Wassersektorprogramm
Programme sectoriel eau et assainissement
Projektdetails
- Projektnummer:2011.2139.1
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Burundi
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Akteure im Wasser- und Sanitärsektor (Kommunen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Privatsektor) haben ihre Leistungen verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministere de l'Eau, de l'Energie et Mines
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:12 960 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2007.2194.4
Wassersektorprogramm
Nachfolger-Projekt
2017.2021.8
Wassersektorprogramm
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 07.12.2006 - 05.01.2022 - Aktuelles Projekt:01.07.2013 - 31.12.2017
Sonstige Beteiligte
- GFA Consulting Group GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Mutter-Kind-Gesundheit
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
14031 Grundlegende Versorgung im Bereich Trinkwasser
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die institutionellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen im burundischen Wassersektor haben sich in jüngster Zeit verbessert. Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser ist auf nationaler Ebene von etwa 50 Prozent (2008) auf 60 Prozent (2012) angestiegen. Das bedeutet, dass zusätzlich über eine Million Menschen Zugang zu Trinkwasser haben. Das nationale Ziel einer Versorgung von drei Vierteln der Bevölkerung bis 2015 wird Burundi jedoch nicht mehr erreichen. Der Zugang zu angemessener Sanitärversorgung ist mit 13 Prozent in ländlichen und 33 Prozent in städtischen Gebieten extrem niedrig (2012).
Das Programm unterstützt die von der burundischen Regierung eingeleiteten Reformen im Wassersektor, um die institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Die Reformen integrieren auch den Dezentralisierungsprozess in den Wassersektor und stärken so kommunale Kompetenzen für eine Versorgungssicherheit der armen Bevölkerung.
Ziel
Die Wasser- und Sanitärversorgung der Bevölkerung ist mit der Einführung eines integrierten Wasserressourcenmanagements und eines dezentralen, professionellen sowie dienstleistungsorientierten und kostendeckenden Betriebs, einschließlich Rücklagenbildung, nachhaltig verbessert.
Vorgehensweise
Die GIZ unterstützt die Verbesserung der politischen, institutionellen und gesetzlichen Rahmenbedingung und stärkt die Leistungsfähigkeit der Institutionen im Wassersektor. Dadurch soll die Nachhaltigkeit der Wasser- und Sanitärversorgung erhöht werden. Komplementär führt die KfW Entwicklungsbank Maßnahmen durch, um den Deckungsgrad der Wasser- und Sanitärversorgung in 6 Städten und 25 ländlichen Kommunen zu erhöhen.
Deutschland ist derzeit der größte Geber im Wassersektor Burundis und nimmt die Geberkoordinierung wahr.
Hauptaufgaben des Programms:
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Sektorreform
Das Wasserministerium (MEEATU) und seine zuständige Generaldirektion (DGREA) werden in der Ausführung ihrer Kernaufgaben unterstützt:
1.beim Monitoring der Umsetzung der nationalen Sektorstrategie (SNEau) sowie der nationalen Sanitärpolitik,
2.bei der Ausgabenplanung für die Wassersektorentwicklung,
3.bei der Verbesserung des Schutzes und der Bewirtschaftung der Wasserressourcen.
Planungs- und Steuerungsaufgaben in der Trinkwasser- und Sanitärversorgung; Effizienzsteigerungen beim Wasser- und Stromversorger (REGIDESO)
Das Vorhaben unterstützt die für die Planung von Trinkwasser- und Sanitärinfrastruktur zuständige Generaldirektion DGIHA im Energieministerium (MEM) dabei, Qualität und Kohärenz der Investitions- und Haushaltsplanung zu erhöhen. Dazu werden zum Beispiel neue Instrumente des Finanzministeriums im MEM eingeführt. Besondere Bedeutung hat die Gestaltung der erforderlichen Schnittstellen zwischen dem MEM als Fachministerium und dem Finanzministerium.
Beratungen zur Organisationsentwicklung und Prozessgestaltung des städtischen Wasser- und Stromversorgers REGIDESO sowie zur Veränderung der institutionellen Rahmenbedingungen sollen die Leistungen bei der Wasserversorgung nachhaltig verbessern.
