Raumordnung und Regionalentwicklung in Amazonien
Ordenamento Territorial e Desenvolvimento Regional na Amazônia
Projektdetails
- Projektnummer:2009.2115.5
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Brasilien
Zusammenfassung
- Ziele:
Staatliche Stellen und private Partner berücksichtigen zunehmend Klima- und umweltfreundliche Ansätze (Green Economy) im Rahmen relevanter Förderpolitiken der lokalen und regionalen Wirtschaft zur Entwaldungsbekämpfung.
- Auftraggeber:
BMZ
- Projektpartner:
Ministerio do Meio Ambiente e Mudanca do Clima
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:7 761 485 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2005.2168.2
KV-Raumordnung und Regionalentwicklung in Amazonien
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 05.10.2007 - 23.07.2015 - Aktuelles Projekt:01.01.2011 - 23.07.2015
Sonstige Beteiligte
- GFA Consulting Group GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Hauptziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
41010 Umweltpolitik und -verwaltung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Der Entwaldungsdruck auf Amazonien, vor allem durch das exportorientierte Agrobusiness und die unkontrollierte Besiedlung, ist unverändert hoch. Trotzdem wurden in den letzten Jahren Erfolge bei der Entwaldungsbekämpfung erzielt. So gibt es in Brasilien mehrere neue rechtliche, politische und institutionelle Rahmenbedingungen und operative Instrumenten, die den strukturellen Problemen der Entwaldung, wie unklare Nutzungs- und Eigentumsrechte, fehlende Durchsetzung von Gesetzen und mangelnde ökonomische Alternativen, entgegenwirken.
Wichtigstes Instrument für die Umsetzung der Ziele der Umweltagenda und zur Verminderung der Entwaldungsrate ist der Nationale Aktionsplan zur Vorbeugung und Kontrolle der Entwaldung (Plano de Ação para Prevenção e Controle do Desmatamento na Amazônia Legal – PPCDAM) von 2004. Ein weiteres Instrument ist das Umweltkataster für ländliche Betriebe, ein Schlüsselelement zur Klärung von Land- und Nutzungsrechten.
Für die nachhaltige lokale und regionale Entwicklung wurden neue Politiken, Instrumente und Ansätze entwickelt, deren Verbreitung und flächenwirksame Umsetzung noch am Anfang steht. Bei der Schaffung ökonomischer Alternativen zur Zerstörung des Regenwaldes birgt die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft erhebliche Potenziale.
Eine große Herausforderung ist die flächenwirksame, koordinierte Umsetzung der Strategien für Entwaldungsbekämpfung, Raumordnung und nachhaltige lokale Entwicklung von Bund, Ländern und Gemeinden.
Ziel
In Schlüsselregionen für den Erhalt der amazonischen Regenwälder setzen staatliche Institutionen und private Akteure Strategien zur Entwaldungsbekämpfung, Raumordnung und nachhaltigen Entwicklung koordiniert und flächenwirksam um.
Vorgehensweise
Partner des Vorhabens sind, neben dem Umweltministerium (Ministério do Meio Ambiente – MMA), die Landesumweltämter der Bundesstaaten Acre, Amazonas und Pará.
Raumordnung, Entwaldungsbekämpfung und Förderung nachhaltiger lokaler und regionaler Entwicklung sind zentrale Elemente für den Schutz von Wald, Biodiversität und Klima. Sie ermöglichen die Zuweisung und Klärung von Eigentums- und Nutzungsrechten und schaffen die Grundlagen für die effektive Durchsetzung von Schutz- und Nutzungskonzepten. Über Nutzungsreglementierungen und entsprechende Anreize wird die nachhaltige Nutzung des Tropenwaldes gefördert.
Beratungen werden zu folgenden Themen geleistet:
Entwaldungsbekämpfung
Umsetzung der Entwaldungsbekämpfungspläne; Koordinierung zwischen nationalstaatlicher und bundesstaatlicher Ebene
Einführung von Umweltkatastern für ländliche Betriebe
Raumordnung
Harmonisierung von Leitlinien für ausgewählte Themen wie Klimawandel in den Zonierungen
Förderung der nachhaltigen lokalen und regionalen Wirtschaft
Umsetzung des nationalen Plans zu Förderung von Produkten der sozialen und biologischen Vielfalt
Zusammenarbeit mit dem Privatsektor zur Durchführung von Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (Public-Private Partnerschips –PPP); Einrichtung von Plattformen zur Zusammenarbeit von privatem und öffentlichem Sektor
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Durch Erfassung der Eigentumsverhältnisse und Aktualisierung der Katasterregister in den Bundesstaaten Acre, Amazonas und Pará wurde die Vorraussetzung für eine systematische Klärung der Bodennutzungsrechte und der Entwaldungskontrolle geschaffen. Zudem wurden die Zonierungen der Bundesstaaten Acre, Pará und Amazonas mit der Bundesebene abgestimmt und in die Makrozonierung Amazoniens integriert.
