Programme for promotion of renewable energies and effiencency and access to services
Progr. d'Appui au Dév.des Energies renouvab., de l'Efficacité Energétique et au renforc. de l'accès aux services énergét
Project details
- Project number:2012.2223.1
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: Senegal
Summary
- Objectives:
Basic conditions and the capacities for implementation to sustainable supply of modern energy services
- Client:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Project partner:
Ministère de l'Energie et des Mines
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:9 820 455 Euro
Cofinancing
not available
Previous project
not available
Follow-on project
- not available
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 02.09.2013 - 18.01.2018 - Actual project implementation phase:01.10.2013 - 18.01.2018
other participants
- ECO Consult GmbH & Co. KG
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Biodiversity
Significant (secondary) policy objective
- Desertification
Significant (secondary) policy objective
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
- Climate Change: Adaptation
Significant (secondary) policy objective
- Climate Change: Mitigation
Significant (secondary) policy objective
CRS code
23210 Energy generation, renewable sources - multiple technologies
Evaluation
not availableProject description (DE)
Ausgangssituation
Der Senegal ist ein ausgesprochen rohstoffarmes Land. Nennenswerte Vorkommen von Erdgas, Erdöl und anderen fossilen Brennstoffen wurden bisher nicht erfasst. Dementsprechend ist Biomasse, darunter vor allem Brennholz und Holzkohle, der wichtigste Energieträger. Sie hat einen Anteil von rund 58 Prozent an der Primärenergiebereitstellung beziehungsweise von 45 Prozent am Energieverbrauch. Die zweite Säule der Energieversorgung bilden importierte fossile Energieressourcen; über die Hälfte davon stellen Rohöl und Erdölerzeugnisse dar. Durch den in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegenen Rohölpreis besteht im Senegal ein starkes Interesse, die Energiequellen, vor allem in Richtung erneuerbare Energien, zu diversifizieren.
Obwohl erneuerbare Energien ein großes Potenzial besitzen und sich die Energieeffizienz bereits verbessert hat, tragen sie weniger als erwartet und in den nationalen Zielen beschrieben zur Energieversorgung des Senegals bei. Vor allem in ländlichen Regionen hat die Bevölkerung keinen ausreichenden Zugang zu Elektrizität und modernen Energiedienstleistungen, beispielsweise solarbetriebene Kühlschränke oder energiesparende Herde. Im Senegal wurden unzureichende politisch-institutionelle und finanzielle Rahmenbedingungen als zentrale Hemmnisse für eine Neuausrichtung der Energiepolitik identifiziert. Es fehlen Know-how und Ressourcen, um einen dauerhaften Zugang zu Energiedienstleistungen, vor allem auch aus erneuerbaren Quellen, sicherzustellen.
Ziel
Der Zugang der Bevölkerung zu modernen Energiedienstleistungen und zu Energieeffizienzangeboten und deren Nutzung ist durch verbesserte Rahmenbedingungen ermöglicht.
Vorgehensweise
Die GIZ berät die Schlüsselakteure, darunter Direktionen im Energieministerium, die zentralen Energieagenturen sowie die Forstdirektion, die für die Förderung der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz wesentlichen Politiken zielgerechter zu formulieren und umzusetzen. Damit leisten sie einen Beitrag zur Energiewende. Darüber hinaus ist es wichtig, die Sektorbedingungen für Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz unter Beteiligung des Privatsektors zu verbessern.
Um zu einer umweltfreundlichen, sicheren und kostengünstigen Deckung des Energiebedarfs im Senegal beizutragen, arbeitet das Vorhaben auf der nationalen Ebene in der Sektorpolitikberatung und an der Stärkung der Akteure sowie prozessbegleitend auf Meso- und Mikroebene im Erdnussbecken und in der Casamance. Zudem unterstützt die GIZ das Energieministerium dabei, das Gesetz zur Einspeisung von erneuerbarer Energie in das Stromnetz umzusetzen. Dazu gehört beispielsweise auch, Auschreibungsverfahren zu entwickeln und Einspeisetarife für erneuerbare Energien festzulegen.