Stärkung der kommunalen Bauherren- und Trägerschaft im Bereich der Wasser- und Sanitärversorgung
Der Dezentralisierungsprozess weist den Gemeinden zunehmend Verantwortung bei Planung und Betrieb von Wasser- und Sanitärinfrastruktur zu. Damit die Gemeinden diese neue Rolle ausfüllen können, stärkt das Vorhaben die Beratungskompetenzen der Agentur für das ländliche Wasserwesen (AHR), dem wesentlichen Mittler. Im Mittelpunkt der Arbeit der AHR steht die Stärkung von Planungs- und Aufsichtsaufgaben bei den Gemeinden – zum Beispiel durch die Einführung neuer Verfahren oder die Durchführung von Schulungen für kommunale Wasserversorger. Das Vorhaben kooperiert hier eng mit dem Programm zur Unterstützung der Dezentralisierung und Armutsbekämpfung (ADLP).
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Die burundische Regierung verabschiedete eine nationale Wasserpolitik 2009 und die darauf aufbauende nationale Wasserstrategie mit Aktionsplan (2012). Das Land verfügt damit über ein offizielles Referenz- und Planungsdokument zur Entwicklung des Wassersektors. Die Sektorministerien nutzen diese Referenz für ihre Ausgaben- und Haushaltsplanung sowie für die Mobilisierung von Finanzierungen.
Ein integrierter Ansatz sowie Dezentralisierung und ein kostendeckender Betrieb der Wasserversorgung sind in den politischen und gesetzlichen Rahmeninstrumenten des Wassersektors heute fest verankert: So benennt das 2012 verabschiedete Wasserrahmengesetz als Leitprinzipien Subsidiarität durch Übertragung von Kompetenzen an dezentrale Strukturen sowie Nachhaltigkeit der Trinkwasserversorgung durch Kostendeckung. Der Aktionsplan der nationalen Wasserstrategie legt Schritte zur Umsetzung dieser Leitprinzipien fest. Der Wassersektor unterstützt den Prozess der Dezentralisierung und hat eine Vorreiterrolle bei der sektoralen Umsetzung der nationalen Dezentralisierungspolitik.
Etwa ein Drittel der ländlichen Kommunen, die ihre Trinkwasserinfrastruktur mithilfe der KfW Entwicklungsbank ausbauen konnten, führten Ende 2012 ein neu entwickeltes Betreibermodell ein. Darin unterzeichnen die Kommunalverwaltungen Delegationsverträge mit kommunalen Servicebetreibern. Das Modell sieht einen Tarif vor, der, als Grundvoraussetzung für einen nachhaltigen Betrieb, die laufenden Kosten deckt.
Noch ganz am Anfang steht die Sanitärversorgung, die in den letzten Jahren fast nicht ausgeweitet wurde. Der Zugang zu angemessener Sanitärversorgung befindet sich mit 15 Prozent der Haushalte und 17 Prozent der Grundschulen auf einem extrem niedrigen Niveau. Um die Entwicklung anzuschieben, unterstützte das Vorhaben die Erarbeitung einer nationalen Sanitärpolitik und eines Aktionsplans, die der Ministerrat im September 2013 verabschiedet hat.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The institutional and legal framework for Burundi’s water sector has recently improved. The proportion of the population supplied with drinking water has risen from about 50% (2008) to 60% nationwide. In other words, over a million more people have access to drinking water. However, Burundi will fall short of the national target of providing three quarters of the population with coverage by 2015. Access to adequate sanitation is extremely low at 13% in rural areas and 33% in urban areas (2012).
The programme supports water sector reforms introduced by the Government of Burundi to improve the institutional and legal framework. These reforms also incorporate the decentralisation process into the water sector, thereby strengthening municipal capacities to improve supply security for the poor population.
Objective
As a result of the introduction of integrated water resources management and decentralised, professional, service-oriented and cost-covering operations, including the creation of financial reserves, there are sustainable improvements in water supply and sanitation for the population.
Approach
GIZ supports improvements to the political, institutional and legal framework and enhances the effectiveness of water sector institutions with the aim of making water supply and sanitation more sustainable. KfW Development Bank is taking complementary actions to assist the water supply and sanitation sector in providing more extensive coverage in six towns and cities and 25 rural municipalities.
Germany is currently the largest donor in Burundi’s water sector and coordinates donor support.
