Programm Dezentralisierung (PPFD)

Programa de descentralizacao

Projektdetails

  • Projektnummer:2010.2001.5
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Mosambik

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Im Rahmen der mosambikanischen Dezentralisierungsstrategie wird das wirtschaftliche und soziale Potenzial der Provinzen Inhambane, Manica und Sofala unter Mitwirkung der Bevölkerung armutsorientiert genutzt.

  • Auftraggeber:

    BMZ

  • Projektpartner:

    Ministerium für Planung und Entwicklung

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:17 994 016 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2009.2093.4

    Programm Dezentralisierung (PPFD) - Zwischenphase

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    13.01.2004 - 31.05.2015
  • Aktuelles Projekt:01.01.2011 - 31.05.2015

Sonstige Beteiligte

  • Arge IP / AMBERO

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die Bevölkerung Mosambiks hat immer noch unzureichenden Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen. Gestärkte lokale Verwaltungen sollen ihren Bedürfnissen besser begegnen. Die Regierung hat hierzu einen Dezentralisierungsprozess eingeleitet, bei dem Kompetenzen an die Verwaltungsorgane der 9 Provinzen und 128 Distrikte übertragen werden. Im Verlauf der damit einhergehenden schrittweisen Dezentralisierung sind seit 1998 53 selbstverwaltete Kommunen entstanden.

Trotz erreichter Fortschritte können die lokalen Verwaltungen die ihnen zugewiesenen Dienstleistungen noch nicht in der nötigen Qualität erbringen. Es mangelt an ausreichender Qualifizierung der Angestellten, an finanzieller Ausstattung und an geregelten Verwaltungsabläufen.

Ziel
Provinzen, Distrikte und selbstverwaltete Kommunen sind gestärkt und stellen Dienstleistungen bereit, die insbesondere der armen Bevölkerung zugutekommen. Dies fördert wirtschaftliche und soziale Entwicklung.

Vorgehensweise
Sechs zuständige Ministerien werden bei der Schaffung der Rahmenbedingungen für die Dezentralisierung sowie der Übertragung von Funktionen an die lokalen Verwaltungen beraten. Darüber hinaus werden in den drei Schwerpunktprovinzen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit – Inhambane, Sofala und Manica – die lokalen Verwaltungen in der Ausübung ihrer Aufgaben durch Beratung und Training unterstützt. Folgende Themen stehen dabei im Vordergrund:

Strategieplanung und partizipative Haushaltsführung

Förderung der politischen Teilhabe

Finanzmanagement und Beschaffungswesen

Katasterwesen und Eigeneinnahmen

Kommunale Dienstleistungen (Müllentsorgung)

Modernisierung des Systems zur internen und externen Kontrolle der Verwendung öffentlicher Mittel

Einführung von Monitoringsystemen

Das Vorhaben wird weitgehend im Rahmen des Nationalen Programms für dezentrale Planung und Finanzen umgesetzt, das unter Federführung des Ministeriums für Planung und Entwicklung von der GIZ mitentwickelt wurde und von insgesamt sechs Gebern finanziert wird.

Mosambik. Frauen bei einem Vorbereitungstreffen zur Wahl des Lokalrats © GIZ

Wirkungen
In den lokalen Verwaltungen Mosambiks wurden Verfahren zur internen und externen Kontrolle eingeführt. Der mosambikanische Rechungshof hat seine Kontrollverfahren an internationale Standards angepasst. Die Zahl der Prüfvorgänge ist stark gestiegen, von 164 Prüfungen 2006 auf 2280 Prüfungen 2013.

Wichtige Instrumente für Management und Monitoring wurden entwickelt und in den lokalen Verwaltungen etabliert. Beispiele sind

das elektronische Finanzverwaltungssystem e-SISTAFE (in 25 von 33 Distrikten) und

ein EDV-gestütztes Monitoringsystem in den Distrikten, das Daten zur Regierungsführung und Entwicklung erhebt und auswertet.

