HIV/Aids-Beratung und Institutionenförderung

Health Sector Reform and AIDS-Prevention in Ukraine

Projektdetails

  • Projektnummer:2011.2130.0
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3900 Deutschland, Europa, Südkaukasus
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Ukraine

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Primärprävention von HIV-AIDS ist etabliert

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für Gesundheit

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:6 590 000 Euro

Kombifinanzierung

  • Grassroot Soccer, Norwich: 300 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2009.2150.2

    Reform des Gesundheitswesens und AIDS-Prävention

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    02.11.2006 - 29.01.2019
  • Aktuelles Projekt:19.11.2012 - 29.01.2019

Sonstige Beteiligte

  • Arge Health Focus / Futures Group

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    13040 Bekämpfung von sexuell übertragbaren Krankheiten einschließlich HIV/AIDS

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die Ausbreitung des menschliches Immunschwäche-Virus, besser bekannt als HIV (Human Immundefi-ciency Virus), ist eine ernste Gefahr für die Ukraine. Es ist das Land mit der höchsten HIV-Neuinfektionsrate Europas. Mehr als 241.000 Menschen leben mit dem HI-Virus, das sind 0,98 Prozent der Menschen zwischen 15 und 49 Jahren. Rund 63,6 Prozent der HIV-Neuinfektionen im Jahr 2017 wa-ren auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zurückzuführen. Der HI-Virus ist die Ursache für die Immun-schwächekrankheit Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome). HIV und AIDS sind in der Ukraine ein drängendes gesellschaftliches Problem, das durch den militärischen Konflikt im Ostteil des Landes und die große Zahl von Binnenvertriebenen verschärft wird.

Ziel
Menschen in der gesamten Ukraine sind besser über die Gefahren von HIV informiert und können sich besser schützen. Die Toleranz gegenüber Menschen, die mit dem HI-Virus leben, ist erhöht.

Vorgehensweise
Seit 2007 besteht die Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und dem ukrainischen Gesundheitsministerium. 2009 wurde die „Don´t Give AIDS a Chan-ce"-Kampagne ukraineweit ins Leben gerufen. Sie orientiert sich an der „Gib AIDS keine Chance"-Kampagne der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Die ukrainische Kampagne setzt sowohl auf Massenmedien, als auch auf persönliche Kommunikation. Wandplakate, Informationsmaterial, Großveranstaltungen und Fernsehwerbung informieren die Bevölke-rung über die HIV-Epidemie und risikominderndes Verhalten. Seit 2009 wurden über 22.000 Werbetafeln und City-Light-Poster realisiert. Darüber hinaus ist eine interaktive Online-Plattform entstanden.
Um die Öffentlichkeit für das HIV/AIDS-Problem zu sensibilisieren, finden jährlich Großveranstaltungen mit Konzerten und kostenlosen, vertraulichen HIV-Tests statt. Eine weitere Maßnahme ist die Weiterbildung von Hausärzten zu den Themen „Beratung und Testung mit HIV-Schnelltests" sowie „HIV-Prävention am Arbeitsplatz und in Bildungseinrichtungen". Über das „Fair Play"-Fußballprogramm und den Peer-to-Peer-Ansatz des „Mitmach-Parcours" wird das Bewusstsein der Jugendlichen für eine gesunde Lebensführung und für HIV-Prävention geschärft. Präventive Bildungs-instrumente wie der „Mitmach-Parcours" und „Fair Play" sind für Kinder von 12 bis 18 Jahre gedacht und fördern das Bewusstsein für HIV, HIV-Tests, dem Leben mit HIV, Sexualkrankheiten, Verhütungsmittel, reproduktive Gesundheit und Toleranz. Außerdem unterstützt das Projekt das Gesundheitsministerium der Ukraine bei der Umsetzung von präventiven Maßnahmen und Informationskampagnen.
Mittlerweile werden die Aktivitäten sowohl in den Schwerpunktregionen des Projekts Dnipropetrowsk und Saporischschja, als auch im Rest der Ukraine durchgeführt.

