'Conservation and sustainable use of natural resources
Conservation and sustainable use of natural resources
Project details
- Project number:2007.2042.5
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 1600 Westafrika 2 und Madagaskar
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: Madagascar
Summary
- Objectives:
Protection and sustainable use of natural resources in and around protected areas are improved
- Client:
BMZ
- Project partner:
Umwelt- und Forstministerium (Ministère de L'Environnement, de l’Ecologie, de la Mer et des Forêts, MEEMF)
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:22 118 609 Euro
Cofinancing
Europäische Union (EU) - alt, bis 31.12.2011: 57 530Euro
Previous project
2004.2079.4
Programm Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
Follow-on project
2014.2280.7
Programm Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 29.11.2004 - 30.07.2024 - Actual project implementation phase:01.01.2008 - 24.11.2015
other participants
- Arge GOPA / DFS
- ECO Consult
- ECO Consult GmbH & Co. KG
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Biodiversity
Principal (primary) policy objective
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
- Climate Change: Adaptation
Significant (secondary) policy objective
- Climate Change: Mitigation
Significant (secondary) policy objective
CRS code
41030 Biodiversity
Evaluation
not availableProject description (DE)
Ausgangssituation
Madagaskar verfügt über großen Reichtum an natürlichen Ressourcen und enorme biologische Vielfalt. Seit Jahrzehnten anhaltender Raubbau bedroht diese Ressourcen zunehmend und führt zu ihrem Verlust sowie zu Folgeschäden, wie Bodenerosion und Verlust von Ackerflächen. Vor allem die Landbevölkerung ist betroffen, für die eine intakte Natur die Lebensgrundlage ist. Schwache Akteure und Defizite in den Rechtsvorschriften und ihrer Anwendung erschweren die Problemlösung.
Ziel
In ausgewählten Regionen Madagaskars ist die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen durch nichtstaatliche, zivilgesellschaftliche und private Akteure des Umwelt- und Haushaltsenergiesektors verbessert.
Vorgehensweise
Das Umweltprogramm wird gemeinsam von GIZ und KfW Entwicklungsbank durchgeführt. Es wurde infolge der politischen Krise, in der die Zusammenarbeit mit den Ministerien unterbrochen wurde, angepasst. So wurde die sektorpolitische Beratung der Regierung ausgesetzt. Die GIZ unterstützt in diesem Programm derzeit folgende Komponenten:
Förderung des politischen Dialogs auf nationaler Ebene zu Politikgestaltung und zum wirkungsvollen Zusammenwirken von Staat, Privatsektor und Zivilgesellschaft im Umweltsektor. Nichtstaatliche Akteure aus dem Wald- und Umweltsektor, wie zivilgesellschaftliche Zusammenschlüsse, Verbände und der Privatsektor, werden beraten. Ihre Fähigkeit zur verbesserten Politikformulierung und -umsetzung im Bereich der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen beizutragen, sollen so gestärkt werden.
Dezentralisiertes Management und Governance der natürlichen Ressourcen. Die Kompetenzen und Ressourcen von Gemeinden und nichtstaatlichen Akteuren zur nachhaltigen Bewirtschaftung der lokalen natürlichen Ressourcen werden durch die Beratung der GIZ verbessert. Dabei werden Landnutzungspläne erstellt, die als Referenzrahmen für die Nutzung der natürlichen Ressourcen dienen. Ressourcenschonende Energietechnologien wie Meiler und Herde werden eingeführt sowie Techniken und Ansätze einer nachhaltigen Landwirtschaft im Rahmen von Klimaveränderungen angewendet. Zudem werden Möglichkeiten erarbeitet, die Gemeindeeinnahmen aus dem Umweltsektor zu steigern und für die lokale Bevölkerung Einkommenssteigerungen aus der nachhaltigen Nutzung biologischer Ressourcen zu erzielen.
Ländliche Elektrifizierung durch erneuerbare Energien. Im Januar 2013 wurde das bisher eigenständige Vorhaben zur Förderung der ländlichen Elektrifizierung durch erneuerbare Energien (PERER) in das Umweltprogramm integriert. Durch Beratung, Ausbildungsmaßnahmen, Finanzierung von Projektstudien und örtliche Zuschüsse werden die bisher erzielten Ergebnisse abgesichert. Bei ADER, der für die Förderung der ländlichen Elektrifizierung zuständigen Agentur, werden bei der Planung und Umsetzung von Kleinwasserkraftprojekten weitere Leistungsverbesserungen angestrebt.
Beim Ausbau der Wertschöpfungskette für Holzenergie und die Förderung der ländlichen Elektrifizierung durch erneuerbare Energien hat die GIZ die Firma Eco Consult, Oberaula beauftragt.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Ein Konzept der GIZ zur individuellen Aufforstung hat sich in der Praxis bewährt. Die beteiligte Landbevölkerung erhält Eigentums- und Nutzungsrechte an den aufgeforsteten Flächen. Diese „Energiewälder" tragen dazu bei, dass die in Städten verbrauchte Holzkohle zunehmend aus nachhaltiger Produktion stammt. Insgesamt wurden knapp 7.000 Hektar aufgeforstet, aus denen mehr als 1.000 Familien ein dauerhaftes Einkommen erzielen. Der Ansatz wird von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren nachgefragt und anderenorts angewendet.