Die neue Agentur für Energieeffizienz (AEME) wird dabei unterstützt, einen Aktionsplan zu entwickeln, der die Energieeffizienz fördert. Die Agentur wird auch darin beraten, die rechtlichen Regelwerke zur Förderung der Energieeffizienz sowie geeignete Fördermechanismen zu erstellen und umzusetzen.
Auf der Mikroebene wird die Erstellung von beispielhaften Audits unterstützt. Das bedeutet zum Beispiel, in den Dörfern Untersuchungen über die Produktivität der dezentralen Energieanlagen durchzuführen oder in Unternehmen und Organisationen Energieeffizienzuntersuchungen und entsprechende Verbesserungsvorschläge zu realisieren.
Für einen verbesserten Zugang zu Energiedienstleistungen, vor allem im ländlichen Raum, wird die Agentur für ländliche Elektrifizierung (ASER) gestärkt. Zudem werden Modelle ländlicher Elektrifizierung entwickelt, bewertet und verbreitet. Im Bereich der produktiven Nutzung werden Pilotprojekte, so eine auf Solarstrom basierende Eismaschine für eine Frauenkooperative in der Fischerei, durchgeführt.
Für die beschriebenen Maßnahmen setzt die GIZ auch zusätzliche Mittel aus dem Programm „Energising Development" ein, eine gemeinsame Initiative von den Niederlanden, Deutschland, Norwegen, Australien, Großbritannien und der Schweiz.
Die Themen nachhaltige Waldbewirtschaftung und Haushaltsenergie werden auf Wunsch des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bis März 2015 abgeschlossen. Beide Themen bearbeitet die Consulting ECO im Unterauftrag für die GIZ.
Wirkung
Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit im Energiesektor wurden seit 2009 folgende Wirkungen erzielt:
• Das Gesetz über erneuerbare Energien und zwei Durchführungsbestimmungen wurden verabschiedet.
• In der ländlichen Elektrifizierung konnte die von „Energising Development" finanzierte Versorgung von 260 Dörfern und damit rund 130.000 Menschen mit Solarstrom dazu genutzt werden, die notwendigen Prozessschritte für die Etablierung einer ERIL-Konzession (Ländliche Elektrifizierung auf Basis kommunaler Initiativen) bei allen Stakeholdern zu erproben und einzuüben.
• ASER, dezentrale Verwaltungsstrukturen und mehrere Dorfstromkonzessionäre sind inzwischen in der Lage, diesen Ansatz weitgehend selbstständig umzusetzen. ASER hat weitere Mittel für die Ausweitung von ERIL-Konzessionen eingeworben.
• Mehr als 200.000 verbesserte Herde wurden über nachhaltige Marktmechanismen, vor allem im städtischen Raum, verbreitet. Damit wurden im Zusammenwirken mit dem „Energising Development"-Vorhaben dauerhafte Produktionskapazitäten für rund 40.000 Herde pro Jahr aufgebaut, die keine Subventionen benötigen.
• Auf rund 30.000 Hektar wurden partizipative Waldmanagementmethoden eingeführt. Damit haben Einzelpersonen, Forstkomitees in Dörfern, Gemeinden und Forstverwaltung dauerhafte Einnahmen bei gleichzeitigem Schutz der vormals stark degenerierten Wälder. Hierbei wurde in partizipativen Prozessen die Mitwirkung von Frauen und Männern in der Forstwirtschaft festgelegt, sodass eine angemessene Aufteilung der erzielten Wertschöpfung erfolgt.
Project description (EN)
Context
Senegal is a country with very few natural resources. As yet, no significant reserves of natural gas, petroleum or other fossil fuels have been found within its borders. As a result, biomass, mainly firewood and charcoal, is the most important source of energy in the country, making up around 58 per cent of the primary energy supply and 45 per cent of energy consumption. Imported fossil energy resources are the second most significant energy source, with petroleum and crude oil accounting for more than half of these imports. Due to the drastic rise in the price of crude oil over the last few years, Senegal has a vested interest in diversifying its energy sources and making greater use of renewable energy.