Wirkungen
Seit Projektbeginn und der Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium, dem Fußballverband der Ukraine und Freiwillige der Vereinten Nationen, wurden mehr als 153.000 Kinder aus der ganzen Ukraine für das Thema „HIV/AIDS und HIV-Prävention" sensibilisiert. Außerdem nahmen 10.830 Lehrer an Schu-lungen zum Thema „HIV-Prävention am Arbeitsplatz" und 1073 Eltern am „Mitmach-Parcours" teil. Viele andere Regionen können ihre Arbeit auch ohne weitere Unterstützung fortführen.
Von 2014 bis 2018 arbeitete das Projekt in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja mit 1030 Bildungseinrichtungen zusammen. Diese Zahl ist um 171 Prozent höher als ursprünglich geplant.
Während der Laufzeit des Programms wurden 2383 Hausärzte, davon rund 100 Ärzte aus den Gebieten Luhansk und Donezk, zum Thema „Beratung und Testung mit HIV-Schnelltests" informiert. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
The spread of Human Immunodeficiency Virus (more widely known as HIV) is a major threat for Ukraine. The country has the highest rate of new HIV infections in Europe. Over 241,000 people are living with HIV, equivalent to 0.98 per cent of people between the ages of 15 and 49. Roughly 63.6 per cent of new HIV infections in 2017 were due to unprotected intercourse. HIV causes AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome). HIV and AIDS are a pressing social problem in Ukraine, exacerbated by the military conflict in the east of the country and the large number of internally displaced persons.

Objective
People throughout Ukraine are better informed on the dangers of HIV and can protect themselves more effectively. Tolerance towards people living with HIV is higher.

Approach
GIZ has been cooperating with the Ukrainian Ministry of Health since 2007. The nationwide campaign entitled Don’t Give AIDS a Chance was launched in 2009. It is based on the Gib AIDS keine Chance campaign conducted by the German Federal Centre for Health Education (BZgA).
The Ukrainian campaign utilises both mass media and personal communication. Posters, information material, major events and television advertisements educate the population on the HIV epidemic and how to reduce the risk. Over 22,000 billboards and city-light posters have been installed since 2009. An interactive online platform has also been set up.
To raise public awareness of the HIV/AIDS problem, major events with concerts and free, confidential HIV tests are organised every year. Continuing professional development measures are offered to general practitioners on the topics of Advice and Testing with HIV Rapid Antibody Tests and HIV Prevention in the Workplace and Educational Institutions. The Fair Play football programme and the peer-to-peer approach in the Join-in Circuit raise awareness for healthy lifestyles and HIV prevention among young people. Preventive education instruments such as these target youth from 12 to 18 years and promote awareness of HIV, HIV tests, living with HIV, sexually transmitted diseases, contraceptives, reproductive health and tolerance.
The activities are now being run both in the priority regions of Dnipropetrovsk and Zaporizhia, and the rest of Ukraine.
The project also supports the Ukrainian Ministry of Health in implementing preventive measures and information campaigns.

Results
More than 153,000 children throughout Ukraine have been made more aware of HIV/AIDS and HIV prevention issues since the project started and cooperation got under way with the Ministry of Health, the Ukrainian Football Association and United Nations Volunteers. Some 10,830 teachers have attended training courses on HIV Prevention in the Workplace and 1,073 parents have taken part in the Join-in Circuit. Many other regions can now continue their work without any additional support.
From 2014 to 2018, the project worked with 1,030 educational institutions in the regions of Dnipropetrovsk and Zaporizhia. This figure is 171 per cent higher than originally planned.
In the course of the project, 2,383 general practitioners, including 100 from the regions of Luhansk und Donetsk, have been trained in Advisory Services and Testing with HIV Rapid Antibody Tests.