Programm Unterstützung für dezentrale ländliche Entwicklung
Projektdetails
- Projektnummer:2008.2174.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Lesotho
Zusammenfassung
- Ziele:
Effiziente, dezentralisierte Institutionen, insbesondere funktionierende lokale Verwaltungs- und Partizipationsmechanismen, stellen die verbesserte Erbringung öffentlicher Dienstleistungen sicher.
- Auftraggeber:
BMZ
- Projektpartner:
Ministry of Finance
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 21 369 118 Euro - Aktuelles Projekt:11 846 109 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2007.2007.8
KV-Programm Unterstützung für dezentrale ländliche Entwicklung
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 19.03.2004 - 30.01.2020 - Aktuelles Projekt:01.03.2010 - 30.01.2020
Sonstige Beteiligte
- IP Institut für Projektplanung
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Mehr Bürgernähe, bessere Lebensbedingungen durch nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum und eine bessere Grundversorgung mit Dienstleistungen für die Menschen in allen Teilen des Landes – das sind die wichtigsten Ziele, die Lesotho mit seiner Dezentralisierungspolitik erreichen will. Die Wahlen von Gemeinderäten in den Jahren 2005 und 2011 waren bedeutende Meilensteine in diesem Prozess. Offene Fragen bezüglich ihrer Mandate, die unklare Rollenverteilung zwischen den Ministerien und den Gebietskörperschaften und die zögerliche Übertragung von Entscheidungsbefugnissen auf die neuen Gremien beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit der Kommunen aber noch immer. Die AIDS-Pandemie belastet das Land zusätzlich.
Ziel
Die Regierung Lesothos arbeitet bürgernäher, dezentrale Institutionen sind etabliert, die Grundversorgung der Bevölkerung mit öffentlichen Dienstleistungen hat sich verbessert.
Vorgehensweise
Die GIZ berät Lesotho in Dezentralisierungsfragen und koordiniert auch die Arbeit anderer deutscher Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in diesem thematischen Schwerpunkt. In der letzten Phase des Programms konzentriert sich die GIZ darauf:
• die Rahmenbedingungen für Dezentralisierung zu verbessern, zum Beispiel durch die Erarbeitung und Umsetzung einer Dezentralisierungspolicy;
• verschiedene Sektorministerien, zum Beispiel das Ministerium für Forstwirtschaft, bei der Abgabe von Funktionen an die kommunale Ebene zu unterstützen;
• die bessere Nutzung der von der KfW Entwicklungsbank gebauten Gemeindezentren zu gewährleisten;
• die Bekämpfung von HIV und AIDS als Querschnittsaufgabe wahrzunehmen.
Die GIZ ist in Lesotho mit der Europäischen Union eine sogenannte Stille Partnerschaft eingegangen, in der sie das EU-Programm „Förderung nichtstaatlicher Akteure" mit insgesamt 3,5 Millionen Euro kofinanziert.
Die Consultingfirma Institut für Projektplanung GmbH unterstützt das Vorhaben in den Bereichen Wirkungsmonitoring und bei der Umsetzung der Dezentralisierung.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Mit Unterstützung der GIZ wurde in Lesotho Bürgernähe gefördert, die Dezentralisierung vorangetrieben und damit die Grundversorgung der Basotho mit öffentlichen Dienstleistungen verbessert. Im Einzelnen wurden diese Erfolge erzielt:
• 2005 fanden die ersten und 2011 die zweiten Kommunalwahlen statt, 49 Prozent der gewählten Gemeinderäte sind Frauen. 2011 haben nach den Kommunalwahlen 65 Gemeinderäte, 11 Stadträte und 1 Rat für die Hauptstadt Maseru ihre Arbeit aufgenommen. Verwaltet werden die Kommunalräte durch 10 Distrikträte.
• Gemeinderäte bringen ihre eigenen Planungsprioritäten in die Distriktpläne ein.