Although renewable energies have considerable potential and improvements have been made in energy efficiency, they are contributing less than expected to Senegal's energy supply and falling short of national targets. In rural areas in particular, residents do not have sufficient access to electricity and modern energy services and installations such as solar-powered refrigerators or energy-saving stoves. Weak political, institutional and financial frameworks have been identified as the main obstacle to the realignment of Senegal's energy policy. The country lacks the expertise and resources it needs to ensure sustainable access to energy services, particularly from renewable sources.
Objective
Thanks to improvements made to the relevant frameworks, the population has access to modern energy services and energy efficient products.
Approach
GIZ is advising the key actors, including departments in the Ministry of Energy, the central energy agencies as well as the Forestry Directorate, on how to formulate and implement policies designed to promote renewable energy and energy efficiency and ensure that objectives are met. This will help bring about energy reform in Senegal. A further important aspect of this work is improving the sectoral conditions for investments in renewable energy and energy efficiency with the involvement of the private sector.
With the aim of contributing to an environmentally friendly, reliable and affordable energy supply that meets demand, the programme advises on sectoral policy, works to strengthen stakeholder capacity at national level and provides process support in Senegal's peanut basin and in the Casamance region. GIZ is also supporting the Ministry of Energy in implementing the law regulating the supply of renewable energy to the power grid. This includes developing tendering procedures and defining feed-in tariffs for renewable energies.
Assistance is being provided to the new agency for energy efficiency AEME (Agence pour l'Economie et la Maîtrise de l'Énergie) in developing an action plan that promotes energy efficiency. As part of this process, the agency is being advised on how to formulate and implement legal regulations on the promotion of energy efficiency as well as on corresponding funding mechanisms.
Sample audits are being created at micro-level with the programme's support. Among other things, this involves investigating the productivity of decentralised energy installations in the villages and performing energy efficiency analyses in companies and organisations and making appropriate recommendations.
To extend the reach of energy services, particularly in rural areas, the capacity of the Senegalese Agency for Rural Electrification (Agence sénégalaise d'électrification rurale – ASER) is being strengthened. In addition, rural electrification models are being developed, assessed and distributed. Pilot projects to test productive use are being carried out, including one project in which a solar-powered ice machine has been installed in a women's cooperative in the fishing industry.
To carry out the measures described here, GIZ also draws on funding from the Energising Development programme, a joint initiative of the Netherlands, Germany, Norway, Australia, Great Britain and Switzerland.
At the request of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), activities in the fields of sustainable forestry and household energy will be completed by March 2015. Both fields are being handled by Consulting ECO as sub-contractors.
Results achieved so far
Since 2009, the following results have been achieved as a result of development cooperation in the energy sector:
• The law on renewable energy and two implementing regulations have been passed.
• In the field of rural electrification, a project supplying solar power to 260 villages and thus roughly 130,000 people, funded by Energising Development, was used to test and practice the steps necessary to establish an ERIL concession (rural electrification on the basis of municipal initiatives) together with all stakeholders.
• ASER, decentralised administrative structures and several village power concession holders are now able to put this approach into practice largely independently. ASER has acquired further funding to expand ERIL concessions.
• More than 200,000 improved stoves have been distributed by means of sustainable market mechanisms, mainly in urban areas. In conjunction with the Energising Development project, permanent production capacities have been created for around 40,000 stoves annually that do not require subsidies.
• Participatory forest management methods have been introduced in an area covering around 30,000 hectares. The result is that individuals, village forestry committees, municipalities and the forest administration now have a sustainable income and the forests, which used to be severely degraded, are protected. The involvement of men and women in forest management was defined by means of participatory processes to ensure that the added value created is distributed fairly.