Ländliche Entwicklung und produktive Landwirtschaft
Projektdetails
- Projektnummer:2011.2100.3
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Niger
Zusammenfassung
- Ziele:
Das wirtschaftliche Potential der Kleinbewässerung ist nachhaltig in Wert gesetzt.
- Auftraggeber:
BMZ
- Projektpartner:
Ministry of Planning, Spatial Planning and Community Development
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:15 426 717 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 2 926 717Euro
Vorgänger-Projekt
2006.2072.4
Armutsbekämpfung Tillabéri und Tahoua Nord (LUCOP)
Nachfolger-Projekt
2014.2069.4
Programm ländliche Entwicklung und produktive Landwirtschaft - Förderung der produktiven Landwirtschaft (PROMAP)
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 31.10.2006 - 31.12.2025 - Aktuelles Projekt:01.01.2012 - 21.12.2017
Sonstige Beteiligte
- Arge ECO - CES - KRB
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Desertifikationsbekämpfung
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
31120 Landwirtschaftsentwicklung
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Trotz widriger Bedingungen mit Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius im Schatten und geringen, noch dazu schwankenden Niederschlagsmengen sowie armen, stark erosionsgefährdeten Böden ist der Großteil der nigrischen Bevölkerung abhängig von Einkünften aus dem Regenfeldbau. Das Bewässerungspotenzial des Landes wird auf mindestens 270.000 Hektar geschätzt. Hiervon werden derzeit nur rund 40 Prozent genutzt.
Die Entwicklung der Kleinbewässerung in Niger ist dadurch behindert, dass notwendige Investitionen in den Ausbau von Bewässerungsflächen von den kleinbäuerlichen Familien nicht getätigt werden können. Zudem fehlt vielerorts das dafür notwendige Wissen oder der Zugang zu Betriebsmitteln wie Saatgut und Düngern. Dort, wo Kleinbewässerung bereits betrieben wird, werden häufig Techniken angewendet, die ökologisch nicht nachhaltig sind.
Das Beratungsangebot im Bereich der Kleinbewässerungslandwirtschaft ist gering. In den Betrieben fehlt es an Fachwissen zu Themen wie Anbautechnik, Unterhalt von Bewässerungsanlagen, ökologische Verträglichkeit, Fruchtwechsel, betriebswirtschaftliches Handeln und Marktbeobachtung.
Es gibt kaum bäuerliche Organisationen, die die Wassernutzung gemeinschaftlich regeln oder sich für einen effizienten Zugang zu Betriebsmitteln und für gemeinschaftliche Vermarktung zusammenschließen.
Auf kommunaler Ebene werden die Themen nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen und Anpassung an den Klimawandel meist zugunsten sozioökonomischer Infrastrukturmaßnahmen als zweitrangig betrachtet und tauchen in den Entwicklungsplanungen selten auf. Dies verstärkt die unzureichende Koordination der staatlichen Investitionen und Interventionen im Sektor.
Ziel
Das wirtschaftliche Potenzial der Kleinbewässerung in der Landwirtschaft Nigers ist nachhaltig in Wert gesetzt.
Vorgehensweise
Das Vorhaben berät das Landwirtschaftsministerium Nigers bei der Entwicklung und Umsetzung einer angepassten Politik für den Sektor der Kleinbewässerung. Parallel dazu werden die Kompetenzen und Potenziale der privaten und öffentlichen Dienstleister des Sektors aufgebaut und verbessert. Auf der dritten Ebene bietet das Programm gezielte Unterstützung für Landwirtinnen und Landwirte, die in der Kleinbewässerungslandwirtschaft tätig sind, an.
Das Vorhaben arbeitet eng mit der von der KfW Entwicklungsbank bereitgestellten Investitionskomponente zusammen.
Wirkungen – Was bisher erreicht wurde
Die neu formulierte nationale Politik zur Kleinbewässerung liegt dem Ministerrat zur Verabschiedung vor. Dieser politische Rahmen strukturiert die zur Erschließung neuer Bewässerungsflächen nötigen Investitionen. Gleichzeitig wird gemeinsam mit anderen Gebern das Bewässerungspotenzial der einzelnen Regionen des Landes neu erfasst.
Vorschläge zur Aus- und Fortbildung von Dienstleistern und Beratern zum Thema der Kleinbewässerung sind erarbeitet. Sie werden schrittweise in die Praxis eingeführt.
Mehr als 20.000 Landwirtinnen und Landwirte haben regelmäßigen Zugang zu der auf die jeweiligen agrarökologischen Anforderungen abgestimmten Beratung. Diese berücksichtigt sowohl anbautechnische als auch betriebswirtschaftliche und organisatorische Aspekte. Sie führt zu Einkommenssteigerungen und einer Diversifizierung der angebauten Kulturen.
Projektbeschreibung (EN)
Despite adverse conditions, with temperatures of up to 50 degrees Celsius in the shade, low and irregular rainfall and poor, highly erosion-prone soils, the majority of the population of Niger relies on income from rainfed agriculture. The country's irrigation potential is estimated to be at least 270,000 hectares. Only around 40 per cent of this potential is being utilised today.
The development of small-scale irrigation in Niger is hampered by the inability of small-scale farming families to make necessary investments in the expansion of irrigation perimeters. Moreover, in many places they do not have the necessary skills or access to inputs such as seed and fertiliser. Farms that do carry out small-scale irrigation often employ techniques that are not ecologically sustainable.
There is a shortage of advisory services in the area of small-scale irrigated agriculture. Farms lack expertise on topics such as growing methods, maintenance of irrigation systems, ecological sustainability, crop rotation, business management and market observation.
There are hardly any farmers' organisations that collectively regulate water utilisation or in which farmers come together to achieve efficient access to inputs and jointly market their produce.
At the municipal level, sustainable use of natural resources and climate change adaptation are usually considered less important than socio-economic infrastructure measures and are rarely mentioned in development plans. This exacerbates the lack of coordination of state investments and interventions in the sector.
Objective
The economic potential of small-scale irrigation in Niger's agricultural sector is used to generate value on a sustainable basis.
Approach
The project provides advisory services to the Ministry of Agriculture of Niger on the development and implementation of an adapted small-scale irrigation sector policy. It also develops and improves the skills and potential of private and public service providers in the sector. In addition, the project provides targeted support for farmers who operate small-scale irrigation systems.
The project cooperates closely with the investment component provided by KfW Development Bank.
Results achieved so far
The newly formulated national policy on small-scale irrigation has been submitted to the Council of Ministers for approval. This policy framework structures the investments that are needed to develop new irrigated areas. At the same time, the irrigation potential of the country's individual regions is being reassessed in collaboration with other donors.
Proposals have been prepared on giving service providers and advisors training in small-scale irrigation. They are gradually being put into practice.
More than 20,000 farmers have regular access to advisory services, which are adapted to focus on the agri-environmental conditions on their farms. The advisory services cover issues relating to growing methods as well as business management and organisation. They lead to higher income and crop diversification.