Erhalt der Biodiversität in der Kailash-Region
Projektdetails
- Projektnummer:2011.2228.2
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Asien NA, China VR, Indien, Nepal
Zusammenfassung
- Ziele:
Voraussetzungen für den Schutz der Biodiversität in ausgewählten Ökosystemen der Kailash Sacred Landscape sind geschaffen
- Auftraggeber:
BMZ
- Projektpartner:
International Centre for Integrated Mountain Development
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:2 758 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2014.2098.3
Erhalt der Biodiversität in der Kailash-Region (PN 11.2228.2)
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 13.12.2011 - 31.12.2017 - Aktuelles Projekt:01.03.2012 - 21.04.2016
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Hauptziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
41030 Biodiversität
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Kailash-Landschaft ist eine grenzübergreifende Hochgebirgsregion im Himalaja zwischen China, Indien und Nepal. Das Zentrum bildet der Berg Kailash (6.638 Meter), der als spiritueller Ort von Buddhisten und Hindus verehrt wird und zahlreiche Pilger und Touristen anzieht.
Die lebenswichtigen Ökosysteme der Kailash-Landschaft und deren Artenvielfalt sind durch Klimawandel und Übernutzung bedroht. Als Quellgebiet bedeutender asiatischer Flüsse und Lebensraum zahlreicher endemischer und bedrohter Arten benötigt die Kailash-Region einen grenzübergreifenden Schutzansatz, um weiterhin wichtige Ökosystemdienstleistungen für die Region gewährleisten zu können. Im Rahmen des Regionalprogramms Transboundary Landscapes – des Internationalen Zentrums für integrierte Entwicklung von Bergregionen (ICIMOD) mit insgesamt 7 Regionen im Himalaja-Bogen – nimmt die Kailash-Initiative eine Vorreiterrolle ein.
Ziel
Der Schutz sowie die nachhaltige Nutzung und Entwicklung der Ressourcen in der Kailash-Region durch lokale Gemeinden ist gewährleistet. Voraussetzungen für den grenzübergreifenden Schutz der Biodiversität in ausgewählten Ökosystemen sind geschaffen.
Vorgehensweise
Die Initiative erhebt international relevante Klima- und Umweltdaten in der Himalaja-Region. Erfahrungen und langfristige Beobachtungen durch lokale Gemeinden sowie wissenschaftliche und automatisierte Methoden ergänzen sich im Dienst von Wissenschaft und Politikberatung.
Im gemeinsamen Operationsplan werden für jedes Land die wichtigsten Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität festgelegt. Lokale Regierungsinstitutionen und Nichtregierungsorganisationen setzen mit Beteiligung der Bevölkerung der Kailash-Region diese Maßnahmen in Pilotgebieten um, beispielsweise zum Schutz von Waldflächen und Feuchtgebieten. Eine Harmonisierung des gemeinsamen Umweltmonitorings in den Pilotgebieten wird angestrebt. Die drei Partnerländer erhöhen zudem ihre jeweiligen finanziellen oder personellen Ressourcen für die Durchführung lokaler Maßnahmen in der Kailash-Region.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Das Vorhaben eröffnet dem Internationalen Zentrum für integrierte Entwicklung von Bergregionen (ICIMOD) und seinen nationalen Partnerorganisationen die Möglichkeit, Erfahrungen mit einem neuen, politisch sensiblen Ansatz grenzüberschreitender Zusammenarbeit zu sammeln. Die entstehenden Herausforderungen und die zur Bewältigung benötigten Kompetenzen sind zum jetzigen Zeitpunkt schwer abzuschätzen. Sicherlich werden die Beteiligten während des Vorhabens ihre fachlichen Kompetenzen und personellen Ressourcen verbessern und erweitern können.
