Support to good resource governance in Mali
Project details
- Project number:2010.2261.5
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: Mali
Summary
- Objectives:
The contribution of the extractive sector to the sustainable development of Mali is improved.
- Client:
BMZ
- Project partner:
Ministère des Mines et du Pétrole
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:3 500 000 Euro
Cofinancing
not available
Previous project
not available
Follow-on project
- not available
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 06.02.2012 - 19.01.2017 - Actual project implementation phase:01.08.2014 - 19.01.2017
other participants
- not available
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
CRS code
15110 Public sector policy and administrative management
Project description (DE)
Ausgangssituation
Mali ist reich an Bodenschätzen. Insbesondere der Süden des Landes weist große Goldvorkommen auf und das Land ist im letzten Jahrzehnt zum drittgrößten Goldexporteur Afrikas aufgestiegen. Selbst während der politischen und Sicherheitskrise 2012-2013 stellte der malische Bergbausektor einen konstant hohen Anteil der Exporte (ca. 70%) und des Staatshaushalts (ca. 25%). Somit hat der Sektor das Potenzial, wichtige Beiträge zur Eigenfinanzierung des Staatshaushalts, zu Wirtschaftswachstum und zur langfristigen Stabilisierung des Landes zu leisten. Seine Bedeutung wird mit der Aussicht auf Ölvorkommen und Lagerstätten von Metallerzen in Zukunft weiter wachsen. Trotz des bedeutenden Rohstoffsektors bleibt Mali jedoch eines der ärmsten Länder der Welt, unter den aktuellen Rahmenbedingungen leisten die Bodenschätze Malis nur einen geringen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Landes. Auch der Anteil des Sektors am BIP beträgt lediglich 8%. Mali steht vor der Herausforderung den Bergbausektor so weiter auszubauen, dass seine Erträge der gesamten Bevölkerung zu Gute kommen.
2013 wurde im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) ein Projekt zur Verbesserung der Rohstoffgovernance in Mali begonnen. Die GIZ unterstützt sowohl das Bergbauministerium, als auch die nationalen Bergbau- und Mineralölbehörden bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen des Rohstoffsektors, so dass er besser für gesamte Bevölkerung in Wert gesetzt werden kann.
Ziel
Die Rahmenbedingungen zur Nutzung der Bodenschätze Malis für nachhaltige Entwicklung
sind verbessert.
Vorgehensweise
Das Projekt umfasst drei Handlungsfelder:
1. Beratung und Unterstützung des Bergbauministeriums für eine effizientere und transparentere Vergabe von Bergbaulizenzen, u.a. durch Einrichtung eines neuen Lizenzmanagementsystems in der Bergbaubehörde, welches eine detaillierte und genauere Abbildung aller Einnahmen aus dem Rohstoffsektor ermöglicht
2. Stärkung des Systems der öffentlichen Finanzen im Rohstoffsektor, zum einen durch eine Unterstützung der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) in Mali, zum anderen durch eine Stärkung der Zusammenarbeit staatlicher Behörden des Finanz- und Bergbauministeriums bei der Durchführung von integrierten Inspektionen im Bergbausektor
3. Beitrag zur Verbesserung der Entwicklungswirkungen aus dem Rohstoffabbau auf dezentraler Ebene durch eine Unterstützung der betroffenen Gebietskörperschaften und eine Zusammenarbeit mit Unternehmen, u.a. für eine bessere Koordinierung ihrer Sozialleistungen mit den lokalen Entwicklungsplänen der Gemeinden in den Abbaugebieten
Wirkungen
Unterstützung des Bergbauministeriums, der Bergbau- und Mineralölbehörde, Zusammenarbeit mit Behörden des Finanz- und Bodenverwaltungsministeriums
Das Kernstück des Projekts zur Schaffung von mehr Transparenz im Rohstoffsektor ist eine Überarbeitung des Systems zur Vergabe von Schürfrechten und Abbaulizenzen. In Zusammenarbeit mit der Nichtregierungsorganisation Revenue Development Foundation wird in der Bergbau- und Mineralölbehörde eine neue Lizenzmanagement-Software installiert und die Benutzer in ihrer Verwendung ausgebildet. Des Weiteren unterstützt das Projekt bei der Überarbeitung der Prozeduren für die Vergabe von Lizenzen, von der Anfrage seitens des Unternehmens bis zur Erteilung der Abbaugenehmigung durch die Behörde, was auch zu einem sichereren Investitionsklima beiträgt.
Das Lizenzmanagementsystem ermöglicht außerdem eine genaue Abbildung und Projektion aller Einnahmen aus dem Rohstoffsektor, die mit den jeweiligen Lizenzen assoziiert sind. Dies beinhaltet Gebühren, Royalties, Dividenden und Steuern. Zukünftig können auch die Behörden des Finanzministeriums (Steuer- und Zollbehörde) sowie das Katasterarmt des Bodenverwaltungsministeriums auf diese Informationen zugreifen und der Kalkulation der von Ihnen einzutreibenden Abgaben von Bergbauunternehmen zu Grunde legen. Dies fördert zum einen die Zusammenarbeit und Koordination der verschiedenen Behörden und ermöglicht zum anderen eine bessere und zeitgenauere Planung der Staatseinnahmen aus dem Rohstoffsektor. In einem nächsten Schritt plant das Projekt gemeinsam mit den betroffenen Behörden die Schaffung von Grundlagen für gemeinsame und integrierte Inspektionen bei Bergbauunternehmen durch Vertreter der Bergbau-, Finanz- und Steuerbehörden. Dies beinhaltet auch umfassende Schulungen und die Stärkung der Kompetenzen der einzelnen Mitarbeiter.
