Deutsche BACKUP Initiative

Projektdetails

  • Projektnummer:2012.2114.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G110 Gesundheit, Bildung, Soziales
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Überreg. Welt, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegovina, Bangladesch, Burkina Faso, Burundi, Benin, Bolivien, Bhutan, Botsuana, Kongo Dem. Rep., Côte d'Ivoire, Kamerun, Kolumbien, Dschibuti, Ecuador, Georgien, Ghana, Guatemala, Indien, Kenia, Kirgistan, Komoren, Laos, Libanon, Sri Lanka, Liberia, Litauen, Marokko, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Myanmar, Mongolei, Malawi, Namibia, Niger, Nigeria, Nepal, Peru, Pakistan, Serbien, Russland, Ruanda, Sudan, Senegal, El Salvador, Tschad, Togo, Thailand, Tadschikistan, Tansania, Ukraine, Uganda, Kosovo, Jemen, Südafrika, Sambia, Simbabwe

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Bevölkerung und besonders vulnerable Zielgruppen haben einen besseren Zugang zu HIV, Tuberkulose- und Malaria-Gesundheitsdiensten

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:14 929 813 Euro

Kombifinanzierung

  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), bis 31.12.2011: 2 185 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2009.2196.5

    Deutsche BACKUP Initiative: Programm zur Unterst. von PL im Umgang mit globaler Finanzierung im Gesundheitssektor

Nachfolger-Projekt

  • 2015.2032.9

    Deutsche BACKUP Initiative - Programm zur Unterstützung von Partnerländern im Umgang mit globaler Finanzierung im Gesundheitssektor

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    18.07.2006 - 31.03.2026
  • Aktuelles Projekt:01.10.2012 - 31.03.2016

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitewww.giz.de\backup

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    12110 Gesundheitspolitik und Verwaltung des Gesundheitswesen

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
HIV, Tuberkulose und Malaria verursachen jährlich mehrere Millionen Todesfälle und sind für eine hohe Krankheitslast in zahlreichen Ländern der Welt verantwortlich. Der 2002 gegründete Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria ist ein internationales Finanzierungsinstrument mit einem jährlichen Gesamtbudget von knapp 4 Milliarden US-Dollar für Zusagen an Programme in über 140 Partnerländern. Prävention und Behandlung der drei Krankheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Durch die Mittel des Globalen Fonds konnten Empfängerländer in den vergangenen Jahren ihre Gesundheitsdienste wesentlich verbessern und ausweiten. Um genehmigungsfähige Projektanträge beim Globalen Fonds einzureichen und Mittel wirkungsvoll zu verwenden, brauchen die Länder spezifisches Know-how, von gutem Finanzmanagement bis zur Umsetzung von Gesundheitsdiensten, die auch vulnerable Bevölkerungsgruppen erreichen.

Ziel
Staatliche und zivilgesellschaftliche Partner sind in der Lage, Mittel des Globalen Fonds erfolgreich zu beantragen und umzusetzen. Maßnahmen zur Kontrolle von HIV, Tuberkulose und Malaria werden dadurch wirksamer und nachhaltiger.

Vorgehensweise
Seit 2002 unterstützt das globale Gesundheitsprogramm Deutsche BACKUP Initiative antragstellende Länder dabei, die Mittel des Globalen Fonds besser und effizienter zu nutzen.

Die Initiative ist vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beauftragt und seit 2013 von der schweizerischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) kofinanziert. Die gemeinsame Finanzierung ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit der Schweiz und Deutschlands im Verwaltungsrat des Globalen Fonds. Beide Länder sind Mitbegründer des Fonds und engagieren sich seit Jahren für eine Reformagenda.

Zur Koordination technischer Unterstützung arbeitet BACKUP mit dem Sekretariat des Globalen Fonds und mit anderen bilateralen Anbietern technischer Unterstützung eng zusammen sowie mit den Vereinten Nationen, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das AIDS-Programm (UNAIDS) und das Entwicklungsprogramm (UNDP).

Flexibilität, Transparenz sowie Nachfrage- und Partnerorientierung zeichnen den Ansatz der Deutschen BACKUP Initiative aus. Sie berät und qualifiziert eine Vielzahl von Partnern, zum Beispiel Netzwerke von Menschen, die mit HIV leben, oder nationale Koordinationsgremien beim Management von Aktivitäten und bei der transparenten Verwaltung von Finanz- und Sachmitteln.

Gendergerechtigkeit, Stärkung bestehender Gesundheitssysteme, Teilhabe der Zivilgesellschaft, Organisations- und Fachberatung (Capacity Development) und seit 2012 auch Risikomanagement sind zentrale Aspekte der Programmarbeit.