Indem sie die Leistungen des Vorhabens nutzen, schaffen ICIMOD und seine Partner die Voraussetzungen dafür, die Biodiversität in ausgewählten Ökosystemen der Kailash-Region schützen zu können. Gestärkte Handlungs- und Gestaltungskompetenzen sind Grundvoraussetzungen für den Erhalt und die schonende Nutzung der natürlichen Ressourcen. Aktivitäten werden durch gemeinsam geplante und gesteuerte Maßnahmen, grenzübergreifende Abstimmung und bessere Verfügbarkeit von Daten effektiver und nachhaltiger. Es ist zu hoffen, dass dies langfristig zu einer nachhaltig verbesserten Kombination von Schutz und nachhaltiger Nutzung der natürlichen Ressourcen führt
Die Bevölkerung der Region ist von intakten Ökosystemen abhängig und auf die Nutzung von Früchten, Kräutern, Pilzen, Heilpflanzen und Brennholz sowie auf Ökosystemdienstleistungen, insbesondere Wasser- und Bodenschutz, angewiesen. Die geplanten Aktivitäten sollen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung beitragen.
Ein Ansatz, der grenzübergreifenden Schutz biologischer und kultureller Vielfalt mit nachhaltiger Entwicklung und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel kombiniert, wird in der gesamten Himalaja-Region benötigt. Somit besteht Potenzial, das Konzept des Vorhabens als Grundlage eines übertragbaren Modells für die gesamte Region weiterzuentwickeln.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The Kailash landscape is a transboundary high mountain region in the Himalayas between China, India and Nepal. Its centre is Mount Kailash (6,638 metres), which is revered as a holy place by Buddhists and Hindus and attracts large numbers of pilgrims and tourists.
The vital ecosystems and diversity of species of the Kailash landscape are threatened by climate change and overuse. As the source region of major Asian rivers and the habitat of numerous endemic and endangered species, the Kailash region needs a transboundary conservation approach if it is to continue providing important ecosystem services for the region. As part of the Transboundary Landscapes regional programme of the International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) with a total of seven regions in the Himalayan range, the Kailash initiative plays a pioneering role.
Objective
Conservation and sustainable use of the resources in the Kailash region by local communities is assured. Basic conditions have been created for transboundary conservation of biodiversity in selected ecosystems.
Approach
The initiative collects internationally relevant environmental and climate data in the Himalaya region. Experience and long-term observations by local communities are supplemented by scientific and automated methods in the service of scientific knowledge and policy advice.
The joint plan of operations lays down the main biodiversity conservation measures for each country. Local government institutions and non-governmental organisations implement these measures in pilot areas with participation by the local people in the Kailash region, e.g. to conserve forest areas and wetlands. Efforts are being made to harmonise joint environmental monitoring in the pilot areas. In addition, the three partner countries are stepping up their financial or human resources for implementing local measures in the Kailash region.
Results achieved so far
The project gives the International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) and its national partner organisations the opportunity to accumulate experience with a new, politically sensitive, transboundary cooperation approach. At present it is difficult to assess the challenges that will arise and the skills necessary to overcome them. The actors involved will undoubtedly be able to improve and extend their expertise and human resources in the course of the project.
By using the project’s services, ICIMOD and its partners will create a basis for biodiversity conservation in selected ecosystems in the Kailash region. Improved proactive skills are a basic requirement for the conservation and sustainable use of natural resources. Jointly planned and steered measures, transboundary coordination and better data availability make for more effective and more sustainable activities. It is to be hoped that in the long term, this will result in a lasting improvement in the combination of conservation and sustainable use of natural resources.
The region’s population depends on intact ecosystems and the use of fruits, herbs, mushrooms, medicinal plants and firewood, and also on ecosystem services, especially water conservation and soil protection. The planned activities are intended to help improve the population’s living conditions.
An approach that combines transboundary conservation of biological and cultural diversity with sustainable development and measures for adapting to climate change is needed in the entire Himalayan region. Potential thus exists for continuing to develop the project concept as the basis of a transferable model for the entire region.