• Die Gemeinden erbringen jetzt spezifische Dienstleistungen für Menschen, die von HIV und AIDS betroffen sind.
• Das Ministerium für Lokalregierung übernimmt auf nationaler Ebene eine koordinierende Rolle bei der Umsetzung der Dezentralisierungsreform und unterstützt die Kommunalverwaltungen bei der Planung und Umsetzung ihrer neuen Aufgaben.
• Das Ministerium für Lokalregierung hat einen neuen Strategieplan mit klaren Prioritäten zur Umsetzung der Dezentralisierung und zur Verbesserung der Leistungen.
• Eine Reihe Sektorministerien sind für den Dezentralisierungsprozess sensibilisiert und Verantwortliche auf Distriktebene sind zur Ausübung neuer Funktionen geschult.
• Viele Ministerien setzen einen gemeinsamen Aktionsplan zur Dezentralisierung um.
• Kommunen verwenden für ihre Planungsarbeit ein Handbuch zur Landnutzungsplanung.
• Die Regierung von Lesotho hat im öffentlichen Dienst ein angepasstes Managementsystem eingeführt und besetzt Beamtenpositionen verstärkt auf der Basis eines transparenten Auswahlverfahrens.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Greater responsiveness to the needs of citizens, better living conditions derived from sustainable economic growth, and improved basic public services for the Basotho throughout the country – these are the most important objectives of Lesotho’s decentralisation policy. The municipal elections in 2005 and 2011 were major milestones in this process. However, unresolved questions regarding the mandates of local governments, a lack of clarity regarding the roles of the ministries and the local authorities, and reluctance to transfer decision-making powers to the new bodies are still having a negative impact on the effectiveness of the local authorities. Meanwhile, the AIDS pandemic is putting the country under additional strain.
Objective
Lesotho’s Government is more responsive to the needs of the country’s citizens, decentralised institutions have been established and the provision of basic public services to the population has improved.
Approach
GIZ is advising Lesotho on various aspects of decentralisation and is also coordinating the work of other German development cooperation organisations in this priority area. In the final phase of the programme, GIZ is concentrating on:
• creating an enabling environment for decentralisation, for example by drafting and implementing a decentralisation policy
• supporting various sectoral ministries, such as the Ministry of Forestry, in handing over functions to the local government level
• ensuring greater and more effective use of the community centres built by the KfW Development Bank
• ensuring the fight against HIV/AIDS is perceived as a cross-cutting task.
In Lesotho, GIZ has entered into a ‘silent partnership’ with the European Union and is co-financing the EU programme on the promotion of non-state actors with a total of EUR 3.5 million.
The consulting firm Institut für Projektplanung GmbH is supporting the project in impact monitoring and the implementation of the country’s decentralisation policy.
Results achieved so far
With GIZ support, the Government of Lesotho has become more responsive to citizens’ needs and has advanced decentralisation, thus improving the provision of basic public services to the Basotho people. The following results have been achieved.
• The first local government elections were held in 2005. This was followed in 2011 by a second round of elections. Some 49 per cent of the councillors are now women. Since the 2011 elections, 65 community councils, 11 urban councils and the city council of Maseru have taken up their work. The local councils are in turn administered by ten district councils.
• Community councils are incorporating their own planning priorities into the district plans.
• The communities now deliver specific services for people affected by HIV and AIDS.
• The Ministry of Local Government plays a coordinating role in the implementation of the national decentralisation reform, and it supports the community and urban councils in planning and implementing their new functions. It also has a new strategic plan with clear priorities to implement the decentralisation reform and improve service delivery.
• There is now greater awareness of the decentralisation process within the sector ministries; government officials at district level have been trained to perform new functions.
• Several ministries are implementing a joint decentralisation action plan.
• Community and urban councils are using a manual on land-use planning as guidance for their planning work.
• The Lesotho Government has introduced a customised management system into the civil service and recruits increasingly people for official posts using a transparent selection procedure.