Berufsorientierung in Serbien
Projektdetails
- Projektnummer:2010.2233.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Serbien
Zusammenfassung
- Ziele:
Das landesweit funktionierende schulische und außerschulische System der Beruflichen Orientierung für die Jugendlichen an der Schwelle von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II bzw. in die Beschäftigung ist aufgebaut.
- Auftraggeber:
BMZ
- Projektpartner:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologische Entwicklung (MoESTD)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 018 929 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 15.12.2010 - 31.08.2015 - Aktuelles Projekt:15.12.2010 - 31.08.2015
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
11330 Berufliche Bildung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Trotz der erfolgreichen marktwirtschaftlichen Reformen und des Wirtschaftswachstums in den letzten Jahren bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt Serbiens gespannt. Arbeitslosigkeit und unbesetzte Stellen sind Ausdruck eines sogenannten Mismatch zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften. Potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einerseits und Arbeitsplätze andererseits passen nicht mehr zusammen. Jugendliche müssen deshalb gestärkt werden, damit sie Entscheidungen über ihre berufliche Zukunft mit ausreichendem Überblick über den sich verändernden Ausbildungs- und Beschäftigungsmarkt und mit Bewusstsein für ihre eigenen Interessen und Stärken treffen.
Um die Kluft zwischen dem Bildungs- und Berufsbildungssystem und dem Bedarf auf dem Arbeitsmarkt zu schließen, haben die Ministerien für Bildung und Wissenschaft und technologische Entwicklung, für Jugend und Sport sowie für Wirtschaftliche und Regionale Entwicklung eine Strategie zur Karriereberatung erarbeitet und im März 2010 verabschiedet.
Berufsorientierung ist auch ein wesentlicher Bestandteil der bereits früher durch die serbische Regierung erarbeiteten Jugendstrategie und der Strategie für die Entwicklung der beruflichen Bildung. In der Zwischenzeit ist Berufsorientierung Bestandteil des Gesetztes über die Ausbildungsgrundlagen, des Gesetzes über primarschulische Ausbildung, des Gesetzes über sekundarschulische Ausbildung sowie der Bildungsstrategie 2020 geworden.
Ziel
Ein funktionsfähiges schulisches und außerschulisches System für die Berufsorientierung Jugendlicher an der Schwelle von Sekundarstufe I zu Sekundarstufe II oder zur Beschäftigung ist landesweit aufgebaut.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt und berät das Ministerium für Bildung und Wissenschaft und technologische Entwicklung sowie das Ministerium für Jugend und Sport. Es kooperiert mit nationalen Berufsbildungsinstitutionen, mit dem Arbeitsmarktservice und Wirtschaftskammern. Regional und lokal sind Schulen, Jugendbüros und Unternehmen sowie teils auch Nichtregierungsorgansationen die wichtigsten Partner.
Der Aufbau eines Berufsorientierungssystems soll Jugendlichen, Mädchen wie Jungen, bessere Kenntnisse ihrer Fähigkeiten, umfassende Berufsinformation und praktische Erfahrungen in ausgewählten Unternehmen bieten. So vorbereitet treffen sie am Übergang von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II eine qualifiziertere Ausbildungswahl oder planen die eigene Karriere fundierter. Mögliche Auswirkungen sind geringere Jugendarbeitslosigkeit, steigende Einkommen und damit verringerte Armut.
Wirkungen
Schulische Maßnahmen
• 3.000 Multiplikatoren wie Lehrer, Schulpädagogen und Schulpsychologen wurden qualifiziert und loben bei Umfragen ihre erweiterte Kompetenz. Lehrer binden Berufsorientierung in den Sprach-, IT- und Kunstunterricht ein.
• Die 5-Phasen-Methode zur Berufsorientierung im schulischen Bereich ist eingeführt und wird laufend verbessert. Unterrichtsmodule zur Berufsorientierung und Karriereplanung sind in den Abschlussklassen eingeführt. 95.000 junge Menschen haben durch das Orientierungsprogramm erste „Berufserfahrungen" gemacht und Lernerfahrungen für ihre berufliche Zukunft gesammelt.
• Ein Monitoringsystem für die schulische Berufsorientierung ist aufgebaut. Es zeigt, dass junge Menschen selbstständiger bei der Wahl ihrer zukünftigen beruflichen Laufbahn agieren.
