Stärkung des Gesundheitssystems mit Fokus auf reproduktive Gesundheit

Projektdetails

  • Projektnummer:2011.2090.6
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Malawi

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Das Gesundheitsministerium stellt gemeinsam mit anderen nicht-staatlichen Akteuren eine effektive und effiziente Gesundheitsversorgung in angemessener Qualität unter besonderer Berücksichtigung der Gesundheit von Müttern und Neugeborenen sicher.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für Gesundheit und Bevölkerung

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:22 530 482 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2008.2027.4

    Programm "Nachhaltige Strukturen für das Gesundheitswesen"

Nachfolger-Projekt

  • 2015.2160.8

    Stärkung des Gesundheitssystems mit Fokus auf reproduktive Gesundheit

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    21.07.2004 - 31.07.2027
  • Aktuelles Projekt:04.07.2012 - 31.01.2017

Sonstige Beteiligte

  • Arge EPOS / University of Oslo
  • EPOS Health Management GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    13020 Förderung reproduktiver Gesundheit

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Trotz einer grundsätzlich positiven Entwicklung steht Malawi weiterhin erheblichen Herausforderungen im Gesundheitssektor gegenüber. Laut dem Gesundheitsministerium (Oktber 2014) sind die Müttersterblichkeitsrate mit 574 Todesfällen pro 100.000 Lebendgeburten und die Kindersterblichkeitsrate mit 29 Todesfällen pro 100 Lebensgeburten im internationalen Vergleich weiterhin sehr hoch. Einer der Hauptgründe dafür ist der unzureichende Zugang zu essenziellen Gesundheitsdiensten von angemessener Qualität.

Ziel

Das malawische Gesundheitsministerium stellt gemeinsam mit anderen nichtstaatlichen Akteuren eine effektive und effiziente Gesundheitsversorgung in angemessener Qualität unter besonderer Berücksichtigung der Gesundheit von Müttern und Neugeborenen sicher.

Vorgehensweise

Das Gesundheitsvorhaben (Malawi German Health Programme, MGHP) ist am nationalen strategischen Plan für Gesundheit (2011 – 2016) ausgerichtet und umfasst die Arbeitsbereiche:
1.Zugang zu qualitativ angemessenen Gesundheitsdienstleistungen
2.Personalmanagement und -Entwicklung
3.Partnerschaften mit nichtstaatlichen Akteuren

Die GIZ arbeitet hierzu eng mit nicht- und parastaatlichen Organisationen, privaten Trägern, privatwirtschaftlichen Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen zusammen.

Im ersten Handlungsfeld unterstützt die GIZ in Zusammenarbeit mit EPOS Health Management auf nationaler Ebene das Gesundheitsministerium dabei, ein Sekretariat zur landesweiten Steuerung von Qualitätssicherungsmaßnahmen einzurichten. Auf dezentraler Ebene werden ausgewählte Distriktkrankenhäuser und Gesundheitszentren beraten. Sie sollen durch ein verbessertes Qualitätsmanagement gewährleisten, dass Gesundheitsleistungen den nationalen Standards für reproduktive Gesundheit und Infektionsprävention entsprechen.

Im Rahmen des zweiten Handlungsfeldes wird in enger Zusammenarbeit mit der nationalen Abteilung für reproduktive Gesundheit ein Mentorenprogramm für Hebammen, Krankenschwestern und Clinical Officers aufgebaut. Zusätzlich wird an der medizinischen Fakultät der Universität von Malawi (College of Medicine) die fachärztliche Weiterbildung von 70 Clinical Officers gefördert.
Durch die Einrichtung einer PPP-Einheit im Gesundheitsministerium werden rechtlich verbindliche Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit staatlicher und privatwirtschaftlicher Akteure geschaffen. Hier ist ein wesentliches Kriterium, dass der Privatsektor als Partner direkt als Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen in diese Partnerschaft eingebunden wird.

Wirkungen

Seit der Einführung eines sektorweiten Ansatzes (SWAp) im Gesundheitssektor von Malawi 2004 und der daraus resultierenden koordinierten Umsetzung der abgestimmten Gesundheitsstrategie wurden landesweit wichtige Fortschritte erzielt. 89 Prozent aller Frauen entbinden in Gesundheitseinrichtungen und 96 Prozent der Frauen nehmen an der Schwangerenvorsorge teil. Aufgrund der Ausrichtung des Vorhabens am nationalen strategischen Plan für Gesundheit (2011 – 2016) leistet es zudem einen Beitrag zur Zielerreichung in den Querschnittsthemen HIV/AIDS und Gleichberechtigung der Geschlechter.

