marketing measures and development partnerships with the private sector aim to raise awareness of the new model for cooperative technical vocational training and stimulate interest among young people and their parents. Companies are also being encouraged to participate in the cooperative training system.
Results achieved so far
• Training programmes with high employment potential have been identified and training profiles consolidated and updated. Reformed training programmes for locksmith-welders, electricians and industrial mechanics are being rolled out from September 2014.
• Eight vocational schools have been selected for the implementation of new training programmes.
• Development partnerships have been established with the private sector. The project is working closely with Bosch, Siemens and two local companies to develop a dual vocational training system that meets market requirements.
• A national conference on development opportunities for vocational training was initiated. It proved so successful that the conference now takes place on a regular basis every two years. The aim is to improve the social status of vocational training.
• Extensive marketing measures have been implemented to promote vocational training. These are mainly aimed at prospective apprentices, their parents and the companies that provide training, with schools, youth offices and chambers of industry and commerce acting as intermediaries.