Standards im Lebensmittelhandel Südostasiens
Projektdetails
- Projektnummer:2010.2275.5
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Association of Southeast Asian Nations, China VR, Indonesien, Kambodscha, Laos, Myanmar, Philippinen, Thailand, Vietnam
Zusammenfassung
- Ziele:
International oder ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) -weit anerkannte Standards für gute fachliche Praxis und spezifische Qualitätseigenschaften bei Lebensmitteln (inbesondere frisches und verarbeitetes Obst) werden nachweisbar umgesetzt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Association of Southeast Asian Nations
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:2 527 143 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 06.06.2014 - 31.12.2018 - Aktuelles Projekt:01.01.2015 - 31.12.2018
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Hauptziel
CRS-Schlüssel
25010 Geschäftspolitik und -verwaltung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Lebensmittelprodukten, insbesondere nach frischem und verarbeitetem Obst und Gemüse, wächst weltweit von Tag zu Tag. Getrieben wird diese Nachfrage von der steigenden Kaufkraft der Mittelschicht in Schwellenländern und von internationalen Supermarktketten.
In Südostasien zählt die Agrar- und Ernährungswirtschaft zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen. Der Sektor macht in den einzelnen Staaten des Verbandes der südostasiatischen Staaten (ASEAN), wie in Myanmar, bis zu 48 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Die Lebensmittel werden jedoch nur selten nach geltenden Standards für eine gute landwirtschaftliche Praxis, zum Beispiel Bio und Global GAP in ASEAN-Ländern, zertifiziert. Dies liegt zum einen daran, dass Behörden, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Bäuerinnen und Bauern nicht ausreichend über die entsprechenden Standards informiert sind. Zum anderen fehlen unterstützende Dienstleistungen durch die Institutionen der verfassten Wirtschaft in den ASEAN-Ländern. Dies begrenzt nicht nur den Export in hochpreisige Märkte außerhalb Südostasiens, wie Japan, die Europäische Union und die USA, sondern erschwert auch die Integration einzelner Länder in die ASEAN-Wirtschaftsgemeinschaft.
Ziel
International oder ASEAN-weit anerkannte Standards für gute landwirtschaftliche Praxis (GAP) und spezifische Qualitätseigenschaften bei Lebensmitteln (beispielsweise Bio) werden – insbesondere für frisches und verarbeitetes Obst und Gemüse – nachweisbar in den ASEAN Mitgliedsländern umgesetzt.
Vorgehensweise
Das Projekt unterstützt und berät die ASEAN-Expertengruppe zu guter landwirtschaftlicher Praxis (ASEAN Expert Working Group on ASEAN GAP) als zuständiges Gremium dabei, die nationalen Standards an den bestehenden regionalen „ASEAN GAP"-Standard anzupassen. Langfristig soll dabei eine qualitative Annäherung an international anerkannten Standards, wie Global GAP und EU-Bio, im ASEAN-Wirtschaftsraum erreicht werden. Die Aktivitäten des Projekts werden vornehmlich in den CLMV-Ländern, Kambodscha, Laos, Myanmar und Vietnam, sowie in Indonesien und den Philippinen stattfinden.
Die Projektmaßnahmen beziehen sich auf folgende Bereiche im Lebensmittelsektor:
- Verbesserung von Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung von Standards
- Qualifizierung von Inspektoren, Auditoren und staatlichen Überwachungsorganen
- Unterstützung von Bauern, Erzeugergruppen und Unternehmen
Dabei werden private und öffentliche Akteure unterstützt:
Zum einen werden kleine und mittelständische Unternehmen im Rahmen von Entwicklungspartnerschaften zertifiziert. Freiwillige Lebensmittelstandards wie ASEAN GAP und Bio sollen dabei pilothaft umgesetzt werden. Die daraus gewonnen Erfahrungen und Empfehlungen fließen wiederum in die Weiterentwicklung von regionalen ASEAN-GAP- und Bio-Standards ein.
Zum anderen unterstützt die GIZ Institutionen in den ASEAN-Ländern, damit diese die Funktion von Kontrollsystemen für Lebensmittelstandards verbessern können. Ein besonderes Augenmerk wird dabei darauf gelegt, private und staatliche Kontrollinstanzen zur Durchführung risikobasierter Inspektionen zu qualifizieren. Solche Inspektionen erkennen und bewerten Risiken, die den Anbau, die Verarbeitung und die Qualität von Obst und Gemüse beeinträchtigen können, und helfen, Produktionsausfälle zu vermeiden. Um die Erkenntnisse zu sichern und den Zertifizierern und Behörden langfristig zugänglich zu machen, wird gemeinsam mit den Partnern eine Lernplattform zur Einhaltung von Lebensmittelstandards eingerichtet.
Das Vorhaben arbeitet eng mit anderen Regionalvorhaben zusammen, vor allem mit der Maßnahme „Nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft in Südostasien" und ist in das regionale Programm „ASEAN Gemeinsamer Markt" integriert.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Around the world, demand for high-quality foods, particularly fresh and processed fruit and vegetables, is growing every day. The factors behind this trend include the greater purchasing power of the middle classes in emerging economies and increasing demand from international supermarket chains.
The agriculture and food industry is one of the most important economic sectors in South-East Asia, accounting for up to 48 per cent of the gross domestic product in the individual states of the Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). In these countries, foods are only rarely certified in accordance with current standards for good agricultural practice, such as organic and Global GAP standards. On the one hand, this is because authorities, businesses and farmers are ill-informed about the certification process. On the other, business institutions in the ASEAN countries are failing to provide adequate support services. This situation is not only limiting options for the export of produce to lucrative markets outside South-East Asia, such as Japan, the European Union and the USA, but is also making it more difficult for the individual ASEAN countries to further integrate themselves into the ASEAN economic community.
Objective
International or ASEAN-wide standards relating to good agricultural practice (GAP) and specific quality features for food (e.g. organic farming methods) are verifiably being applied in ASEAN member states, particularly in the production and marketing of fresh and processed fruit and vegetables.
Approach
The project aims to support the ASEAN Expert Working Group on ASEAN GAP, as the competent body in the sector, in harmonising national standards with the existing regional ASEAN GAP standard. In the long term, quality standards in the ASEAN economic area are to be brought into line with internationally recognised standards such as Global GAP and the EU’s organic certification label. The project activities will primarily be carried out in Cambodia, Laos, Myanmar and Viet Nam, and in Indonesia and the Philippines.
The project measures focus on:
- Creating an enabling environment for the further development of standards in the food sector
- Training inspectors, auditors and state supervisory bodies
- Supporting farmers, producer groups and companies
Both private and public actors will receive support.
Firstly, small and medium-sized enterprises will obtain certification in the context of development partnerships. Voluntary food standards such as ASEAN and organic standards are to be introduced on a pilot basis. The experience gained and recommendations drawn up in this process will be used to further develop regional ASEAN GAP and organic standards.
Secondly, GIZ will support institutions in the ASEAN countries in improving the efficiency of monitoring systems for food standards. Special emphasis will be placed on training private and state supervisory bodies in how to conduct risk-based inspections. These inspections allow the supervisory bodies to detect and evaluate risks in relation to the growing, processing and quality of fruit and vegetables and help to prevent production losses. In order to ensure this knowledge is retained and remains available to certification bodies and authorities in the long term, a learning platform on compliance with food standards is to be established in cooperation with the project partners.
The project also works closely with other regional projects, such as the ASEAN Sustainable Agrifood Systems measure, and is part of the regional programme on establishing an ASEAN common market.