Ausweisung und Schutz von Indianergebieten
Demarcação e Proteção de Terras Indígenas
Projektdetails
- Projektnummer:2009.2113.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Brasilien
Zusammenfassung
- Ziele:
Der effektive Schutz und das nachhaltige Management der Indianergebiete sind verbessert.
- Auftraggeber:
BMZ
- Projektpartner:
Fundacao Nacional do Índio
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 882 891 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2005.2167.4
Ausweisung und Schutz von Indianergebieten
Nachfolger-Projekt
2013.2077.9
Schutz und nachhaltiges Management in Indigenengebieten Amazoniens Stärkung der Governance-Instrumente und -Instanzen der Nationalen Politik PNGATI
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 24.10.2006 - 30.03.2022 - Aktuelles Projekt:01.11.2010 - 15.09.2015
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Hauptziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15160 Menschenrechte
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Ein Fünftel des brasilianischen Amazonaswaldes – mehr als zweimal die Größe Spaniens – sind ausgewiesene indigene Gebiete. Als eine der wichtigsten Barrieren gegen die Entwaldung in Amazonien tragen sie bedeutend zum Schutz des Tropenwalds und der Biodiversität bei und bewahren so auch die wichtigen Kohlenstoffspeicher. Nicht zuletzt tragen sie der Umsetzung des Rechts indigener Völker auf eine selbstbestimmte Entwicklung Rechnung.
Das Ende der Ausweisung neuer großflächiger indigener Gebiete in Amazonien ist absehbar. Aber auch nach der rechtlichen Absicherung der indigenen Gebiete gibt es große Herausforderungen: der Schutz vor „Invasoren" und ein selbstbestimmtes Management durch die Bewohner.
Ziel
Der effektive Schutz und das nachhaltige Management der indigenen Gebiete sind verbessert.
Vorgehensweise
Partner des Vorhabens sind, neben der brasilianischen Indigenenbehörde (Fundação Nacional do Índio, FUNAI), das Umweltministerium (Ministério do Meio Ambiente, MMA) und der Dachverband der indigenen Organisationen des brasilianischen Amazonasgebiets (Coordenação das Organizações Indígenas da Amazônia Brasileira, COIAB).
Beim Schutz und Management der indigenen Gebiete weist die brasilianische Indigenenpolitik noch große rechtliche, institutionelle und methodische Defizite auf. Die GIZ berücksichtigt diese und unterstützt strategische Initiativen und Prozesse zum Schutz und Management indigener Gebiete auf nationaler und regionaler Ebene. Auf lokaler Ebene werden unter anderem Maßnahmen zu Organisationsentwicklung und Qualifizierung durchgeführt.
Darüber hinaus berät die GIZ zu folgenden strategischen Initiativen und Prozessen:
Stärkung der Institutionen und ihrer Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Nationalen Politik für Umwelt- und Landmanagement in indigenen Gebieten (PNGATI)
Verbesserung staatlicher Dienstleistungen zum Schutz und Management indigener Gebiete
Beteiligungsmechanismen für indigene Völker und ihre Organisationen
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Mit Unterstützung der deutschen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung wurden in Amazonien unter direkter Beteiligung der indigenen Völker 115 indigene Gebiete mit einer Fläche von rund 44 Millionen Hektar ausgewiesen.
Mit Unterstützung der deutschen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung wurden in Amazonien rund 130 Kleinprojekte indigener Völker gefördert. Sie dienen dem aktiven Schutz der Gebiete, der Kulturförderung, der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung und der Stärkung indigener Organisationen.
Am 5. Juni 2012 unterzeichnete die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff das Dekret für die Nationale Politik für Umwelt- und Landmanagement in indigenen Gebieten (PNGATI) – wichtiger Meilenstein und Orientierungsrahmen für Schutz, Management und Nutzung der natürlichen Ressourcen in indigenen Gebieten. Der Unterzeichnung ging ein langer Erarbeitungs-, Verhandlungs- und Konsultationsprozess voraus. Auf dieser Grundlage muss die brasilianische Indigenenpolitik nun umgesetzt werden.
Zum Schutz indigener Gebiete wurde eine Methode entwickelt, mit der die Bedrohungen für einzelne Gebiete verglichen und bewertet werden können. Damit ist der Grundstein für eine systematische Zuweisung von Mitteln für Schutzmaßnahmen für und in indigenen Gebieten gelegt, an der sich kommende Maßnahmen und Projekte ausrichten können.
Projektbeschreibung (EN)
Context
One-fifth of the Brazilian Amazon forest has been set aside as indigenous territories – this is equivalent to an area more than twice the size of Spain. As one of the major defences against deforestation in the Amazon Region, these territories are highly significant in terms of protecting the tropical rainforest and conserving biodiversity, while also helping to maintain the all-important carbon sinks in the process. Not least, they facilitate the enforcement of indigenous peoples’ right to self-determined development.
The demarcation process of new large-scale indigenous territories in the Amazon is now approaching completion. But legal certainty for indigenous territories does not signal the end of the major challenges facing this region. The areas still have to be protected against ‘invaders’ and their inhabitants empowered to manage their resources self-determinedly.
Objectives
Effective protection and sustainable management of indigenous territories are improved.
Approach
Apart from the Brazilian National Indian Foundation, project partners include the Ministry of the Environment (Ministério do Meio Ambiente – MMA) and the umbrella association of the indigenous organisations of the Brazilian Amazon region (Coordenação das Organizações Indígenas da Amazônia Brasileira – COIAB).
Brazil’s indigenous peoples’ policy still has extensive legal, institutional and methodological deficits in how it handles the protection and management of indigenous territories. GIZ takes these shortcomings into account and promotes strategic initiatives and processes targeting the protection and management of indigenous territories at national and regional level. At local level, measures focus, amongst other things, on organisational development and professional training.
Furthermore, GIZ advises on the following strategic initiatives and processes.
Institutional capacity building and better inter-institutional cooperation in implementing the National Policy on Environmental and Territorial Management of Indigenous Land (PNGATI)
Improving national services for protecting and managing indigenous territories
Participatory mechanisms for indigenous peoples and their organisations
Results achieved so far
With the support of German cooperation for sustainable development, 115 indigenous territories with a surface area of around 44 million hectares have been demarcated in the Amazon Region. The indigenous peoples were directly involved in the process.
German cooperation for sustainable development has also lent its support to around 130 small projects run by indigenous peoples. These projects serve to actively protect the demarcated territories, promote cultural activities, foster sustainable economic development and strengthen indigenous organisations.
On 5 June 2012, Brazil’s President Dilma Rousseff signed the decree establishing the National Policy on Environmental and Territorial Management of Indigenous Land (PNGATI) – a significant milestone and framework for the protection, management and exploitation of natural resources in indigenous territories. A long process of formulation, negotiation and consultation preceded the signature of this decree, which now forms the basis for implementing Brazil’s policy on indigenous peoples.
A method for protecting indigenous territories has been devised that compares and evaluates the threats to individual areas. Thus, the foundations have been laid for the systematic allocation of resources for protection measures that focus on and take place in indigenous territories. This will provide future measures and projects with an orientation framework.