Stärkung d. Gesundheitsstrukturen insbesondere im Bereich Familienplanung und SRGR

Projektdetails

  • Projektnummer:2011.2266.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Burundi

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Wichtige Akteure sind besser befähigt, adäquate Ansätze im Bereich SRGR umzusetzen, insbesondere hinsichtlich Fort- und Weiterbildung, na tionaler und regionaler Koordination und Zugang zu qualitativ hochwertigen Dienstleistungen.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministére de la santé publique et la lutte contre le SIDA

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2015.2203.6

    Stärkung der Gesundheitsstrukturen insbesondere im Bereich Familienplanung u. SRGR

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    30.08.2012 - 30.07.2023
  • Aktuelles Projekt:01.01.2013 - 16.12.2016

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Mit einer Bevölkerungsdichte von 310 Menschen pro Quadratkilometer wird die Landknappheit und damit der Bevölkerungsdruck in Burundi bedrohlich. 2010 brachte eine Frau im Durchschnitt 6,4 Kinder zur Welt. Nur knapp 30 Prozent der Bevölkerung betreiben Familienplanung. Das Bevölkerungswachstum setzt die natürlichen und wirtschaftlichen Ressourcen unter Druck und bringt das Schul- und Gesundheitswesen an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit.
Fast die Hälfte der Burundier ist jünger als 15 Jahre. Genderbasierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist verbreitet. Soziokulturelle Gegebenheiten verhindern einen positiven Umgang mit Themen wie Sexualaufklärung und Familienplanung. Die burundische Regierung hat angesichts dieser Situation erklärt, vorrangig das Bevölkerungswachstum eindämmen zu wollen als auch die sexuelle und reproduktive Gesundheit zu verbessern. Beides wurde zur nationalen Priorität erklärt. Ebenfalls sollen die damit verbundenen Rechte (SRGR) geachtet werden.
Ziel
Zentrale Akteure setzen angemessene und angepasste Ansätze zur Verbesserung sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte (SRGR) um.
Vorgehensweise
Das Vorhaben gliedert sich in den nationalen Entwicklungsplan ein und unterstützt das Nationale Programm für reproduktive Gesundheit (PNSR) dabei, seinen Strategieplan umzusetzen. Es ist auf nationaler Ebene sowie in den Provinzen Mwaro, Muramvya und Gitega tätig. Es umfasst drei Handlungsfelder:
1. Stärkung nationaler Ressourcen in der Aus,- Fort- und Weiterbildung zur SGSR
Das Institut National de Santé Publique (INSP) wird dabei unterstützt, die Aus- und Weiterbildung in SRGR zu verbessern. Bestehende Elemente werden aktualisiert und gestärkt, fehlende Module in die Ausbildungen integriert. Ein System der Qualitätssicherung wird eingeführt, das auf einer Selbsteinschätzung der Lehrkräfte aufbaut. Das Handlungsfeld wird von der GFA Consulting-Group durchgeführt.
2. Verbesserung der intra- und intersektoralen Zusammenarbeit und Koordinierung im Bereich SRGR
Burundische Nichtregierungsorganisationen werden dabei unterstützt, angepasste Projekte zur Bevölkerungssensibilisierung umzusetzen. Eine interkonfessionelle Arbeitsgruppe arbeitet an der Verbesserung des Dialogs zwischen den Verantwortlichen des Gesundheitssektors und religiösen Würdenträgern. Netzwerke werden gegründet, in denen Kirchen, Vereine, Schulen, Nichtregierungsorganisationen, die Kommunalverwaltung und das Gesundheitspersonal sich austauschen und Aktivitäten organisieren.
3. Entwicklung und Qualitätssicherung inklusiver und integrierter SRGR-Dienste
Die Partner im Gesundheitssystem werden darin gestärkt, kritische Leistungsengpässe der SRGR-Dienste zu erkennen und Behebungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. In den Gesundheitszentren wird ein freiwilliger Qualitätswettbewerb umgesetzt, der darauf abzielt, eigenständig Verbesserungsbedarf zu erkennen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Gesundheitszentren werden darin gefördert, als „jugendfreundliche" Zentren anerkannt zu werden.
Wirkungen
Wichtige Referenzdokumente für die Ausbildung wurden gemeinsam mit den Lehrkräften im Institut National de Santé Publique (INSP) erstellt. Die Selbsteinschätzung der Lehrkräfte als Grundlage für Weiterbildungsmaßnahmen ist im Gang.
730 Peer Educators und Sozialarbeiter haben eine Fortbildung zu SRGR absolviert und mehr als 38.000 Menschen erreicht. 70 Schul- und Kommunalclubs schreiben Theaterstücke, Lieder und Tänze, mit denen sie ihre Gemeinden aufklären. Junge Jesuiten, Muslime und Protestanten regen gemeinsam dazu an, offen über das tabuisierte Thema zu reden. Ungewollt schwanger gewordene Mädchen haben einen Verein gegründet und engagieren sich in Schulen und Gemeinden als Peer Educators. 38 Netzwerke sind im Entstehen begriffen.
Mehr als 60 Gesundheitszentren nehmen im an einem Qualitätswettbewerb, dem Concours Qualité teil. Themenschwerpunkte sind „Sauberkeit und Hygiene" sowie „Nutzerfreundlichkeit und Wartezeiten der Patienten". Erste Ergebnisse aus 32 Zentren zeigen, dass messbare Qualitätsfortschritte aus eigener Kraft erreicht werden können. Dies ist eine wichtige Grundlage für nachhaltige Verbesserungen.