Grund- und Berufsbildung
Promoção da educação básica e técnico-profissional em Moçambique
Projektdetails
- Projektnummer:2012.2186.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Mosambik
Zusammenfassung
- Ziele:
Kinder, Jugendliche und besonders Mädchen und junge Frauen erhalten lebensweltorientierte Grund- und beschäftigungsorientierte Berufsbildung in guter Qualität.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Bildung und Menschliche Entwicklung(MINEDH)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:32 833 950 Euro
Kombifinanzierung
Norwegian Agency for Developement Cooperation (NORAD): 117 457Euro
Vorgänger-Projekt
2009.2092.6
Grund- und Berufsbildung
Nachfolger-Projekt
2018.2031.5
Grund- und Berufsbildung
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 06.10.1998 - 31.10.2025 - Aktuelles Projekt:01.04.2013 - 30.06.2019
Sonstige Beteiligte
- Arge Health Focus-ICON
- Arge Integration - Gopa
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
11220 Grundschulbildung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Für viele Mädchen und Jungen in Mosambik hat sich in den vergangenen Jahren der Zugang zur Grundbildung sehr stark verbessert. Die Eintrittsrate der Sechsjährigen in die Primarstufe ist von knapp 30 Prozent (2000) auf mehr als 80 Prozent (2015) gestiegen. Allerdings ist die Qualität der Bildung immer noch unzureichend und die Zahl der Schulabbrecher weiterhin hoch. Nur 44 Prozent aller Schülerinnen und Schüler beendeten 2014 die 7. Klasse und erreichten damit einen Primarschulabschluss. Mädchen sind besonders betroffen. Häufige Abwesenheit, vor allem der Lehrkräfte und Schulleitungen, ist ein grundlegendes Problem.
Für die steigenden Schülerzahlen stehen trotz bisheriger Erfolge immer noch zu wenige ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung. Auf etwa 62 Schüler kommt nur 1 Lehrperson. Die qualitativen Mängel der Grundbildung setzen sich in der Berufsbildung fort. Drei Viertel der Berufsschulabgänger finden keine Arbeitsstelle in ihrem Berufsfeld, da die Berufsbildung nicht ausreichend auf die Bedarfe des Arbeitsmarktes ausgerichtet ist. Vom wirtschaftlichen Wachstum des Landes profitieren Jugendliche deshalb nicht. Mangelhafte Grundbildung und unzureichend beschäftigungsorientierte Berufsbildung führen unmittelbar zu schlecht bezahlten, wenig produktiven Tätigkeiten und dauerhafter Armut.
Ziel
Kinder und Jugendliche, besonders Mädchen und junge Frauen, erhalten lebensweltorientierte Grundbildung und beschäftigungsorientierte Berufsbildung in guter Qualität.
Vorgehensweise
Das Programm arbeitet vollständig integriert in die Bildungsstrategie und die Berufsbildungsreform der mosambikanischen Regierung. Es verfolgt einen mit allen Gebern abgestimmten, programmbasierten Ansatz und arbeitet auf nationaler Ebene sowie dezentral in den Provinzen Sofala und Inhambane.
Die GIZ führt das Programm im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durch. Im Auftrag der GIZ arbeitet die Beratungsfirma Integration GmbH vor allem an der Umsetzung arbeitsmarktorientierter Curricula und an der Weiterbildung von Berufsschullehrern. Die Beratungsfirma Healthfocus GmbH unterstützt die Umsetzung des HIV-Arbeitsplatzprogramms im Bildungssektor.
Wirkungen
Verbesserter allgemeiner und geschlechtergerechter Zugang zu Grundbildung
• 84 Prozent der Sechsjährigen wurden 2015 in die erste Klasse eingeschult. Rund 82 Prozent der Mädchen werden eingeschult. Noch 2005 kam nur etwa die Hälfte der sechsjährigen Mädchen in die erste Klasse.