Partizipation und die Etablierung der Beteiligungskomitees bewirken, dass das Demokratieverständnis in der Bevölkerung wächst. Chancen der Beteiligung der Bevölkerung werden sowohl von dieser selbst als auch von staatlichen Instanzen immer mehr erkannt und genutzt. Die Interessen der Bevölkerung fließen zunehmend in Strategie- und Budgetpläne ein. Auch Maßnahmen zur HIV/AIDS-Bekämpfung, zur Katastrophenvorsorge und zur Geschlechtergleichstellung werden in den Planungsprozessen berücksichtigt.

In mehreren Kommunen hat verbesserte Stadtplanung dazu geführt, dass die Bewohner von Armenvierteln besser mit Basisinfrastruktur wie Zugang zu Trink- und Abwassersystemen und Zufahrtstraßen versorgt sind und verstärkt Nutzungsrechte für ihr Grundeigentum erwerben. Durch die Entwicklung kostengünstiger Bautechniken und die Förderung lokaler Bauunternehmer werden die Ressourcen vor Ort effizienter genutzt und fördern die lokale Wirtschaftsentwicklung. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
The people of Mozambique continue to have insufficient access to public services. The government of Mozambique is addressing this by strengthening local government to enable it to better meet the people’s needs. It has launched a decentralisation process to transfer responsibilities to the administrative bodies of the nine provinces and 128 districts. Over the course of the gradual decentralisation process, 53 autonomous municipalities have come into existence since 1998.

Despite progress, local administrative bodies are still not able to provide the services they have been tasked with to an acceptable standard of quality. There is a lack of capacity among the administrative staff, funding is inadequate and administrative procedures are not clearly defined.

Objective
Provinces, districts and autonomous municipalities are strengthened and provide services that benefit the poor segments of the population in particular. These changes promote economic and social development.

Approach
Six relevant ministries are being advised on establishing the necessary framework for decentralisation as well as transferring functions to local administrative bodies. Within the three focal provinces for German development cooperation – Inhambane, Sofala and Manica – advisory support and training is also provided to the local administrative bodies on how to carry out their responsibilities. Priority is given to on the following issues:

Strategic planning and participatory budgeting

Promotion of political participation

Financial management and procurement

Land registry and own-source revenue

Municipal services (waste disposal)

Modernising the internal and external monitoring systems for use of public funds

Introduction of monitoring systems

The project is being implemented largely within the context of the National Decentralised Planning and Finance Programme for Mozambique, which falls under the responsibility of the Ministry of Planning and Development. It was created with the participation of GIZ and is being financed by six international donors.
Mozambique. Workers at the construction site for a new infrastructure project decided on by the local administrative body © GIZ

Results
Internal and external monitoring procedures have been introduced in Mozambique’s local administrative bodies. Mozambique’s court of auditors has aligned its monitoring procedures to match international standards. The number of audits has increased considerably from 164 in 2006 to 2,280 in 2013.

Important management and monitoring instruments have been developed and established within the local administrative bodies. Examples include:

the electronic financial management system e-SISTAFE (in 25 of 33 districts) and

a computerised monitoring system in the districts, which collects and assesses governance data.

The establishment of a participatory body has helped to strengthen people’s perceptions of democracy. Opportunities for participation are gaining increasing recognition and usage by the people themselves as well as by public authorities. The interests of the population are feeding more and more strongly into strategic and budgetary planning. Measures aimed at combating HIV/AIDS, disaster prevention and gender equality are also being taken into account in planning processes.

In several municipalities, better urban planning has brought improvements in the provision of basic infrastructure, such as safe drinking water, sewage systems and roads, to people living in poverty areas, who now also benefit from improved property usage rights. Through the development of inexpensive construction techniques and the promotion of local construction firms, on-site resources are being used more efficiently and local economic development is promoted.