Unterstützung von EITI Mali
Der malische EITI-Prozess, der seit 2009 implementiert wird, wird ebenfalls Zugang zu den Informationen aus dem Lizenzmanagementsystem erhalten. Er wird somit maßgeblich in seiner Arbeit, Unternehmensabgaben und Staatseinnahmen zu dokumentieren und vergleichen, unterstützt. Das Projekt berät EITI Mali auch bei der Entwicklung einer umfassenden Kommunikationsstrategie, um der gesamten Bevölkerung Zugang zu und ein Basisverständnis der komplexen Daten zu Staatseinnahmen aus dem Rohstoffsektor zu verschaffen. Dies beinhaltet auch einen Zusammenarbeit mit den im EITI Prozess vertretenen Organisationen der Zivilgesellschaft, deren Aufgabe es ist, die Bevölkerung zu wichtigen Themen um den Rohstoffsektor zu sensibilisieren.
Ferner wurden zur Herstellung der Arbeitsfähigkeit des EITI Sekretariats in Bamako in begrenztem Umfang Büromaterial und ein Fahrzeug beschafft.
Nachhaltige Entwicklung in Abbaugebieten
Da die Bevölkerung in den Abbaugebieten trotz teils nicht unbeachtlicher lokaler Gewerbesteuereinnahmen und Sozialleistungen von Unternehmen weiterhin in großer Armut lebt, hat das Projekt zunächst eine umfassende Studie in Auftrag gegeben. Diese soll das Zusammenspiel mit und die Auswirkung der Präsenz großer Bergbauunternehmen auf die lokale Bevölkerung dokumentieren, insbesondere im Hinblick auf Gesundheit, Bildung, Umwelteinflüsse und Beschäftigung. Gemeinsam mit den betroffenen Gebietskörperschaften werden dann Maßnahmen entwickelt, die für mehr Kohärenz zwischen den Sozialleistungen der Unternehmen sowie den lokalen Entwicklungsplänen der Gemeinden, sowie eine effizientere Verausgabung von Gewerbesteuereinnahmen sorgen sollen.
Project description (EN)
Context
Mali has a wealth of mineral resources. The south of the country in particular has large gold deposits and in the last decade Mali has become Africa's third largest gold exporter. Even during the political and security crisis of 2012-2013, Mali's mining sector consistently accounted for almost 70 per cent of exports and 25 per cent of the national budget. This means the sector has the potential to make important contributions to Mali's ability to finance the national budget with its own resources as well as to economic growth and efforts to achieve long-term stability in the country. Its significance is set to continue growing in future with the prospect of oil and metal ore deposits. Despite the significant raw material deposits, Mali remains one of the world's poorest countries; under current conditions, the mineral resources only make a minimal contribution to the country's sustainable development. The sector also only accounts for an eight per cent share of the gross domestic product (GDP). Mali is faced with the challenge of further developing the mining sector in a way that enables the income it generates to benefit the entire population.
Objective
The conditions for using Mali's mineral resources to support the country's sustainable development have improved.
Approach
The project team supports the Ministry of Mines as well as the national mining and mineral oil authorities in their efforts to improve conditions in the extractive sector so that the entire population benefits from it. With this goal in mind, the project team advises the Ministry of Mines on awarding mining licences more efficiently and transparently. This is achieved through a variety of measures, including the establishment of a new licence management system within the mining authority, which makes it possible to map all revenues from the extractive sector more precisely and in greater detail. The users are given training in how to use the software. The project also provides support with revising the procedures for awarding licences, from the initial enquiry by a company to the granting of an extraction permit by the authority. This helps to establish a more secure investment climate.
The project team works with the Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) to improve the system of public finances in the extractive sector. It is advising EITI Mali on the development of a comprehensive communications strategy to provide the entire population with access to the complex data on government revenues from the extractive sector and a basic understanding of these data. This also involves working with the civil society organisations represented in the EITI process that are tasked with raising the population's awareness of important issues relating to the extractive sector.
The project team brings together the various authorities operating under the Ministry of Finance and the Ministry of Mines to enable them to collaborate more closely on the implementation of integrated inspections in the mining sector.
To ensure that the proceeds from the extraction of raw materials benefit the people in villages and communities throughout the country, the project team cooperates with local authorities and companies from the mining industry. The project aims to persuade the companies to coordinate their social security contributions with the local development plans of the communities in the mining areas.
Results
A functioning licence management system has been established, which makes it possible to precisely map and project all revenues from the extractive sector associated with the relevant licences, including fees, dividends and taxes. In future, the authorities operating under the Ministry of Finance, such as the tax and customs authorities, as well as the cadastral office of the Ministry of Land Administration will also be able to access this information and take it as a basis for calculating the levies they need to collect from mining companies. This promotes cooperation and coordination between the various authorities and also enables better and more timely planning of government revenues from the extractive sector. Mali has been a member of EITI since 2009. The EITI process is also benefiting from access to the information from the licence management system because this makes it easier to document and compare levies on companies and government revenues.