Bei der Dezentralisierung der Umweltkontrolle wurde die Übertragung von Kompetenzen der Bundesstaaten auf die Gemeinden eingeleitet. Bundesstaatliche Dezentralisierungsprogramme wurden erarbeitet und werden jetzt umgesetzt.
Methoden und Instrumente zur Optimierung der Wertschöpfungsketten verschiedener, nachhaltig erwirtschafteter Produkte wie Paranuss, Kautschuk und Buriti-Palme sowie Copaiba- und Andirobaöle wurden getestet. Sie können flächenwirksam im Verbreitungsgebiet der Produkte angewendet werden.
Elf Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft wurden durchgeführt, die die Wertschöpfungsketten Kakao, Paranuss, Buriti-Palme, Kautschuk und Öle unterstützen. Das PPP-Konzept wurde in den nationalen Plan für Produkte der sozialen und biologischen Vielfalt integriert. Damit sind die politischen Voraussetzungen geschaffen, um PPPs im Rahmen eines flächendeckenden Ansatzes strategisch einzusetzen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The severe pressure to deforest the Amazon region, especially by the export-oriented agrobusiness and uncontrolled settlement, continues unabated. Be this as it may, some success with fighting deforestation has been achieved in recent years. For example, in Brazil, there are a number of new legal, policy-related and institutional conditions and operational instruments that counteract the structural problems associated with deforestation, such as unclear land-use and property rights, the failure to enforce laws and the lack of economic alternatives.
The most important instrument for implementing the objectives of the environmental agenda and for reducing the rate of deforestation is the National Action Plan for Prevention and Control of the Legal Amazon Deforestation (Plano de Ação para Prevenção e Controle do Desmatamento na Amazônia Legal – PPCDAM) of 2004. A further instrument is the environmental data register for rural enterprises, a key element for clarifying land and use rights.
New policies, instruments and approaches have been developed for sustainable local and regional development, the dissemination and broad-based implementation of which are still in their infancy. Cooperation with the private sector has considerable potential for creating economic alternatives to destroying the rain forest.
A great challenge involves broad-based, coordinated implementation of the strategies for fighting deforestation, for regional planning and for sustainable local development by the national and state governments and the communities.
Objective
In key regions for conserving the Amazonian rain forests, national institutions and private actors implement strategies for fighting deforestation, for regional planning and for sustainable development in a coordinated and broad-based manner.
Approach
Project partners, in addition to the Ministry of the Environment (Ministério do Meio Ambiente – MMA), include the state environment offices of the Brazilian states of Acre, Amazonas and Pará.
Regional planning, fighting deforestation and promoting sustainable local and regional development are key factors for protecting forest, biodiversity and the climate. They permit property and use rights to be allocated and clarified and serve as the foundation for effective implementation of concepts for protection and use. Sustainable use of the tropical forest is promoted by means of use regulations and appropriate incentives.
Consultancy is provided on the following topics:
Combating deforestation
implementation of plans for combating deforestation; coordination between the national and state levels
introduction of environmental data registers for rural enterprises
Regional planning
harmonisation of guidelines for selected topics such as climate change in the zones
Promotion of sustainable local and regional private sector
implementation of the National Plan for Promotion of Socio-Biological Diversity Products
cooperation with the private sector for implementing development partnerships with the private sector (public-private partnerships, PPPs); creating platforms for cooperation of the private and public sector
Results achieved so far
By identifying property relations and updating the land register in the Brazilian states of Acre, Amazonas and Pará, the conditions have been created for systematically clarifying land-use rights and for deforestation monitoring. Moreover, the zoning of the Brazilian states of Acre, Pará and Amazonas has been coordinated with the national level and integrated into the macrozoning of the Amazon region.
For decentralising environmental monitoring, the transfer of the Brazilian states’ competences to the communities has been initiated. Federal state decentralisation programmes have been developed and are now under implementation.
Methods and instruments for optimising the value chains of different sustainably produced products such as Brazil nuts, caoutchouc and the moriche palm, as well as copaiba and andiroba oils, have been tested. They can be used in a broad-based manner in the products’ distribution area.
Eleven development partnerships with the private sector that support the values chains of cocoa, Brazil nuts, the moriche palm, caoutchouc and oils have been implemented. The PPP concept has been integrated into the National Plan for Promotion of Socio-Biological Diversity Products, creating the political conditions for strategically using PPPs in the context of a broad-based approach.