Auf nationaler Ebene wurden mithilfe der GIZ Strategien zur Institutionalisierung eines Sekretariats für Qualitätsmanagement, zum Gesundheitsinformationsmanagement, zur Akkreditierung von Gesundheitseinrichtungen und zum Abschluss sowie zur Umsetzung von öffentlich-privaten Partnerschaften entwickelt. In sechs primären, tertiären und sekundären Gesundheitseinrichtungen werden Akkreditierungspläne umgesetzt. Durch ein öffentlich-privates Partnerschaftsabkommen mit der Firma Illovo Sugar ltd. konnte die Qualität der Gesundheitsversorgung, der Zugang zu sicherem Trinkwasser sowie die Gesundheitserziehung im Süden des Landes unter Einbindung diverser Akteure auf Distriktebene, des Privatsektors, der Regierung sowie traditioneller Autoritäten verbessert werden.

Die Gesundheitsverwaltungen der vier Zieldistrikte Balaka, Dedza, Mchinji und Ntcheu setzen zudem zusammen mit dem Management der jeweiligen Distriktkrankenhäuser Aktionspläne zur Verbesserung des Qualitäts- und Gesundheitsinformationsmanagement um. In Zusammenarbeit mit dem Mentorenprogramm für Hebammen und Krankenschwestern wird die Qualität von klinischen Dienstleistungen im Bereich der Mütter- und Kindergesundheit kontinuierlich gesteigert.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Despite positive overall development, Malawi’s health sector still faces significant challenges. Figures released by the Ministry of Health in October 2014 showed a maternal mortality rate of 574 deaths per 100,000 live births and an infant mortality rate of 29 deaths per 100 live births, still very high by international standards. One of the main reasons for this is a lack of access to essential health services of a sufficiently high quality.

Objective

The Malawian Ministry of Health, in co-operation with non-state actors, ensures effective and efficient health care services of satisfactory quality, with special consideration for the health of mothers and newborns.

Approach

The Malawi German Health Programme (MGHP) is aligned with the Malawi Health Sector Strategic Plan (2011 – 2016) and covers the following work areas:
1. Access to health care services of satisfactory quality;
2. Human Resource management and development;
3. Partnerships with non-state actors.

GIZ is serving the goals of the programme by working closely with non-governmental and para-statal organisations, private-sector agencies, private companies, and educational institutions.

In the first area of activity, GIZ is collaborating with EPOS Health Management to assist the Ministry of Health at national level in setting up a secretariat to steer quality-assurance measures throughout the country. Advice is being provided at local and regional level to selected district hospitals and health centres to help them improve their quality management systems, thereby ensuring that health services meet national standards for reproductive health and infection prevention.

In the second area of activity, GIZ is working closely with the national Reproductive Health Directorate to set up a mentoring programme for midwives, nurses and clinical officers. Funding is also being provided for the further training of 70 clinical officers at the University of Malawi's College of Medicine.

A PPP unit is being set up at the Ministry of Health to create a statutory framework for partnerships between governmental and non-governmental actors. One of the key criteria of this framework is that the private sector be directly integrated into the partnerships as a provider of health services.

Results

Significant progress has been achieved throughout Malawi as a result of the coordinated implementation of the agreed health strategy following the introduction of the sector-wide approach (SWAp) in the country's health sector in 2004. 89 per cent of women give birth in health care facilities and 96 per cent of women take advantage of antenatal care services. Because the MGHP is aligned with the Malawi Health Sector Strategic Plan (2011 – 2016), it also contributes to achieving targets on the cross-cutting issues of HIV/AIDS and gender equality.

With GIZ's help, strategies have been developed at national level for institutionalising a quality-management secretariat, setting up a health information management system, accrediting health care institutions, and establishing and implementing public-private partnerships. Accreditation plans are being implemented at six primary, secondary and tertiary health care institutions. By entering into a public-private partnership with the company Illovo Sugar Ltd., it has been possible to improve the quality of health care, access to clean drinking water and health education in the south of the country in cooperation with the private sector, a range of actors at district level, the government, and traditional authorities.

The health administrations of the four target districts Balaka, Dedza, Mchinji and Ntcheu are also working with the management teams of the respective district hospitals to implement action plans for improving quality management and health information management. Collaboration with the mentoring programme for midwives and nurses is increasing the quality of clinical services in the field of maternal and infant health.