The programme’s key functions:
Improving the framework for sector reform
The Ministry of Water (MEEATU) and its directorate general (DGREA) are receiving support in performing their core functions:
1.Monitoring implementation of the national sector strategy (SNEau) and the national sanitation policy
2.Planning expenditure on water sector development
3.Improving the conservation and management of water resources
Planning and guidance tasks in drinking water and sanitation supply; making the water and electricity provider (REGIDESO) more efficient
The project supports the DGIHA, the directorate general responsible for planning drinking water and sanitation infrastructure within the Ministry of Energy (MEM), in its efforts to improve the quality and coherence of investment and budget planning. The MEM adopted new instruments from the Ministry of Finance for this reason. Establishing the required interfaces between the MEM as the competent ministry and the Ministry of Finance is especially important.
Lasting improvements in water supply services are to be achieved through advisory services in the context of organisational development and process design for the urban water and electricity provider REGIDESO and improving the institutional framework.
Strengthening municipal responsibility and ownership in water supply and sanitation
The decentralisation process is increasingly shifting the responsibility for planning and operating water and sanitation infrastructure to municipalities. To enable the municipalities to perform this role, the project is enhancing the advisory skills of the Agency for Rural Water Management (AHR), the main intermediary. The AHR’s work focuses on putting municipalities in a better position to perform planning and monitoring, for instance by introducing new procedures or carrying out training for municipal water suppliers. The project cooperates closely with the Programme to Support Decentralisation and Poverty Reduction (ADLP) on this issue.
Results achieved so far
The Government of Burundi adopted a National Water Policy in 2009 and the subsequent National Water Strategy, together with an action plan, in 2012. The country thus has an official reference and planning tool for developing the water sector. Sector ministries use this reference document to plan their expenditure and budget and to mobilise financing.
An integrated approach, decentralisation and the cost-covering operation of water supply systems are now firmly embedded in the water sector’s policy and legislative framework instruments. The 2012 Water Framework Law lists its guiding principles as subsidiarity, to be achieved by transferring competencies to decentralised structures, and sustainability in drinking water supply, to be achieved by covering costs. The action plan of the National Water Strategy outlines steps to put these guiding principles into action. The water sector is supporting the decentralisation process and is a pioneer in implementing the national decentralisation policy in specific sectors.
Roughly one third of rural municipalities that have managed to expand their drinking water infrastructure with help from KfW Development Bank put in place a new operating model at the end of 2012. This involves municipal governments signing delegation agreements with municipal service providers. The model stipulates a tariff that covers running costs as a basic prerequisite for sustainable operation.
Sanitation provision is still in its infancy and has hardly been expanded at all in recent years. Access to adequate sanitation services remains extremely low at 15% of households and 17% of primary schools. In order to provide addition impetus in this context, the project supported the development of a national sanitation policy and an action plan, which the cabinet adopted in September 2013.
Projektbeschreibung (FR)
Situation initiale
Les conditions institutionnelles et juridiques dans le secteur de l’eau au Burundi se sont améliorées ces derniers temps. Au niveau national, le taux d’approvisionnement de la population en eau potable a augmenté et est passé d’environ 50 pour cent en 2008 à 60 pour cent en 2012. Cela signifie qu’un million de personnes supplémentaires ont désormais accès à de l’eau potable. Cependant, le Burundi ne pourra pas atteindre son objectif national d’assurer l’approvisionnement des trois-quarts de sa population d’ici à 2015. De plus, le taux d’accès à des services d’assainissement adéquats est extrêmement bas et se chiffre autour de 13 pour cent dans les zones rurales et 33 pour cent dans les villes (2012).
Le programme soutient les réformes engagées par le gouvernement burundais en vue d’améliorer les conditions institutionnelles et juridiques dans le secteur de l’eau. Ces réformes intègrent également le processus de décentralisation dans le secteur de l’eau et renforcent ainsi les compétences des communes pour assurer la sécurité d’approvisionnement des groupes de population pauvres.
Objectif
L’approvisionnement en eau et la fourniture de services d’assainissement à la population burundaise sont améliorés durablement grâce à l’introduction d’une gestion intégrée des ressources en eau et d’un système d’exploitation décentralisé, professionnel, orienté vers la prestation de services et couvrant ses coûts, tout en constituant des réserves.
Approche
La GIZ soutient l’amélioration des conditions politiques, institutionnelles et juridiques et renforce les capacités d’action des institutions travaillant dans le secteur de l’eau dans le but d’accroître la durabilité des services d’approvisionnement en eau et d’assainissement. La KfW Entwicklungsbank exécute des mesures complémentaires afin d’augmenter le taux de couverture en services d’approvisionnement en eau et d’assainissement dans 6 villes et 25 communes rurales.
L’Allemagne est actuellement le plus grand donateur dans le secteur de l’eau au Burundi et assure la coordination des donateurs.