Die Leistungen der Deutschen BACKUP Initiative umfassen:
• Prozess- und Fachberatung von Organisationen und Netzwerken durch Entsendung von Fachkräften
• Qualifizierungsmaßnahmen für staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure
• Finanzierungsverträge mit staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen für die Durchführung von Projektarbeit

Einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten die Gesundheitsprogramme und die Länderbüros der GIZ. Sie stehen den Partnern vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung und übernehmen Teile der Antragsprüfung.

Wirkungen
Unterstützt durch BACKUP können nationale Koordinationsgremien (CCM) die Umsetzung der vom Globalen Fonds finanzierten Programme besser überwachen. In der Mongolei, im Sudan, in Marokko und Simbabwe haben die Koordinationsgremien von der Beratung profitiert. Ihre internen Prozesse wurden entsprechend den Anforderungen des Globalen Fonds gestärkt, ebenso wie die Teilhabe zivilgesellschaftlicher Akteure.

Die Zusammenarbeit mit internationalen Nichtregierungsorganisationen, beispielsweise Aidspan und International HIV/AIDS Alliance, trägt zum verbesserten Risikomanagement bei den Mittelempfängern und zur Prävention von Mittelfehlverwendungen bei. Durch Mitgliedsorganisationen des Partners International Planned Parenthood Federation werden darüber hinaus Gesundheitsdienstleistungen für vulnerable Bevölkerungsgruppen bereitgestellt.

Das neue Finanzierungsmodell des Globalen Fonds stellt für Länder mit hoher Krankheitslast und geringer Zahlungsfähigkeit eine vorhersehbare Finanzierung bereit. Frühbewerber wie Myanmar, El Salvador und das regionale Eurasian Harm Reduction Network wurden von BACKUP bei der Antragstellung erfolgreich unterstützt.

In Moldawien half BACKUP einer zivilgesellschaftlichen Organisation, die Unterstützung von TB-Patienten bei der Therapie zu verbessern und das Bewusstsein für die Krankheit in der Öffentlichkeit zu schärfen. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
HIV, tuberculosis and malaria are responsible for several million disease related deaths and a high burden of disease in many countries across the globe. Founded in 2002, the Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria is an international financing instrument with an annual budget of nearly USD 4 billion for commitments to programmes in over 140 partner countries. The fund’s work focuses on preventing and treating the three diseases. Global Fund grants have enabled recipient countries to substantially improve and expand their health services in past years. In order for countries to submit feasible concept notes to the Global Fund and put the funds acquired to effective use, they require expertise ranging from good financial management to implementation of health services that can also reach vulnerable populations.

Objective
Government and civil society partners are enabled to successfully apply for and utilise Global Fund grants in order to implement measures for controlling HIV, tuberculosis and malaria more effectively and sustainably.

Approach
Since 2002, the global health programme German BACKUP Initiative has assisted applicant countries in using Global Fund grants more effectively and efficiently.

The initiative is commissioned by German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) and, since 2013, additionally funded by the Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC). The joint financing is a result of the cooperation between Germany and Switzerland in the Global Fund Board. Both countries were among the founders of the Global Fund and have been actively committed to a reform agenda for many years.

In the area of technical support coordination BACKUP cooperates closely with the Global Fund Secretariat and other bilateral providers of technical support, as well as with the United Nations, including the World Health Organization (WHO), the Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS) and the United Nations Development Programme (UNDP).

Flexibility, transparency and a partner-oriented focus based on demand characterise the German BACKUP Initiative’s approach. The initiative advises and trains a wide range of partners, such as networks of people living with HIV and national coordinating committees, in managing activities and in administering funds and material resources with full transparency.

The programme’s work focusses on gender equality, strengthening existing health systems, participation of civil society, capacity development, and since 2012, also on risk management.

The German BACKUP Initiative’s services include:
• Assignment of experts to provide process and technical consultancy to organisations and networks
• Capacity development for government and civil society actors
• Financing agreements with governmental and non-governmental organisations for implementing project work.

GIZ’s health programmes and its country offices contribute significantly towards quality assurance, acting as a local contact point for partners and partly undertaking reviews of applications.

Results
Supported by BACKUP, the Country Coordinating Mechanisms (CCM) are better able to oversee the implementation of programmes financed by the Global Fund. In Mongolia, Sudan, Morocco and Zimbabwe the CCM have benefited from the advisory services provided. Their internal processes have been strengthened according to the Global Fund requirements, as has the participation of civil society actors.

Cooperation with international non-governmental organisations such as Aidspan and International HIV/AIDS Alliance has improved the capacity of fund recipients to manage risk and is preventing the misuse of funds. In addition, member associations of the partner International Planned Parenthood Federation are providing health services for vulnerable populations.

The Global Fund’s New Funding Model provides predictable funding for countries with a high disease burden and limited financial resources. BACKUP has successfully supported early applicants, including Myanmar, El Salvador and the regional Eurasian Harm Reduction Network.

In Moldova, BACKUP has worked with a civil society organisation to improve the support provided to TB patients during treatment, and to raise awareness of the disease among the general public.