Effektivere Bildungsplanung und -management
• Das innovative Konzept für Verwaltungsmanagement POEMA und die zugehörigen Trainingsmodule wurde gemeinsam mit dem Bildungsministerium und anderen Schlüsselakteuren entwickelt. 12 Trainingsmodule werden landesweit auf verschiedenen administrativen Ebenen und in unterschiedlichen Sektoren eingesetzt. Nachhaltigkeit wird durch einen POEMA-Trainerpool und POEMA-Treffen sichergestellt. Bis 2015 wurden 45 Prozent des Personals der Distriktbüros für Bildung in den Schwerpunktprovinzen in POEMA fortgebildet
• Alle Verwaltungen erstellen Jahrespläne; die Umsetzung wird beobachtet und bei Bedarf korrigiert. Querschnittsthemen wie HIV und Gender werden stärker berücksichtigt.
• Das mit Unterstützung des Vorhabens erarbeitete Handbuch für die Supervision von Schulen durch die Distrikte ist landesweit eingeführt.
• 2015 entwickeln und budgetieren 73 Prozent der Distriktbüros für Bildung in den Provinzen Sofala und Inhambane ihre Jahrespläne und setzen das Monitoring entsprechend den nationalen Vorgaben um. 2012 waren es lediglich 22 Prozent.
Verbesserte Lehrerbildung
• 2016 wenden in Sofala und Inhambane 70 Prozent der Lehrerausbilder schülerzentrierte und partizipative Unterrichtsmethoden an. 2013 waren es lediglich 27 Prozent. Die Beratung des Programms trägt so dazu bei, dass Grundschulkinder nachhaltig in guter Qualität unterrichtet werden.
• Ein vom Programm entwickeltes Handbuch für partizipative Unterrichtsmethoden wird landesweit in der Lehrerfortbildung eingesetzt.
Stärker arbeitsmarktorientierte berufliche Bildung
• Ein neues Berufsbildungsrahmengesetz zur verbesserten Koordinierung und Qualitätssicherung der Berufsbildung wurde entwickelt und verabschiedet. Eine Regulierungsbehörde wird aufgebaut, eine Berufsbildungsabgabe durch Unternehmen ist in Vorbereitung.
• Gemeinsam mit der Privatwirtschaft wurden kompetenzbasierte Curricula entwickelt und eingeführt. Sie definieren Standards und Kompetenzen, über die Auszubildende am Ende der Ausbildung verfügen sollen und ermöglichen eine am Arbeitsmarkt orientierte Ausbildung.
• 180 Lehrpersonen wurden in kompetenzbasierter Berufsbildung, Berufspädagogik und Technik in Mosambik und Deutschland fortgebildet; 57 von ihnen wurden zertifiziert. Jugendliche werden durch qualifizierteres Lehrpersonal besser auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.
• Das Management der vom Vorhaben unterstützten Berufsschulen verbessert sich durch den Aufbau und die Begleitung von Qualitätsmanagementteams. Die Teams entwickeln Qualitätspläne und sind für Umsetzung und Monitoring verantwortlich.
• Durch die Kooperation des Programms mit der deutschen Internetfirma Strato AG wurde die Ausbildung von IT-Technikern in Mosambik verbessert.
• Ein Curriculum zur Ausbildung von Technikern für erneuerbare Energien wurde entwickelt und eingeführt. Gemeinsam mit den Programm „Energising Development" wurde ein Trainingslabor für erneuerbare Energien an einer Berufsschule aufgebaut.
Mehr HIV-Tests
• 60 Prozent der Lehrkräfte, die im Rahmen des HIV-Arbeitsplatzprogramms an jährlichen Aufklärungsmaßnahmen teilnehmen, hatten 2016 in den zurückliegenden 12 Monaten einen HIV-Test gemacht. 2014 waren es 53 Prozent.
• Zielgruppenspezifische Materialien für Information, Bildung und Kommunikation werden in der Präventionsarbeit mit großer Zustimmung regelmäßig verwendet.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Access to basic education has improved greatly in recent years for many girls and boys in Mozambique. The primary school enrolment rate for six-year-olds has risen from just under 30 per cent in 2000 to over 80 per cent in 2015. Nevertheless, the quality of education remains unsatisfactory and a large number of pupils still drop out of school. In 2014 only 44 per cent of all pupils completed the seventh grade, thereby graduating from primary school. This applies in particular to girls. Absenteeism, especially among teaching staff and school management, is a fundamental problem.