Außerschulische Maßnahmen
• Peer-Multiplikatoren in der außerschulischen Jugendarbeit wurden qualifiziert, um handlungsorientierte Trainingsmaßnahmen zur beruflichen Orientierung nach dem 5-Phasenmodell übernehmen zu können. Leistungen sind beispielsweise Peer Services, Karriereinformationen und Kontaktpflege mit Firmen.
• Vernetzung und Erfahrungsaustausch aller relevanten lokalen Akteure der Jugendarbeit einschließlich der Jugendzentren wurden unterstützt. Beispielsweise haben 45 Gemeinden ein funktionierendes Netzwerk mit Firmen aufgebaut, um sich bei der Umsetzung gegenseitig zu helfen.
• Unterrichtsprogrammen für Jugendleiter und andere Akteure wurden entwickelt und eingeführt. Dabei wurden maßgeschneiderte Fortbildungsprogramme für außerschulische Maßnahmen und Infostände entwickelt, um insbesondere auch Randgruppen zu erreichen. Das Programm erzielte große Akzeptanz durch die Vermittlung von Studierenden in die Jugendbüros, wo sie Trainings mit Jugendlichen durchgeführt haben, die noch Unterstützung bei der Berufswahl brauchten.
• Ein Monitoringsystem für die außerschulische Berufsorientierung ist aufgebaut. In der zwanglosen Atmosphäre der Jugendbüros können sich (ältere) Jugendliche und vor allem Randgruppen besser austauschen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Despite the successful market economy reforms and economic growth of recent years, the situation on the Serbian labour market remains tense. Unemployment and unfilled jobs are a reflection of the skills mismatch between workforce supply and demand. Potential employees on the one side no longer match the available jobs on the other. Young people must therefore be given the assistance they need to decide on their future careers, based on an adequate overview of the changing educational, training and employment markets and awareness of their own interests and strengths.
To close the gap between the nation’s educational and vocational training systems and labour market demand, the Serbian Ministry of Education, Science and Technological Development, the Ministry for Youth and Sports and the Ministry of Economic and Regional Development drafted a career counselling strategy that was adopted in March 2010.
Career guidance also forms an important part of the national strategy for youth and the strategy for developing vocational education and training previously defined by the Serbian Government. Career guidance is now an integral part of the Law on the Foundations of the Education System, the Law on Primary Education, the Law on Secondary Education and the 2020 education strategy.
Objective
A combined in-school and out-of-school system providing career guidance to young people on the threshold from middle school to high school or to commencing employment has been introduced nationwide.
Approach
The project supports and advises the Ministry of Education, Science and Technological Development and the Ministry for Youth and Sports. It collaborates with national vocational educational and training institutions, the national employment agency and chambers of industry and commerce. Both regionally and locally, the project’s most important partners are schools, youth offices, business enterprises and, in some instances, non-governmental organisations.
The intention in building a career guidance system is to improve young people’s knowledge of their own skills and offer comprehensive vocational information and practical experience in selected companies. Equipped in this way, young students at the transition from middle school to high school are able to make more informed career choices and to plan their own careers more knowledgeably. The potential impacts include reducing youth unemployment and raising income, thereby reducing poverty.
Results achieved so far
In-school measures
• 3,000 multipliers such as teachers, school educationalists and school psychologists have undergone training. In surveys, these multipliers have commented positively on the value of the skills they have gained. Teachers incorporate career guidance into language, IT and art lessons.
• The 5-phase method of career guidance in schools has been introduced and is being continuously improved. Teaching modules for career guidance and planning for final-year students have been introduced. As a result of the career guidance programme, 95,000 young people have gained initial work experience and benefited from learning experiences that will stand them in good stead for their future careers.
• A monitoring system for career guidance in schools has been established. It shows that young people are acting more independently when choosing their future career path.
Out-of-school measures
• Peer multipliers in out-of-school youth work have undergone training with a view to implementing action-focused training aimed at vocational guidance in accordance with the 5-phase model. Services include peer services, career information and fostering contacts with companies.
• The project has supported networking and experience-sharing between all relevant local actors in youth work, including youth centres. For example, 36 communities have established a well-functioning network with companies in order to help each other implement measures.
• Teaching programmes for youth leaders and other actors have been developed and introduced. As part of this, tailored training programmes for out-of-school measures and information stands have been developed, especially to reach marginalised groups. This programme has been well received due to the placement of students in the youth offices, where they have carried out peer workshops with other young people who still need help in making their future career choices.
• A monitoring system for out-of-school career guidance has been established. As a result of the relaxed atmosphere of the youth offices, (older) young people and marginalised groups in particular can share information more effectively.