Positiv verläuft die Stärkung der Akteure der Zivilgesellschaft. Sie platzieren medienwirksam umweltrelevante Themen und organisieren und moderieren landesweit die Diskussion dazu. Sie nehmen erfolgreich an internationalen Verhandlungen teil und sind an der Umsetzung umweltrelevanter Konventionen im Land beteiligt.
Die Aktivitäten von Kommunen und ländlicher Bevölkerungen beim Management natürlicher Ressourcen sind auf lokaler Ebene wie geplant wirksam: Die natürlichen Ressourcen werden geschützt und nachhaltig genutzt – mit gestärkter Eigenverantwortung und Partizipation der Bevölkerung, einschließlich der Frauen. Es herrscht größere Transparenz und die Rechte der Kommunen und ihrer Bevölkerung werden stärker wahrgenommen.
Mithilfe der Zivilgesellschaft werden mehrere Themen, insbesondere Holzenergie, jetzt auch regional und national diskutiert. Vor allem die Förderung zivilgesellschaftlicher Plattformen auf regionaler und nationaler Ebene ist wirkungsvoll. Sie beobachten aufmerksam die Regierungsaktivitäten im Umweltbereich, kritisieren medienwirksam Missstände und fordern Veränderungen.
Durch die Einführung einer Planungssoftware und die Durchführung von Machbarkeitsstudien für Kleinwasserkraftanlagen konnte die Agentur für die Entwicklung der ländlichen Elektrifizierung (ADER) ihre Planungsprozesse verbessern. Drei von der GIZ mitfinanzierte Kleinwasserkraftwerke werden 17.000 Einwohnern Zugang zu Strom verschaffen.
Project description (EN)
Context
Madagascar has a great wealth of natural resources and enormous biological diversity. These resources have been increasingly threatened by decades of destructive exploitation, leading to depletion and to further subsequent damage, such as soil erosion and the loss of arable land. This mainly affects the rural population, whose livelihood depends on nature remaining intact. The weak position of the stakeholders and the inadequacy of legislation and its enforcement are hampering resolution of the problems.
Objective
The sustainable management of natural resources by non-governmental, civil society and private stakeholders in the environmental and domestic energy sectors has improved in selected regions of Madagascar.
Approach
The environmental programme is being implemented jointly by GIZ and KfW. Following the political crisis in the country, cooperation with the ministries was halted. The programme was modified as a result, with advisory services to the government on sector-specific policies being put on hold. GIZ currently supports the following components of this programme:
Fostering political dialogue at the national level on policy-making and effective cooperation between government, the private sector and civil society in the environmental sector. Advisory services are being provided to non-governmental stakeholders from the forestry and environmental sector, including civil society groupings, associations and the private sector. The intention is to strengthen their capacity to contribute to better formulated and better implemented policies for the sustainable use of natural resources.
Decentralised management and governance of natural resources. The expertise and resources of municipalities and non-governmental stakeholders with respect to the sustainable management of local natural resources are being developed with the support of advisory services from GIZ. Land use plans that serve as frames of reference for the use of natural resources are being drawn up. Resource-conserving energy technologies such as kilns and cooking stoves are being introduced, and techniques and approaches promoting sustainable agriculture in the context of climate change are being applied. Potential options are being identified to enable municipalities to increase their revenues from the environmental sector and to generate higher income for the local population from the sustainable use of biological resources.
Rural electrification through renewable energies. In January 2013, a previously independent project promoting rural electrification through renewable energies (PERER) was integrated into the environmental programme. The progress made so far is being consolidated through advisory services, training, financing of project studies and local subsidies. At ADER, the agency responsible for promoting rural electrification, efforts are under way to improve performance in planning and implementing micro hydropower projects.
GIZ has commissioned the company Eco Consult from Oberaula, Germany, with developing the value chain for energy from wood and for promoting rural electrification through renewable energies.
Results achieved so far
GIZ has developed a concept of individual reforestation which has already proved effective in practice. The rural people involved receive ownership and usage rights to the reforested areas. These ‘energy forests’ help ensure that the charcoal used in cities increasingly derives from sustainable production. In all, more than 7,000 hectares have been reforested, from which more than 1000 families gain a permanent income. The approach is in demand among governmental and non-governmental actors and is being applied elsewhere.
The strengthening of civil society actors is showing positive effects. They are promoting environment-related topics in the media and are organising and guiding nationwide discussion of these. They also take part successfully in international negotiations and are involved in the implementation of environment-related conventions in the country.
The involvement of municipalities and rural populations in managing natural resources is having the intended effect at local level: natural resources are being protected and used in a sustainable manner and local people, including women, are taking greater responsibility and are participating more. Transparency has been improved, and the rights of the municipalities and their citizens are being taken into account to a greater degree.
Through the efforts of civil society, a number of topics, particularly wood energy, are now being discussed at the regional and national level as well. The supporting of platforms for civil society at regional and national level is proving particularly effective. These monitor government activities closely in the environmental area, draw media attention to deficits by voicing criticism, and demand change.
The introduction of planning software and the carrying out of feasibility studies for micro hydropower plants enabled the Agency for Promoting Rural Electrification (ADER) to improve its planning processes. Three micro hydropower plants cofinanced by GIZ will give 17,000 people access to electricity.