Despite some progress, there are still insufficient qualified teachers to cater for the growing number of students. Only one teacher is available for every 62 pupils. Shortcomings in the quality of the basic education system likewise affect technical education and vocational training. Three quarters of those completing vocational training fail to find a job in their chosen occupation because their training is not sufficiently geared towards the needs of the labour market. Young people are therefore not sharing in the benefits of the country’s economic growth. Substandard basic education and vocational training that is out of sync with the working world lead directly into poorly paid, unproductive jobs and permanent poverty.
Objective
Children and youths, especially girls and young women, receive basic education relevant to the real world and employment-oriented vocational training, both characterised by good quality.
Approach
The programme is fully integrated into the Mozambican Government's education strategy and vocational training reform. Pursuing a programme-based approach coordinated with all donors, it works both at national and decentralised level, in the provinces of Sofala and Inhambane.
The German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) commissioned GIZ to implement the programme. The consulting firm Integration GmbH is working on behalf of GIZ, in particular on the introduction of curricula geared to the labour market and the in-service training of vocational teachers. The consulting company Health Focus GmbH is providing support for the implementation of the HIV workplace programme in the education sector
Results
Overall access and gender-equitable access to basic education have improved
In 2015, 84 per cent of six-year-olds were enrolled in the first grade. Around 82 per cent of girls now start school. As recently as 2005, only about half of all six-year-old females entered first grade.
Education planning and management are more effective
Working together with the education ministry and other key actors, the programme developed POEMA, an innovative concept for administrative management, together with the related training modules. Twelve training modules are being used throughout the country at various administrative levels and in different sectors. A POEMA trainer pool and POEMA meetings ensure the sustainability of the concept. By 2015, 45 per cent of staff working in the district education offices in the priority provinces had attended training in POEMA.
All administrations draw up annual plans. Implementation of the plans is monitored and adjustments are made where necessary. Greater consideration is given to cross-cutting issues such as HIV/AIDS and gender.
The programme assisted in preparing a manual for the supervision of schools by the districts. The manual has now been introduced across the country.
In 2015, 73 per cent of the district education offices in the provinces of Sofala and Inhambane drew up and prepared budgets for their annual plans. They also carried out monitoring tasks in accordance with the national regulations. In 2012 this figure stood at only 22 per cent.
Teacher training has improved
In 2016, 70 per cent of teacher trainers in Sofala and Inhambane were using learner-centred and participatory teaching methods, compared with only 27 per cent in 2013. The advice provided by the programme is thus resulting in better quality instruction for primary school children on a lasting basis.
A manual produced by the programme on participatory teaching methods is being used for in-service teacher training throughout the country.
Technical education and vocational training are more closely geared to the labour market
A new basic law on technical education and vocational training has been drafted and adopted with a view to improving coordination and quality assurance in this sector. A regulatory authority is being established and preparations are under way for a contribution towards training to be paid by companies.
Skills-based curricula have been developed and introduced in cooperation with the private sector. They define standards and skills that trainees should be able to demonstrate at the end of their training. They help to bring training into line with labour market requirements.
180 teachers have attended in-service courses in skills-based vocational training, vocational education and technology in Mozambique and Germany. So far, 57 of them have been certified. Better qualified teaching staff ensure that young people are better prepared for the labour market.
The management of the vocational schools covered by the programme is improving through the establishment and support of quality management teams. These teams draw up quality plans and are responsible for implementation and monitoring.
Working with the German internet company Strato AG, the programme has been able to improve the quality of training for IT technicians in Mozambique.
A training curriculum for renewable energy technicians was developed and launched. In cooperation with the Energising Development Programme, a training laboratory for renewables was set up at a vocational school.
More HIV tests are carried out
In 2016, 60 per cent of the teachers taking part in annual information and education measures under the HIV workplace programme had taken an HIV test in the preceding 12 months, as against 53 per cent in 2014.
Target-group-specific materials for information, education and communication activities are regularly used in prevention work, where they are very well-received.