Tâches principales du programme :
Amélioration des conditions d’ensemble pour la réforme du secteur
Le ministère de l’Eau (MEEATU) et sa direction générale compétente en la matière (DGREA) sont appuyés dans l’exécution de leurs tâches centrales, à savoir :
1.le suivi et l’application de la stratégie nationale pour le secteur (SNEau) ainsi que de la politique nationale d’assainissement ;
2.la planification des dépenses pour le développement du secteur de l’eau ;
3.l’amélioration de la protection et de la gestion des ressources en eau.
Planification et pilotage des services d’approvisionnement en eau et d’assainissement ; accroissement de l’efficience de l’approvisionnement en eau et en électricité (REGIDESO)
Le projet aide la Direction générale chargée de la planification des infrastructures d’approvisionnement en eau et d’assainissement DGIHA du ministère de l’Énergie (MEM) à améliorer la qualité et la cohérence de la planification des investissements et du budget. Cela implique par exemple l’introduction de nouveaux instruments du ministère des Finances au MEM. Une importance particulière est accordée à l’aménagement des interfaces requis entre le MEM en tant que ministère sectoriel et le ministère des Finances.
Des prestations de conseil en développement organisationnel et en gestion des processus au fournisseur d’eau et d’électricité REGIDESO et sur l’amélioration du cadre institutionnel doivent permettre d’améliorer durablement les services dans le secteur de l’approvisionnement en eau.
Renforcement des maîtres d’ouvrage et organismes communaux responsables d’activités dans le secteur de l’approvisionnement en eau et de l’assainissement
Le processus de décentralisation délègue de plus en plus de responsabilités aux communes en ce qui concerne la planification et l’exploitation des infrastructures d’approvisionnement en eau et d’assainissement. Pour que les communes puissent jouer le rôle qui leur est nouvellement dévolu, le projet renforce les compétences de conseil de l’Agence Burundaise de l’Hydraulique Rurale (AHR) en tant que principal intermédiaire. L’une des tâches centrales de l’AHR est de renforcer les compétences de planification et de contrôle dans les communes, par exemple par l’introduction de nouvelles procédures ou par des mesures de formation à l’intention des services communaux d’approvisionnement en eau. Ici, le projet coopère étroitement avec le programme d’Appui à la décentralisation et à la lutte contre la pauvreté (ADLP).
Résultats atteints à ce jour
Le gouvernement burundais a adopté une politique nationale de l’eau en 2009 et a élaboré sur cette base une stratégie nationale et un plan d’action (2012). Ainsi, le pays dispose d’un document officiel de référence et de planification pour le développement du secteur de l’eau. Les ministères sectoriels utilisent ce cadre de référence pour planifier leurs dépenses et leurs budgets ainsi que pour mobiliser des financements.
Une approche intégrée, la décentralisation des services et un système d’exploitation assurant la couverture des coûts sont aujourd’hui solidement ancrés dans les instruments des cadres politiques et juridiques qui régissent le secteur de l’eau. Ainsi, la loi-cadre sur l’eau votée en 2012 énonce comme principes directeurs la subsidiarité par le transfert de compétences aux structures décentralisées et la durabilité de l’approvisionnement en eau par la couverture des coûts des services. Le plan d’action de la stratégie nationale de l’eau définit la marche à suivre pour appliquer ces principes directeurs. Le secteur de l’eau soutient le processus de la décentralisation et joue un rôle pionnier dans la mise en œuvre de la politique nationale de décentralisation au niveau sectoriel.
Environ un tiers des communes rurales qui ont pu développer leur infrastructure d’adduction d’eau potable avec l’aide de la KfW Entwicklungsbank ont adopté à la fin de 2012 un nouveau modèle d’exploitation, selon lequel les administrations communales signent des contrats de délégation avec des entreprises communales de service. Le modèle prévoit l’application d’un tarif permettant de couvrir les coûts de fonctionnement comme condition essentielle pour une exploitation durable.
Le développement de l’assainissement est encore à ses débuts et a très peu progressé au cours des dernières années. Le taux d’accès à des services d’assainissement adéquats se situe, avec 15 pour cent des ménages et 17 pour cent des écoles primaires, à un niveau extrêmement bas. Pour accélérer le développement dans ce secteur, le projet a appuyé l’élaboration d’une politique nationale d’assainissement assortie d’un plan d’action. Tous deux ont été adoptés par le Conseil des ministres en septembre 2013.